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Zur Kontroverse um Paragraph 219 a und die Qualitätsmedien: eine Replik auf die “Giftspritzerei des Herrn Fischer”

In einem MEEDIA-Gastbeitrag hatte Kolumnist und Ex-Bundesrichter Thomas Fischer Autorin Gaby Mayr wegen ihrer  Beiträge zum Paragraf 219 a in eigener Sache kritisiert – die Journalistin hat dazu eine Replik verfasst
In einem MEEDIA-Gastbeitrag hatte Kolumnist und Ex-Bundesrichter Thomas Fischer Autorin Gaby Mayr wegen ihrer Beiträge zum Paragraf 219 a in eigener Sache kritisiert – die Journalistin hat dazu eine Replik verfasst

Der Strafgesetzparagrafen 219 a, der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe stellt, ist seit Monaten Gegenstand einer zum Teil sehr emotionale gefürhrten Debatte. Der ehemalige Bundesrichter Thomas Fischer hatte in diesem Kontext die Kommunikationskultur von Qualitätsmedien kritisiert und der freien Autorin Gaby Mayr schwerwiegende handwerkliche Fehler vorgeworfen. Hier ihre Antwort.

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Ein Gastbeitrag von Gaby Mayr

Die kontroverse Debatte um Paragraph 219 a rückt, nach mehr als zwei Jahrzehnten des Beschweigens, die gesamte Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Schwangerschaftsabbruch in den Fokus. Daran haben Medien wie Deutschlandfunk und die taz einen großen Anteil. Richter i.R. Thomas Fischer, der als Kolumnenschreiber für die Wochenzeitung Die Zeit bis vor Kurzem heftig und auch gerne sexistisch austeilte, fühlt sich durch zwei der zahlreichen Veröffentlichungen beleidigt. Und schlägt zurück. Oder schlägt wild um sich.

Zur Person

Thomas Fischer wird von – manchen – Medien gerne genommen. Weil er knackig formuliert, schön zuspitzt, besonders wenn Frauen in sein Schussfeld geraten. Ob sein Sexismus etwas mit Herrn Fischers womöglich nicht vorhandener Potenz zu tun haben könnte, hat die Kollegin Burmester jüngst medial behandelt – das soll genügen. Dass den früheren Richter am Bundesgerichtshof das Geschlechtliche heftig umtreibt, belegt im übrigen auch der Schlussabsatz seines MEEDIA-Ergusses, in dem er den “gewiss virile(n) Intendant(en) Raue” des Deutschlandfunk anspricht. Das Männliche ist hier, das nur am Rande, selbstredend positiv konnotiert.

Thomas Fischers ehemalige KollegInnen vom Bundesgerichtshof waren womöglich froh, als der auf Krawall gebürstete Jurist sich 2017 vorzeitig in den Ruhestand verabschiedete. Nun war einer weg, der Akten nicht ganz so schnell abgearbeitet haben soll. Kein Wunder, wenn es tatsächlich so gewesen wäre, denn Fischer fungierte obendrein als Strafrechtskommentator und Teilzeit-Kolumnist.

(Kein) Qualitätsjournalismus

Ein Journalist ist Fischer trotz Zeit-Kolumne nicht. Muss er auch nicht, ein ehrenwerter Beruf reicht den meisten Menschen. Allerdings sollten auch beim Kolumnieren, für das der umtriebige Jurist mangels Zeit-Arbeitsplatz nun offenbar andere Spielwiesen sucht, elementare journalistische Regeln Anwendung finden. Hier zwei besonders wichtige.

Recherchegebot

Du musst sorgfältig recherchieren!

Wer für Qualitätsmedien arbeitet, kennt die freundliche Unerbittlicheit von Redakteuren und Redakteurinnen, die bei ihren AutorInnen ein ums andere Mal nachhaken, ob diese Aussage belegt ist und jener Punkt noch mit einem Halbsatz erläutert werden muss. Keine Fake-News, nicht mal kleine Recherche-Schlampereien, das gilt nicht erst seit Trump. Kennt Herr Fischer derartige Anforderungen nicht aus seinen Zeiten als Zeit-Kolumnist? Hat man ihm da alles unhinterfragt abgekauft? Nicht mal einen klitzekleinen Faktencheck gemacht?

