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“Fünf Gründe, warum Deutschland bei der WM rausflog”: Verband rudert nach Abrechnung auf DFL-Homepage zurück

Enttäuschte deutsche Spieler nach dem WM-Aus gegen Südkorea
Enttäuschte deutsche Spieler nach dem WM-Aus gegen Südkorea

Es sah auf den ersten Blick wie eine ehrlich gemeinte Aufarbeitung des historischen Debakels aus: "Fünf Gründe, warum Deutschland bei der WM rausgeflogen ist." So stand es zumindest gestern für einige Zeit auf der englischsprachigen Website Bundesliga.com, für die die Deutsche Fußball Liga (DFL) verantwortlich zeichnet. Doch die distanzierte sich schnell von der Kritik, die von der Tochterfirma DFL Digital Sports erstellt worden war – und löschte den Eintrag umgehend. Dabei bot die Analyse einige interessante Ansatzpunkte zur Aufarbeitung des blamablen Ausscheidens.

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Der Tag nach der historischen Schmach von Kasan: Deutschland ist erstmals in der Vorrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft ausgeschieden – Zeit für schonungslose Analysen.

Selbst der Ligaverband DFL schien sich an der Aufarbeitung zu beteiligen, wenn man einem Beitrag auf der englischsprachigen Version von Bundesliga.com trauen durfte, der mit “Five reasons Germany crashed out of the 2018 Russia World Cup” betitelt wurde – Fünf Gründe, warum Deutschland bei der WM in Russland rausgeflogen ist.

Diskussionswürdige Gründe für das deutsche WM-Ausscheiden

Die auf der offiziellen Bundesliga-Seite in Englisch publizierte Analyse bot einigen Gesprächsstoff: So sei der Weltmeister von 2014 saturiert, die Team-Zusammenstellung (Mario Gomez statt Sandro Wagner) sei diskutabel gewesen, in der Mannschaft habe es Risse zwischen verdienten und jüngeren Spielern gegeben, während die Bürde des Titelverteidigers zu schwer auf der Mannschaft gelastet habe.

Alles interessante Diskussionsansätze, aber gleichzeitig recht mutig für den offiziellen Ligaverband, der kurz nach der Veröffentlichung eine Rolle rückwärts vollführte und den Artikel wieder offline stellte. Mehr noch: Die DFL hielt es gar für nötig, sich in einem Statement “in aller Deutlichkeit” zu distanzieren – und die  Tochterfirma DFL Digital Sports für den Beitrag verantwortlich zu machen.

“Dieser Text ist keine offizielle Meinung der DFL”, stellte der Ligaverband klar. Der Beitrag sei vielmehr nicht abgestimmt worden. Doch das Internet vergisst bekanntlich nie. Einmal gelauncht, verselbstständigte sich die Diskussion über die angeführten Gründe für das WM-Aus im Social Web schnell.

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