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Tag 1 der Screenforce-Days im MEEDIA-Check: RTL-Gruppe und RTL II begeistern, Sky enttäuscht

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Das Screenforce-Days-Screening der Mediengruppe RTL

Am Mittwoch und Donnerstag finden in Köln die Screenforce Days statt, das große Event der TV-Sender und -Vermarkter, in dem u.a. neue Programme für die TV-Saison 2018/19 vorgestellt werden. Zehn Screenings von Sendern bzw. Sendergruppen buhlen um die Gunst der Werbekunden und Agenturmitarbeiter. Im großen Screenings-Check sagt MEEDIA, was zu sehen ist - und wie gut sich die Sender und Vermarkter verkaufen.

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Den ersten Tag der Screenforce Days eröffnete eine Keynote von Ex-Außenminister Sigmar Gabriel, der u.a. ein Plädoyer für unabhängigen Journalismus und freie Medien hielt. Auch wenn er sich nach eigener Aussage zunächst gefragt hat: “Warum haben die mich eigentlich eingeladen? Dann habe ich aber gemerkt: Ach, wir haben ja beide ein Reichweitenproblem.”

Sigmar Gabriel [Foto: Willi Weber]

In zehn Screenings versuchen Sender, Senderfamilien und Vermarkter nun also, mit neuen Programmen das Reichweitenproblem anzugehen, bzw. die Werbekunden davon zu überzeugen, ihre Gelder beim eigenen Sender zu lassen – und nicht beim Konkurrenten. Am Mittwoch traten die ersten fünf Screenings bei diesem Kampf um die Aufmerksamkeit der attraktiven, über 2.000 Besucher großen Zielgruppe an: die Mediengruppe RTL, Sky Media, Discovery, El Cartel / RTL II, sowie als Screenforce-Days-Neuzugang der Springer/Viacom-Vermarkter Visoon mit Sendern von Welt über MTV bis nickelodeon.

Schauen wir also in unserem Screenings-Check auf diese fünf Präsentationen des ersten Tages:

Screening 1
Anbieter
: Mediengruppe RTL / IP Deutschland mit den Sendern RTL, Vox, n-tv, Nitro, Super RTL und RTL plus
Dauer: 105 Minuten

Inhalt: Das größte Screening des ersten Tages begann mit einer Liebesgeschichte, die sich als Rahmenhandlung durch die gesamten 105 Minuten zog: Ein Mann sieht in einer Straßenbahn eine Frau – Liebe auf den ersten Blick – doch sie verlieren sich aus den Augen und suchen sich tagelang. Dabei spielten immer wieder Formate von RTL, Vox & Co. eine Rolle in der Handlung, die Senderchefs der RTL-Sender tauchen in Nebenrollen auf und am Ende sorgt Mediengruppe-RTL-Chefin Anke Schäferkordt für ein Happy End. Mit der Rahmenhandlung hat RTL in diesem Jahr eine echte Innovation in das Genre der Programm-Screenings gebracht – und das auf sehr charmante Art und Weise. Die Handlung, die zwischen den einzelnen Sender-Präsentationen immer weiter erzählt wurde, war der rote Faden, verband die Sender miteinander und vermittelte so ein sehr gutes Senderfamilien-Bild.

Anke Schäferkordt, der große Stabilitätsfaktor des deutschen Fernsehens, leitete danach mit einem gewohnt sachlichen und nicht zu selbstherrlichen Vortrag ein, versprach u.a. auch exklusive Inhalte für den Streaming-Dienst TV Now. Die kleineren Sender RTL plus, Super RTL, Nitro und n-tv fanden im Anschluss als reine Trailer statt. Keine Sender-Chefs, keine Moderatoren, nur zwei- bis fünfminütige Filmchen auf der großen Videowall.

