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“ZSMMNbruch” weil “Schland schlicht schlapp”: die Pressestimmen zur Auftakt-Niederlage der DFB-Elf

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Deutschland verliert gegen Mexiko und die Presse scheint geschockt wegen des “katastrophalen” (L`Equipe) und “schlappen” (taz) Leistung. In Anlehnung an den offiziellen DFB-Hashtag sieht Spox den “ZSMMNbruch”.

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Die taz titelt “Schland schlicht schlapp”. Weiter schreiben die Berliner: “Bräsig startet Deutschland ins Spiel – und fängt sich das 0:1. Das DFB-Team quält sich zurück ins Spiel, es reicht nicht. Und nun: Vorrundenaus?”

11 Freunde fürchten, dass sich das Vorrunden-Aus des Titelverteidigers Spaniens von vor vier Jahren, bei Deutschland in diesem Jahr wiederholen könnte: Im Fußball gibt es viele Formen der Niederlage. Es gibt die unglückliche und die verdiente, die schwer erklärbare und die rätsellose Niederlage. Manchmal verliert man, weil man halt einen schlechten Tag erwischt hat und manchmal, weil man klar unterlegen ist. Und es gibt die große Niederlage, deren Größe darin besteht, dass sie auf einen grundsätzlichen Mangel weist. Das 0:1 der deutschen Mannschaft gegen Mexiko war eine solche große Niederlage, denn sie legte Mängel offen, von denen niemand erwartet hätte, dass es sie in dieser Form geben würde.

“Die Mannschaft erlitt im Luschniki-Stadion einen veritablen ZSMMNbruch”, schreibt Andreas Lehner bei Spox: “Es wurde auf der größtmöglichen Bühne deutlich, dass einige Spieler aus dem Bereit-wie-nie-Kader vor vier Jahren genau das waren. Nicht davor und nicht mehr danach.”

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In der Süddeutschen kommentiert Philipp Selldorf: “Im Luschniki wurde gerade Geschichte geschrieben, so wirkte das. Die Generation der Spieler, die als junges, erfrischendes Team bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika angetreten war, um die Welt zu erobern und dies ja auch 2014 in Rio de Janeiro geschafft hatte, die schien jetzt dringend reif dafür zu sein, um abzudanken. Mancher am besten noch in Moskau in der Halbzeitpause.” Selldorf meint: “Joachim Löw muss einen Richtungswechsel einleiten, damit das deutsche Team bei der WM noch Chancen hat. Der Bundestrainer kann nicht mehr so weitermachen wie in den zwölf Jahren zuvor.”

Peter Penders lobt in der FAZ die mexikanische Taktik und kritisiert ebenfalls das DFB-Team: “Offenbar hatten die Mexikaner das deutsche Spiel sehr genau analysiert und daraus die richtigen Schlüsse gezogen. „Den Matchplan haben wir vor vielleicht sechs Monaten aufgestellt“, sagte Trainer Juan Carlos Osario. Ein Satz, der im gerne selbstgewissen deutschen Lager alle Alarmglocken schrillen lassen müsste. Das Spiel des Weltmeisters scheint also zum einen nicht besonders schwer zu lesen sein, zum anderen ist mit taktischen Überraschungen oder zumindest Abweichungen offenbar nicht zu rechnen.”

Die Bild fordert “Schluss mit Stammplatz-Garantien” und nennt gleich “elf Dinge, die Jogi jetzt besser machen muss”. Die Boulevard-Profis fordern “mehr Tempo im Mittelfeld”, mehr “Pässe in die Spitze” und das Schluss mit “zu vielen sicheren Stammplätzen” sein müsse.

Für Spiegel Online kommentiert Peter Ahrens: “Wenn man die beiden Teams an diesem Abend mit Etiketten aus der Mottenkiste des Reportersprechs bedenken wollte, dann spielten die Mexikaner aufopferungsvoll, die Deutschen dagegen eher pomadig. Und hätte der Gegner seine Konter teilweise nicht so schlampig ausgespielt, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen.”

Die Welt sammelt die internationalen Pressestimmen: “„Deutschland geht am Anfang K.o.”, schreibt die Corriere dello Sport. La Repubblica sieht einen “Miserabler Auftakt der Deutschen” und die L`Equipe schreibt knapp: „Katastrophe!“

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