Bei seinem MEEDIA-Text zeigt der Richter i.R. von vorne bis hinten Recherche-Schwäche. Frau Mayr habe “früher einmal Betriebswirtschaft studiert”, geht es los. Daraus folgert Fischer hammerhart ironisch, dass sie sich “im Strafrecht besonders gut” auskennt. Recherche hätte ergeben, dass zu meinen Studienzeiten zum Grundstudium der Volkswirtschaft in Köln zwar BWL-Scheine gehörten, aber auch Jura. Darin fand die Funktion juristischer Kommentare durchaus Erwähnung. Für eine kritische Würdigung der Rolle von Kommentaren in der deutschen Rechtsprechung mag eine gewisse Distanz zum juristischen Betrieb obendrein sogar von Vorteil sein.

Ein wenig Recherche hätte Herrn Fischer auch davon in Kenntnis gesetzt, dass die unsachlich attackierte Autorin den Hörfunkpreis des Deutschen Anwaltvereins für ein Deutschlandfunk-Feature mit strafrechtlichem Thema erhalten hat (“Männer töten, Frauen morden”). Vor allem aber müsste ein medial halbwegs bewanderter Fischer wissen, dass die meisten Journalisten nicht (nur) zu den Themen arbeiten, die sie mal studiert haben. Das wäre doch auch zu öde, wenn in unseren Medien nur juristische Abhandlungen und Literaturbetrachtungen vorkämen. Tatsächlich müssen Journalistinnen sich ständig in neue Sachverhalte einarbeiten. Für meine Berichterstattung zu Ruanda habe ich auch nicht Afrikanistik mit Schwerpunkt Region der Großen Seen studiert.

Spekulationsverbot

Nicht weniger wichtig als die Königsdiziplin Recherche ist der eherne Grundsatz: Du sollst nicht spekulieren! Spekuliert wird an der Börse. Und falls du als Journalistin doch mal spekulieren musst, weil die Faktenlage allzu dünn ist, aber Zusammenhänge doch ins Blickfeld gerückt werden sollen, dann muss die Spekulation kenntlich gemacht werden. Alles andere ist eine Beleidigung des lesenden und hörenden Publikums. Und sogar für Kolumnisten gilt, dass sie faktenbasiert schreiben müssen – und nicht frei weg von der Leber schwadronieren dürfen.

Das aber tut Fischer. Als Autorin liefere ich für Deutschlandfunk Kultur und taz Zitate des fanatischen Abtreibungsgegners und Strafrechtskommentators Herbert Tröndle zum Beleg, Fischer dagegen fantasiert: “Herbert Tröndle wird mit dem aus Wikipedia abgeschriebenen Hinweis geschmäht (sic!), er habe “nur” die Note “voll befriedigend” im Examen erreicht und seine Doktorprüfung wiederholen müssen.”

Wikipedia ist für seriös arbeitende JournalistInnen allenfalls erste Orientierung. Die bescheidenen Examensleistungen des Herrn Tröndle (die Doktorprüfung hat er im zweiten Anlauf, das vergisst Fischer zu erwähnen, nur mit ausreichend geschafft – Minderleistung war in der Bonner Republik offenbar kein Karrierehindernis!) habe ich selbstverständlich bei der Uni Göttingen erfragt, deren Mitarbeiter für mich tief ins Archiv eingetaucht ist. Die Aufzählung von Tröndles Orden aus dem Zweiten Weltkrieg habe ich seiner Todesanzeige entnommen.

Ebenso wild spekuliert Fischer über meine Leseleistung. Sorgfältig arbeitende Jounalistinnen und Journalisten informieren sich durch Lesen, Hören und Sehen, durch Gespräche, durch Recherchen vor Ort usw., bevor sie schreiben. Das scheint für den schreibenden BGH-Richter im Ruhestand nicht selbstverständlich.

Doch kommen wir zur eigentlichen Ursache der Giftspritzerei des Herrn Fischer. Ganz am Schluss lässt er die Katze aus dem Sack – und zeigt, so scheint es, Verletzlichkeit. “Die Denunziationen Mayrs schmerzen natürlich, wie beabsichtigt, wenn man 20 Jahre seines Lebens für genau das Gegenteil dessen gekämpft hat, dessen man öffentlich bezichtigt wird.”