Anke Schäferkordt (Mediengruppe RTL) und Matthias Dang (IP) [Foto: Willi Weber]

Nach einem Live-Auftritt von Rea Garvey betrat dann Vox-Geschäftsführer Bernd Reichart die Bühne. Im Gegensatz zu Schäferkordt wirkte er ziemlich hektisch, nervös, verwendete viele “Äääähs”. Die neuen Programme seines nach eigener Aussage “jungen Pärchensenders Deutschlands” (steigende Marktanteile bei männlichen und weiblichen 14- bis 39-Jährigen) waren vielfältig. Drei neue Serien (“Take Two”, “The good Doctor” und das eigenproduzierte “Milk & Honey”), die Show “True Story”, die die beiden Macher Michael Mittermeier und Roland Trettl auf der Bühne so wirr erklärten, dass wohl kaum jemand begriff, worum es dort wirklich gehen soll, sowie die Mode-Designer-Casting-Show “Guidos Masterclass” spielten die Hauptrollen in der Präsentation. Auch Guido Maria Kretschmer kam dafür auf die Bühne – zusammen mit 20 Models.

Guido Maria Kretschmer und ein paar Models [Foto: Willi Weber]

Fast ein Drittel des Screenings wurde am Schluss für den reichweitenstärksten Sender der Gruppe reserviert: RTL. Geschäftsführer Frank Hoffmann wirkte keineswegs hektisch wie Bernd Reichart, stattdessen ähnlich souverän wie Anke Schäferkordt. Hoffmann setzte in den rund 30 Minuten ausschließlich auf Eigenproduktionen. Zum vielleicht ersten Mal in der RTL-Historie solcher Veranstaltungen gab es keinen einzigen Trailer mit Hollywood-Filmen oder US-Serien. Hoffmann: “Nie zuvor hatte ich ein höheres Budget” für “das komplette Formatorchester”. Das besteht bei RTL u.a. aus den neuen Daytime-Shows “Die Superhändler” (Thema: Trödeln) und “Hol die die Kohle” (Thema: Erfinder), die aus 30 Daytime-Piloten ausgewählt worden seien. Dazu kommt eine neue Daily Soap: “Freundinnen – Jetzt erst recht”, zu sehen dann jeweils um 17 Uhr.

In der Prime Time warb Hoffmann vor allem für die neue fiktionale Serie “Die Klempnerin”, die in den Testvorführungen offenbar sehr gut bewertet worden war. Nachdem die aktuelle “DSDS”-Siegerin Marie Wegener in “ihrem” Studio auftrat (In dem Screenings-Studio wurde auch “Deutschland sucht den Superstar” produziert), pries Hoffmann noch die neue Musik-Show “Sing mit mir” an, bevor schließlich noch Sylvie Meis auf die Bühne kam, um ihre neue Casting-Show “Sylvies Dessous Models” zu präsentieren.

Bevor die Rahmenhandlung endgültig zu Ende ging, sorgte IP-Deutschland-Chef Matthias Dang noch für einen Lacher, als er den Film als Nebendarsteller mit den Worten unterbrach: “Das ist doch genau die richtige Stelle für Euren Werbespot. Gleich geht’s weiter”. Was folgte, war ein zu hektisch durchgehechelter Vortrag Dangs über Vermarktungsthemen.

Fazit: Die neue Idee mit der Rahmenhandlung hat aus einer soliden Präsentation ein charmantes Screening gemacht, das den Zuschauern im Gedächtnis bleiben wird. Bei den neuen Programmen konnte Vox noch etwas mehr als RTL überzeugen, beim Boss-Faktor gib es zweimal Daumen hoch (Schäferkordt und Hoffmann) und zweimal Daumen runter (Reichart und Dang).  Schade, dass den kleineren Sendern so wenig Raum zugestanden wurde. Gerade Super-RTL-Präsentationen gehörten in früheren Zeiten zu den kleinen Höhepunkten solcher Veranstaltungen. Gesamtwertung: 8 von 10 Punkten.

Am Mittwochnachmittag folgte dann ein Block mit vier kleineren, jeweils 22 bis 35 Minuten langen Präsentationen.

Screening 2
Anbieter
: Sky Media mit den Sky-Kanälen und den von Sky Media vermarkteten Partnersendern von Spiegel Geschichte bis Syfy
Dauer: 34 Minuten

Inhalt: Das Sky-Screening begann direkt mit einem Höhepunkt: Eine Band spielte auf der Bühne die “Game of Thrones”-Titelmelodie. Die Band tauchte auch im weiteren Verlauf der 34 Minuten des Öfteren auf – mit “Das Boot”, der Champions-League-Melodie und einigem mehr.

Band spielt “Game of Thrones”-Musik [Foto: Willi Weber]

Nicht zu den Höhepunkten gehörten hingegen die Sky-Media-Geschäftsführer Thomas Deissenberger und Martin Michel, deren Moderationen (“Martin, Du hast natürlich völlig recht”) zu einstudiert und manchmal wie Teleshopping wirkten. Zudem gab es aneinander gereihte Phrasen wie “Sky ist der Gamechanger im deutschen TV-Markt”, man habe “das beste TV-Programm aller Zeiten” (was Champions-League- und Formel-1-Fans wohl anzweifeln dürften), usw.

Was beim Sky-Screening zudem negativ wirkte: Man wollte viel zu viel in viel zu wenig Zeit unterbringen. Ständig traten neue Personen auf die Bühne, um kurz über ein weiteres Programm-Highlight zu berichten: Esther Sedlaczek, Michael Leopold und Didi Hamann sprachen über die Champions League, Schauspieler Rick Okon und Sky-Entertainment-Chef Marcus Ammon über die neue Serie “Das Boot”, Charlotte Würdig und ihr Mann Sido stellten seine “X Factor”-Jury-Kollegen vor (u.a. Thomas Anders), die auf die Bühne kamen, aber kein Wort sagten usw.

Die drei eigenproduzierten Serien-Highlights – neben “Das Boot” auch noch “Der Pass” und “8 Tage” wurden zudem mit einem quatschigen Filmchen mit Fremdschäm-Faktor präsentiert, das im “Das Boot”-U-Boot spielte. Dabei sind diese drei Serien vermutlich wirkliche Highlights des Sky-Programms. Für einen Tiefpunkt sorgte auch noch die “X Factor”-Moderatorin Charlotte Würdig mit einem blöden Witz. In Anspielung an den früheren “X Factor”-Moderator Jochen Schropp (damals lief die Show noch bei Vox) sagte sie: “Ich moderiere das Ganze und wer weiß: In ein paar Jahren oute ich mich vielleicht als homosexuell, man weiß es nicht.” Ihr Mann Sido sorgte danach hingegen für gute Stimmung: mit seiner Live-Performance von “Bilder im Kopf”.

Charlotte Würdig und Sido [Foto: Willi Weber]

Gelungen war auch die Einbindung der 20 bis 25 Partner-Sender, die von Sky Media vermarktet werden. Natürlich können die nicht alle mit Trailern in einem so kurzen Screening vorkommen, also hat man sich einfallen lassen, sie alle in Form einer typischen Programm-Figur auf die Bühne kommen zu lassen. Da stand dann ein Astronaut neben einem Bollywood-Schauspieler, ein kleiner Junge neben einer als Zebra verkleideten Frau – und alle standen für einen Sender von Natur-Doku bis Science-Fiction-Serie. Gelungen.

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Fazit: Das Sky-Screening war viel zu überladen mit Gästen, Moderatoren, Leuten auf der Bühne. Wenn man nur eine halbe Stunde Zeit hat, sollte man sich beim nächsten Mal auf jeden Fall auf weniger Inhalte konzentrieren, die man dafür geduldiger und ruhiger vorstellt, statt voller Hektik und Nervosität. Gesamtwertung: 5 von 10 Punkten.

Screening 3
Anbieter: Discovery mit den Sendern Eurosport, TLC und DMAX
Dauer: 24 Minuten

Inhalt: Auch wenn die Firma Discovery Networks ihren Namen dem Discovery Channel verdankt, spielte der Doku-Sender im Screening keine Rolle. Stattdessen drehten sich die 24 Minuten um Eurosport, den Frauen-Sender TLC und den Männer-Sender DMAX. Nach einem netten Senderfamilien-Trailer und einem kreativen “Discovery von A bis Z” führte Geschäftsführerin Susanne Aigner-Drews souverän durch weite Teile des Screenings. Stolz war sie auf den Kauf der Produktionsfirma Scripps im Frühjahr, der den Konzern nun zum “Weltmarktführer für Real Life Entertainment” mache. Davon profitiert künftig u.a. TLC, bei dem die Programmfarben Home, Reise und Food dazu kommen. Als deutsche Sprecherin für die True-Crime-Reihe “Married with Secrets” hat TLC Veronica Ferres verpflichtet, die zusammen mit Aigner-Drews auch auf der Screenforce-Bühne redete.

