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Die wahren Sieger der Audio-MA: der Deutschlandfunk und die übrigen öffentlich-rechtlichen Infosender

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Deutschlandfunk-Intendant Stefan Raue kann sich über die neuesten Zahlen der ma Audio freuen

Sobald die neuen Zahlen der Audio-MA (ehemals Radio-MA) veröffentlicht werden, feiern sich zahllose Sender für ihre Zuwächse. Vor allem für die Kanäle, die Werbung vermarkten, sind die Zahlen das entscheidende Erfolgskriterium. Zu den großen Gewinnern der neuesten Audio-MA gehören aber auch die öffentlich-rechtlichen Infokanäle, allen voran der Deutschlandfunk.

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SWR3, WDR2 und Radio ffn hießen einige der ganz großen Gewinner in unserer Radio-MA-Analyse. 11,2% bis 23,9% gewann das Trio in der für werberelevante Sender wichtigsten Zeit montags bis freitags, 6 bis 18 Uhr. Schaut man auf die Tagesreichweiten von Montag bis Sonntag, also sieben Tage der Woche mal 24 Stunden, so sind auch Vergleiche mit den Sendern möglich, die keine Werbung ausstrahlen. SWR3, WDR2 und ffn gehören auch hier zu den Aufsteigern – mit einem Wachstum von 3,4% bis 8,9%. Vor allem die Reichweite von SWR3 kletterte hier enorm – um 300.000 Hörer auf 3,655 Mio. pro Tag. Hinter radio NRW (4,754 Mio.) hat der Kanal damit die größte Tagesreichweite.

Doch auf Platz 10 legte ein anderer, werbefreier Sender ähnlich stark zu, prozentual gesehen sogar noch viel deutlicher: der Deutschlandfunk. Um 250.000 Hörer bzw. 15,0% steigerte man sich und erreicht nun jeden Tag 1,917 Mio. Menschen. Zum Vergleich: Laut neuesten AWA-Zahlen sind das in etwa so viele wie Süddeutsche Zeitung und FAZ gemeinsam erreichen. Spannend dabei: Das Wachstum ist vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen entstanden und nicht bei den Älteren. In dieser Altersgruppe steigerte sich der Deutschlandfunk sogar um 22,1%.

Und nicht nur der Deutschlandfunk konnte seine Zahlen verbessern, auch fast alle anderen öffentlich-rechtlichen Infosender liegen im Plus:

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  • Deutschlandfunk: 1.917.000 Hörer pro Tag (+250.000 / +15,0%)
  • WDR 5: 839.000 (-17.000 / -2,0%)
  • NDR Info: 626.000 (+29.000 / +4,9%)
  • B5 aktuell: 623.000 (+33.000 / +5,6%)
  • mdr aktuell: 370.000 (+59.000 / +19,0%)
  • hr-info: 344.000 (+7.000 / +2,1%)
  • Inforadio (rbb): 308.000 (+20.000 / +6,9%)
  • SWR aktuell: 103.000 (+34.000 / +49,3%)

Zusammengerechnet gewannen die acht Sender damit 415.000 tägliche Hörer hinzu! Ein stolzes Ergebnis und ein klares Indiz dafür, dass immer mehr Menschen die öffentlich-rechtlichen Wortprogramme einschalten, um sich zu informieren. Auch Deutschlandfunk Kultur (+85.000 Hörer auf nun 496.000) und Deutschlandfunk Nova (+5.000 auf nun 40.000) gehören übrigens zu den Gewinnern. Gute Nachrichten für die Macher – vor allem auch für den Deutschlandfunk-Intendanten Stefan Raue, dessen Sender nun zu den zehn meistgehörten der Republik gehört.

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Alle Kommentare

  1. Leider ist in der Statistik nicht ersichtlich, inwieweit das Formatradio verloren hat. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Publikum vom Einerlei dieses Formats und den künstlich fröhlichen grenzdebil lachenden Moderatoren einfach die Nase vollhaben und umschalten.

    An der Infoqualität kann es nicht jedenfalls nicht liegen. Statt informiert wird heuer indoktriniert. Gerade der Deutschlandfunk und da gerade Nova. Informationsperlen kann man mit der Lupe suchen. Und sie werden durch konformere Sendungen oder Mitarbeiter ersetzt (siehe Inforadio RBB Zwölzweiundzwanzig. Hier hat der Wechsel von Ingo Kahle zu Sabina Matthay die Sendung völlig entwertet).

  2. Ergänzend der Hinweis das die Reichweitensteigerung des DLF mit Übernahme der Hochleistungsfrequenzwumme 98,7 Feldberg (ex AFN) erstmals so richtig in den Zahlen wiederspiegeln dürfte.

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