Zwischenruf: Thomas Fischer – verletzlich? Fischer, der so gerne Häme, vor allem über Frauen, auskippt. Ist das der Blues, da der Richterjob weg ist und der Zeit-Job auch? Oder kommt hier ein Fischer zum Vorschein, den man bisher nicht kannte, der gar nicht hämisch sein will, sondern zwanghaft zubeißen muss, weil das sein Markenzeichen geworden ist und er doch eigentlich nur dem Recht, wie er es versteht, zum Durchbruch verhelfen möchte?

Dann, Herr Fischer, hätten wir eine Gemeinsamkeit. Sie sind leidenschaftlicher Jurist. Ich recherchiere mit Begeisterung und Sorgfalt zu Themen, die mich interessieren.

Journalistisches Arbeiten ist Thomas Fischer trotz Kolumnen-Erfahrung offenbar nicht allzu vertraut. Deshalb noch einmal in aller Kürze mein Angang ans Thema “Streit um §219a” für Deutschlandfunk Kultur und die taz. Und außerdem für den WDR. Jeder Auftrag mit anderem Fokus und ergänzender Recherche. Und alle Auftraggeber/innen wissen voneinander. So sieht die wirtschaftliche Seite von anspruchsvollem freiem Journalismus in Deutschland aus. Die eklatante Unterbezahlung freier JournalistInnen ist ein Skandal, der nicht laut genug angeprangert werden kann. Aber deshalb “finanzielle, psychologische oder sonstige Zwänge und Interessen” zu unterstellen, wie Fischer es tut, geht jedenfalls an meiner Realität völlig vorbei.

Als Journalistin muss ich die Sachverhalte, handelnden Personen, Zusammenhänge und Hintergründe meines Untersuchungsgegenstandes kennen. Es ist wichtig, die Vorgeschichte des Beck’schen Strafrechtskommentars, den Fischer mittlerweile allein verantwortlich heraus gibt, und die Entstehungsgeschichte des heute gültigen §219a zu kennen und darzustellen. Mit allen unschönen Verquickungen mit der Nazi-Zeit, auf die man in Deutschland nun einmal oft stößt.

Ebenso wichtig ist es, die praktischen Auswirkungen des Untersuchungsgegenstandes – hier §219a – in den Blick zu nehmen. Wenn ich sehe (beim Interviewtermin in Anklagebehörden), höre und mir von Fachleuten bestätigen lasse, wie bedeutend der (Tröndle/)Fischer – und in der Regel nur dieser – für Staatsanwälte und Richterinnen ist, dann schaue auch ich in den Kommentar. So wie es offenbar die RichterInnen in Bayreuth und Wuppertal getan und entsprechend zitiert haben. Aus dem Kommentar schreiben sie ab, auf den verlassen sie sich.

Dass der Kommentator selber nur die Gesetzgebung zitiert, ist in dem Moment irrelevant. Niemand macht Fischer für die Gesetzgebung verantwortlich. Ein Kommentar ist kein Wünsch-dir-was der Rechtsprechung. Verantwortlich war Tröndle und ist Fischer aber sehr wohl für die Auswahl der Zitationen. Wer sagt denn, dass erst Tröndle (als “Lebensschützer” wahrscheinlich zustimmend, spekuliere ich) und dann Fischer nur dieses Zitat dokumentieren muss, das die Gerichte nun seit Jahren wiederkäuen?

Fischer selber schreibt, wie er zu Beginn seiner Tätigkeit als allein verantwortlicher Kommentator aufgeräumt hat. Bei § 219a hat er offenbar nicht richtig zugepackt – das zeigt die vergleichende Lektüre der Ausgaben, die dem Bayreuther und dem Wuppertaler Urteil zugrunde lagen, sowie der Ausgabe von 2018. In der Wuppertaler Urteilsbegründung etwa wird unter Verweis auf Tröndle/Fischer (sic!) ausgeführt, der Gesetzgeber wolle verhindern, “dass die Abtreibung in der Öffentlichkeit als etwas Normales dargestellt und kommerzialisiert wird.” Tatsächlich vermittelt bereits der unmittelbar folgende Satz aus “Beschlussempfehlung und Bericht des federführenden Ausschusses des Deutschen Bundestages”, abgedruckt in der Bundestagsdrucksache 7/1981 (neu), woraus (Tröndle/)Fischer zitiert, ein deutlich anderes Bild von den Absichten des Gesetzgebers. Dort heißt es: “Andererseits muß die Unterrichtung der Öffentlichkeit (durch Behörden, Ärzte, Beraterstellen) darüber, wo zulässige Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, möglich sein.” Außerdem differenziert der Gesetzgeber sehr wohl zwischen Werbung und sachlicher Information.