Susanne Aigner-Drews und Veronica Ferres [Foto: Willi Weber]

Durch das Programm von Eurosport führte “Head of Sports” Gernot Bauer. Den Schwerpunkt legte er bei der Präsentation nicht auf künftige Programm-Highlights, sondern auf eine Lobhudelei der Übertragungen der Olympischen Winterspiele und der ersten Bundesliga-Freitagssspiel-Saison von Eurosport. Inhaltlich ist das zumindest beim Fußball absolut berechtigt (Stichwort: Matthias Sammer und Jan Henkel), doch wie erfolgreich die Bundesliga in den Eurosport-Pay-Angeboten im TV und im Web tatsächlich war, dazu nennt man weiterhin keine Zahlen.

In die Offensive geht Discovery bei DMAX, dem – Zitat Discovery-Vermarktungs-Chef Markus Spangler – “Original im deutschen Männerfernsehen”. Das ist auch nötig, denn bei den 14- bis 49-Jährigen ist Konkurrent Nitro längst an DMAX vorbei gezogen und bei den 14- bis 49-jährigen Männern rückt der RTL-Ableger auch immer näher an den Discovery-Kanal heran. Mit einer “Verdopplung des Programmbudgets” baut der Sender nun u.a. seine lokalen Eigenproduktionen aus, dazu gehören die Handwerker-Show “Männerträume” und die Reality-Soap “Goldrausch am Yukon”, in der 12 Kandidaten um den Titel des besten Goldgräbers kämpfen. Der Sieger bekommt einen eigenen Claim am Yukon. Ein Preis, der übrigens auch im DMAX-Shop angeboten wird – für schlappe 1,945 Mio. Euro. Markus Spangler führte ähnlich gut durch seinen den DMAX-Part wie Gernot Bauer durch die Eurosport-Minuten.

Fazit: Große Programm-Neuheiten gab es nicht viele bei Discovery, am ehesten noch bei DMAX. Vor allem der fehlende Ausblick bei Eurosport irritierte. Ansonsten eine seriöse, ordentliche Präsentation. Gesamtwertung: 6 von 10 Punkten.

Screening 4
Anbieter: El Cartel Media / RTL II
Dauer: 22 Minuten

Inhalt: RTL-II-Boss Andreas Bartl ist ein alter Hase in Sachen Programm-Screenings. In den Jahren 2000 bis 2012 sammelte er in Führungspositionen bei kabel eins, ProSieben und RTL II entsprechende Erfahrungen, seit 2014 nun als Geschäftsführer von RTL II. Genau diese langjährigen Erfahrungen merkte man Bartl extrem an. Locker, cool und amüsant wie kein anderer Chef am ersten Screenforce-Day führte er durch das Programm, sorgte zusammen mit El-Cartel-Pendant Andreas Kösling für diverse gelungene Gags. Motto des Screenings und Bartls Sender-Ausgestaltung: “Wir sind das Guilty Pleasure des Privatfernsehens und das wollen wir auch bleiben.”

Andreas Bartl und Andreas Kösling mit ihren “Naked Attraction”-Body-Doubles [Foto: Willi Weber]

Direkt zu Beginn sorgten die beiden Andreasse für eine Schrecksekunde, als das Publikum kurzzeitig dachte, sie stünden nackt in den Röhren der Dating-Show “Naked Attraction”, doch es waren (zum Glück) nur Body Doubles. Zur erfolgreichsten Programmsäule von RTL II sind inzwischen die Sozial-Dokus geworden: “Armes Deutschland, “Hartz und herzlich” & Co. sorgen für Marktanteile von 12% und mehr bei den 14- bis 49-Jährigen. Kein Wunder also, dass diese Programme einen großen Teil des Screenings einnahmen. Neue Folgen gibt es ab Herbst. Zu den erwähnten Neuheiten gehört u.a. die Dating-Show “Game of Clones”, in der es ein Kandidat mit diversen potenziellen Partnern zu tun bekommt, die allesamt extrem ähnlich aussehen.

