„Die schlechteste Masterarbeit seit langem“: So spöttisch korrigiert eine Twitter-Nutzerin Seehofers Masterplan

Horst Seehofers "Masterplan Migration" sorgt im Netz für kritische Stimmen

Vier Wochen verspätet hat Innenminister Horst Seehofer gestern seinen „Masterplan“ vorgestellt. Er enthält 63 Punkte zur Steuerung und Begrenzung der Migration. Nicht nur in den Medien wird das Papier diskutiert. Auch das Netz nimmt den Masterplan sprichwörtlich auseinander. Eine Twitter-Nutzerin setzt sogar den Rotstift an.

Es scheint sich bewährt zu haben, öffentliche Schreiben von Politikern im Netz zu korrigieren. US-Präsident Donald Trump hat damit mehrfach seine Erfahrungen gemacht. Etwa als die ehemalige Highschool-Lehrerin Yvonne Mason einen an sie gerichteten Brief Trumps über den Amoklauf an einer Schule in Parkland stilistisch und inhaltlich verbesserte. Die korrigierte Version lud die Frau auf Facebook hoch:

Auch nach dem öffentlichen Schreiben Trumps an Kim-Jong Un Mitte Mai zückten die Twitter-Nutzer den Korrekturstift:

Nun also Seehofer. Im Gegensatz zu Trumps Briefen strotzt der Masterplan zwar nicht vor stilistischen Mängeln, kommt jedoch mit zahlreichen ungenauen und allgemeinen Aussagen daher, zu denen Beweise fehlen. Auch ein Satz, der von der NPD stammt, steht in dem Text. Twitter-Nutzerin Nadine Stammen hat die ersten zwei Seiten des Masterplans korrigiert und resümiert spöttisch: „Schlechteste Masterarbeit, die ich seit langem gesehen habe“.

Ihr Tweet hat inzwischen über 1.300 Herzen gesammelt und wurde fast 500 Mal geteilt: