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Nach Einigung mit Verlegern: „Tagesschau“-Chefredakteur kündigt Online-Relaunch an

Wollen Tagesschau.de grundlegend überarbeiten: Chefredakteur Kai Gniffke und Redaktionsleiterin Juliane Leopold

Nachdem die „Tagesschau“ vor einiger Zeit bereits ihr App-Angebot überarbeitet hat, will die Redaktion nun auch ihrem stationären Auftritt eine Frischzellenkur verpassen. Dazu kündigt Chefredakteur Kai Gniffke einen umfassenden Relaunch an. Federführend verantworten wird ihn die neue Redaktionsleiterin Juliane Leopold – die kurz nach ihrem Antritt aber zunächst eine Pause einlegen wird.

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Mit dem Relaunch soll tagesschau.de offenbar grundlegend überarbeitet werden, zumindest erwartet Chefredakteur Gniffke „mehr als ein Relaunch“. Mit dem Prozess einher gehen sollen auch neue „Workflows“ bei ARD-aktuell (redaktionell verantwortlich für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“) . Man wolle „die journalistische Arbeit für TV und Online noch enger verzahnen“, so Gniffke.

Hintergrund der Umbauarbeiten dürften dabei nicht nur eine veraltete Infrastruktur und entwicklungsfähige Workflows sein, sondern auch ein neuer politischer Rahmen, den die Ministerpräsidenten für die Netz-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Senderanstalten in Auftrag gegeben haben. In den kommenden Monaten wird ein neues Telemediengesetz erwartet, das eine Reduktion der Textverhältnisse vorschreibt. Die Web-Angebote der öffentlich-rechtlichen sollen damit deutlich als Bewegtbild-Angebote daherkommen, um eine „Presseähnlichkeit“ zu vermeiden. Darauf hatten sich vor dem Beschluss der Ministerpräsidenten die Verantwortlichen der Öffentlich-rechtlichen und Verlegerverbände geeinigt.

Wann die Umsetzung der Pläne erfolgt, ließ der Chefredakteur in seinem Blog-Posting offen. Wohl auch ein Grund: Juliane Leopold, seit Montag im Amt, wird zunächst eine berufliche Pause einlegen und in Mutterschutz gehen.

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