Für Stimmung sorgte RTL II am Ende: Zunächst sang ein Kinderchor “Ich wollte nie erwachsen sein” von Peter Maffays Figur Nessaja. Als dann die Kirmes-Techno-Version des Songs ertönte, ahnte der eine oder andere schon, was passieren würde. Und tatsächlich: Kurz danach stürmte Scooter-Frontmann H.P. Baxxter auf die Bühne; es gab Explosionen, Feuerwerk und den typischen Scooter-Sound. Teile des Saals flippten aus. Grund für den Auftritt: So wie RTL II ist auch Scooter 25 Jahre alt. Auch Scooter-Hasser müssen zugeben: eine gelungene Überraschung von Bartl & Co., die das sehr kurzweilige Screening abrundete.

Scooter-Frontmann H.P. Baxxter [Foto: Willi Weber]

Fazit: Mit anderen Geschäftsführern wäre das RTL-II-Screening eine recht herkömmliche Veranstaltung geworden. Andreas Bartl und Andreas Kösling machten mit ihren vielen Gags und lustigen Momenten aber eins der Highlights des ersten Tages daraus. Gesamtwertung: 7,5 von 10 Punkten.

Screening 5
Anbieter: Visoon Video Impact mit den Sendern Welt, N24 Doku, MTV, Comedy Central und nickeolodeon
Dauer: 35 Minuten

Inhalt: Aus zwei völlig unterschiedlichen Teilen bestand die Präsentation des Vermarkters Visoon Video Impact, der zum ersten Mal bei den Screenforce Days dabei war. Der Grund: Die gemeinsame Firma von Axel Springer und Viacom hat zum einen die Info-Sender Welt und N24 Doku im Portfolio, zum anderen MTV, Comedy Central und nickelodeon. Moment. Und was ist mit Viva? Das fragte sich wahrscheinlich auch der eine oder andere Besucher im Publikum. Der wird zum Jahresende eingestellt. Was Viacom Fach-Journalisten zwar im Vorfeld der Veranstaltung mit Sperrfrist mitteilte, dann aber im Screening mit keinem Wort erwähnte. Man sprach einfach von “drei Sendermarken”.

Zunächst aber traten Teile der Visoon-Geschäftsführung als Punk-Band Ramones auf und machten aus “Blitzkrieg Bop” kurzerhand “Visoon ist jetzt”. Ein amüsanter Start in das Screening. Dann präsentierte Torsten Rossmann seinen zu Jahresbeginn von N24 in Welt umbenannten News- und Doku-Sender. Vor allem das Doku-Drama “Mars” hat es dem Geschäftsführer angetan. Passend zum Thema kam auch noch Astronaut Ulrich Walther zusammen mit der Wissenschaftlerin Christiane Heinicke auf die Bühne und plauderte über den Mars.

Der Teil der (drei, nicht vier) Viacom-Sender bestand zu großen Teilen aus einem Film, in dem ein Brainstorming zur Sender-Familie die Idee hervor brachte, ein Comedy-Musical zu produzieren. In unterhaltsamen Minuten kümmerten sich Leute wie Samy Deluxe, Comedian Ingmar Stadelmann, MTV-Moderatorin Uli Brase und Rapper MC Fitti und Romano darum, bevor die Idee aber in sich zusammen brach. Stattdessen trat dann Clueso live auf der Screenforce-Bühne auf, sang ein Medley. Programm-Infos gab es dann nur in einem Schnelldurchlauf auf der Leinwand, flankiert von Tänzern auf der Bühne.

Fazit: Zwei Gesichter eines Screenings, die kaum zusammen passen. Der über-seriöse, etwas biedere Part der Welt – und der überdreht unterhaltsame von Viacom. War Teil 1 zumindest auch noch informativ, wurde bei MTV, Comedy Central und nickelodeon fast nur auf Entertainment gesetzt. Was bei einer solchen Veranstaltung zwar nett ist, aber nicht reicht. Gesamtwertung: 6 von 10 Punkten.

So sieht die MEEDIA-Screenings-Check-Tabelle nach Tag 1 also aus:

  1. Mediengruppe RTL / 8 Punkte
  2. RTL II / 7,5 Punkte
  3. Discovery / 6 Punkte
  4. Visoon / 6 Punkte
  5. Sky Media / 5 Punkte

Am Donnerstag werden ProSiebenSat.1 mit all seinen Sendern, Servus TV, Disney, Sport1 und die ARD versuchen, die Tabelle noch kräftig durcheinander zu wirbeln. Ob es ihnen gelingt, lesen Sie im Laufe des Donnerstagabends auf MEEDIA.de.

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