Dass Fischer nicht wenigstens den Folgesatz in seinem Kommentar zitiert, dürfte nicht einem Wunsch nach lebensschützerischer Stimmungsmache bei deutschen Staatsanwälten und Richterinnen geschuldet sein. Denn Fischer positioniert sich, auch in seinem MEEDIA-Gastbeitrag, deutlich anders. Er hat vermutlich einfach nicht genau hingeschaut. Kaum jemand hatte den §219a vor der Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel und ihrem Gang an die Öffentlichkeit, im Blick – offenbar auch nicht Großkommentator Thomas Fischer. Das ist grobe handwerkliche Schlamperei, allerdings mit fatalen Folgen. Denn mit diesem einen zusätzlichen Satz hätte es den jahrelangen Spuk rund um unerlaubte Werbung für Schwangerschaftsabbruch mit Anzeigen, Ermittlungen und Verurteilungen womöglich gar nicht gegeben. Dass die anderen Kommentare den Folgesatz auch nicht zitieren, ist kein Trost. Denn die werden von den PraktikerInnen ohnehin eher selten konsultiert.

Die verkürzte Zitation hat allerdings, bei allem Ungemach, auch zwei positive Aspekte: Sie rückt die unzumutbare Regelung zum Schwangerschaftsabbruch, auch jenseits des §219a, in grelles Licht. Und ebenso die mitunter tumbe Kommentargläubigkeit bei deutschen Staatsanwaltschaften und Gerichten.

Die Wege der Entscheidungsfindung im deutschen Rechtswesen sind mir natürlich nicht “egal”, wie Herr Fischer zu wissen glaubt. Bei 30 Minuten fürs Gesamtthema § 219a bei Deutschlandfunk Kultur respektive 8.000 Zeichen für die taz musste ich mich allerdings aufs Wesentliche konzentrieren. Ich habe darauf verzichtet, die Verästelungen und Wirkweisen des juristischen Kommentarwesens auszuleuchten. Ein ergänzender Halbsatz hätte womöglich gut getan. Ob er mir Herrn Fischers Suada erspart hätte, bezweifle ich. Denn ich habe den Eindruck, Herr Fischer ist eine Rampensau, er braucht die Bühne.

Meine Sendungen und Artikel sind mit Sicherheit keine Denunziation, wie Fischer behauptet, und von “Durchwinken” zweifelhafter Inhalte kann bei Qualitätsmedien in der Regel nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil. Meine Alliteration vom “fülligen Fischer” hat eine Redakteurin gleich kassiert. Mir hatte das doppelte F gefallen. Aber als erfahrene Journalistin weiß ich, wo ich kämpfen muss (Präzision) und wo ich es lasse (stilistischer Schnickschnack, auch wenn das Herz dran hängt). Im Zweifel hat die Redaktion die größere Distanz zum Text.

Die von Fischer angegriffene Sendung und der Artikel informieren also über kaum bekannte, seit der gesetzlichen Regelung der 1990er Jahre beschwiegene, tabuisierte Zusammenhänge: Schwangerschaftsabbruch wird in Deutschland jedes Jahr rund 100.000 Mal durchgeführt. Die Frauen werden ab dem Moment, in dem sie eine ungewollte Schwangerschaft bei sich feststellen, “entmündigt” (Juraprofessorin Ulrike Lembke) – und zwar durch das gesamte Rechtskonstrukt zum Schwangerschaftsabbruch sowie seine Auslegungen, darin als kleiner Baustein der §219 a. Da hilft auch Fischers “konsensfähige Alternative”, die er in seinem MEEDIA-Beitrag anspricht, nicht wirklich weiter. Eine Alternative, die das Recht der Frau, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, als das “eine Extrem” insinuiert, steht durchaus in Tröndle-Tradition.

