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Nach AT&Ts Time Warner-Übernahme: Intensiviert Apple seine Fernseh-Ambitionen und kauft ein Filmstudio?

Apple TV: Wie viele eigene Inhalte gibt es künftig beim Techpionier zu sehen?
Apple TV: Wie viele eigene Inhalte gibt es künftig beim Techpionier zu sehen?

Es war der Aufreger der Medienwoche: AT&T bekommt grünes Licht für die Übernahme von Time Warner und schafft einen neuen Telekom-Medien-Giganten der Superlative, der die Kräfteverhältnisse der Branche neu definiert. Auch Apple, das gerade vorsichtig seine Content-Bemühungen intensiviert, könnte nun eher früher als später ein eigenes Filmstudio aufbauen oder eine Übernahme anstrengen, mutmaßt das Blog AppleInsider.

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Der Preis ist heiß. Für 85 Milliarden Dollar geht Time Warner an AT&T: Der Telekomveteran schnappt sich in einer sogenannten ‘vertikalen Akquisition’ einen der renommiertesten Medienkonzerne der Welt, um ein neuen Digital-Giganten zu erschaffen.

Es ist die zweitgrößte Akquisition der Unterhaltungsindustrie – ironischerweise nach Time Warners erster Übernahme durch AOL im Jahr 2000 –, die angesichts der lange Zeit aufgestauten Übernahmefantasien in der Medienindustrie keinesfalls zu kostspielig erscheint. Gestern zog Comcast mit einer Offerte für Teile von 21st Century mit einer Offerte über 65 Milliarden Dollar nach.

Mega-Merger: “Die Türen für sind weit offen”

Geht es nach James Dinan, Gründer des Vermögensverwalters York Capital Management, dürfte das wegweisende Time Warner-Urteil diese Woche die Übernahmeaktivitäten in der Medienbranche nachhaltig stimulieren. “Die Türen (für Mega-Merger) sind weit offen”, erklärte Dinan gegenüber dem Finanzsender CNBC.

Davon könnte sich möglicherweise auch der wertvollste Konzern der Welt anstecken lassen, mutmaßt AppleInsider. Das Tech-Blog spekuliert darüber, dass Apple nach dem Beginn seiner Content-Offensive nun selbst versucht sein könnte, ein Film-Produktionsstudio zu übernehmen, um seine Bewegtbild-Ambitionen voranzutreiben.

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A24 und Lionsgate: Übernahmeobjekte für Apple?

Während Mega-Medien-Merger in der Dimension von Netflix und Disney weder zu Apples Tradition passen noch nach der Rückführung des Auslandskapitals an Aktionäre finanzierbar wären, könnte das Interesse auf ein kleineres bis mittelgroßes Studio fallen.

AppleInsider nennt dabei “Mad Men”-Macher Lionsgate (Börsenwert: knapp 5 Milliarden Dollar) oder das auf Independent-Filmen fokussierten Studio A24 (“Moonlight”). Das Hollywood-Branchenportal Tracking-Board hatte das Übernahmegerücht von A24 erstmals im März aufgebracht.

Apple investiert  2018 bereits 1 Milliarde Dollar für Eigenproduktionen

Für die Serien- und Film-Bemühungen hat Apple unterdessen mit Jamie Erlicht und Zack Van Amburg, die die Erfolgsserien „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“ mitentwickelt haben, zwei absolute Top-Manager aus Hollywood verpflichtet.

Die ersten hochkarätigen Serien werfen bereits ihre Schatten voraus: So sicherte sich Apple zudem die Dienste von Star-Regisseur Steven Spielberg für eine Neuauflage seiner “Unglaublichen Geschichten”, während Jennifer Aniston und Reese Witherspoon in einer Serie über das Frühstücksfernsehen Hollywood-Glamour der höchsten Kategorie nach Cupertino bringen sollen.

Apple soll nach übereinstimmenden Berichten in diesem Jahr immerhin schon eine Milliarde Dollar für eigene Serienproduktionen aufwenden. 2022 soll das Volumen nach Einschätzung des langjährigen Tech-Analysten Gene Munster (heute Wagnisfinanzierer bei Loup Ventures) bereits auf 4,23 Milliarden Dollar ansteigen, dürfte damit in der nächsten Dekade jedoch immer noch sehr weit hinter den Dimensionen von Netflix und Amazon Prime hinterherhinken. Die Akquisition eines Filmstudios könnte Apple entsprechend die nötige Dynamik bei seiner Aufholjagd in der Fernsehindustrie verschaffen.

 

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