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PwC-Studie: Gratis-Angebote sind Nutzern bei Social-Media-Angeboten wichtiger als Datenschutz

Werner Ballhaus, Leiter Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland.
Werner Ballhaus, Leiter Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland.

Zum Thema Datenschutz haben deutsche Internetnutzer ein zwiespältiges Verhältnis. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wünschen sich die meisten Deutschen (74%) ein kostenloses Social-Media-Angebot, das über nicht personalisierte Werbung finanziert wird und keine Daten verkauft. Je jünger die Zielgruppe, desto unwichtiger wird das Thema Datenschutz.

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Nur 39% der 18- bis 29-Jährigen wären laut der PwC-Befragung bereit, für Social-Media-Dienste zu zahlen, wenn im Gegenzug keine Daten verkauft würden. 41% der befragten jungen Nutzer empfinden es als das optimale Geschäftsmodell, dass ihre Daten an andere Unternehmen verkauft werden, damit das soziale Netzwerk weiter gratis bleiben kann. Von den 30- bis 39-Jährigen stimmen dieser Aussage sogar 44%  zu. Nur 8% der Befragten insgesamt möchten wissen, was mit den eigenen Daten genau geschieht. Bei den 18- bis 29-Jährigen versuchen nur 35% die Preisgabe ihrer Daten auf ein Minimum zu beschränken. “Um Medien kostenlos nutzen zu können, hinterfragen die Nutzer die Verwendung ihrer Daten deutlich weniger als man es aufgrund des gesunkenen Vertrauens erwarten würde”, sagt Werner Ballhaus, Leiter Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland.

Die PwC-Studie fragte nämlich auch, wie viel Vertrauen verschiedene Mediengattungen genießen. Am schlechtesten schnitten hier einmal mehr Social-Media-Anbieter wie Facebook und Twitter ab. Nur 18% der befragten Bundesbürger vertrauen demnach Facebook, Tendenz weiter sinkend. Auch bei Twitter und YouTube sinkt das Vertrauen.  Am besten in der Vertrauensfrage schneiden öffentlich-rechtliche Sender und Printmedien ab.

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Aber interessant: 54 Prozent derjenigen, die Facebook nutzen um Nachrichten zu konsumieren, lesen dort die Beiträge von Zeitungen. Das Vertrauen in Zeitungen ist also relativ hoch, das Vertrauen in Facebook & Co. ist jedoch gering, obwohl dort dann auch Beiträge von Zeitungen konsumiert werden. Facebook selbst erstellt schließlich keine eigenen Inhalte.

Für die Studie “Vertrauen in Medien” wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren im Mai 2018 bevölkerungsrepräsentativ befragt. Die Befragung fand anhand eines Onlinepanels im Auftrag der PricewaterhouseCoopers GmbH statt. Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: www.pwc.de/medienvertrauen.

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