Schwangerschaftsabbruch ist im Strafgesetzbuch angesiedelt. Das ist das grundlegende Problem. Was per Strafgesetz verboten ist, wird nicht an der Uni und in der Facharztausbildung gelehrt, dazu gibt es keine Forschung, es ist in der Ärzteschaft verpönt, wird in der Gesellschaft tabusiert, verursacht bei manchen ungewollt schwangeren Frauen Schuldgefühle und hat zwei (!) Männern die Macht verschafft, mit Hunderten Anzeigen nach §219 a Staatsanwaltschaften landauf, landab auf Trab zubringen. Der eine Anzeigeerstatter, den ich ausfindig gemacht und interviewt habe, ist ein 27-jähriger Mathematikstudent, der die Anzeigen als sein “Hobby” bezeichnet.

Warum Schwangerschaftsabbruch überhaupt im Strafgesetzbuch verhandelt wird, ist eine eigene Geschichte. Die hat mit Männermacht zu tun und soll hier nicht weiter ausgeführt werden. In entwickelten Ländern wie Frankreich und Großbritannien gibt es keine derartige Kriminalisierung. Dort ist Schwangerschaftsabbruch eine soziale Frage und eine Frage der Gesundheit, aber kein Straftatbestand. Das einst ultrakatholische Irland hat sich gerade mit Zweidrittel-Mehrheit ebenfalls für diese Sichtweise entschieden, unter dem Slogan “Trust Women – Frauen vertrauen”.

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Schluss

Zuletzt noch ein Tipp der erfahrenen Journalistin (w) an den erfahrenen Juristen (m), der gerne schreibt: Wenn Sie bei Ihrem nächsten Text wieder sexistische Anwandlungen verspüren, machen Sie einen kleinen Test, bevor sie die süffigen Worte in die Tasten hauen. Fragen Sie sich, ob Sie dieses Adjektiv und diese Entwertung genau so oder jene Beschreibung analog für einen Mann verwenden würden. Wenn Sie also von Push-up-Brüsten bei Moderatorinnen fantasieren, fragen Sie sich, ob Sie bei einem Moderator von Penis betonendem (oder kaschierendem) Beinkleid schreiben würden. Falls nicht – lassen Sie Ihre Anwandlung einfach stecken. Sie werden womöglich ein paar schwitzige Follower einbüßen. Aber es wird auch niemand mehr über ihre sexuelle (Im-)Potenz spekulieren. Und dem Niveau ihrer Ausführungen sowie dem freundlichen Miteinander von Frauen und Männern hätten Sie einen Gefallen getan.

 

Über die Autorin: Dr. Gaby Mayr, Jahrgang 1954, Studium der Wirtschaftswissenschaften in Köln und Bremen, arbeitet als freie Journalistin für Rundfunk und Printmedien.

Anmerkung der Redaktion: Gastbeiträge geben die Meinung der jeweiligen Autoren wieder, nicht die von MEEDIA.

 

Update: Auf den obigen Beitrag von Gaby Mayr hat Thomas Fischer mit einer Stellungnahme reagiert, die MEEDIA im Folgenden dokumentiert:

von Thomas Fischer

Schlusswort

Es ist verdienstvoll, dass Frau Mayr das Niveau ihrer Argumentation noch einmal verdeutlicht hat. Man hätte es nicht besser erfinden können. Abschließend einige Bemerkungen:

1) Wir nehmen zur Kenntnis, dass Frau Mayr vor 40 Jahren nicht BWL, sondern VWL studiert hat und dass hierbei die Funktion von juristischen Kommentaren „durchaus Erwähnung fand“. Faszinierend.

2) Frau Mayr diskutiert erneut 70 Jahre alte Personalia des verstorbenen früheren Kommentators Herbert Tröndle und rühmt sich dabei ihrer Recherchegründlichkeit. Sie hat, so beteuert sie, nicht aus Wikipedia abgeschrieben, sondern personenbezogene Daten über Tröndle von einem Mitarbeiter der Universität Göttingen bezogen, den sie „tief ins Archiv“ geschickt hat. Ein interessanter datenschutzrechtlicher Hinweis!

„Minderleistung war in der Bonner Republik offenbar keine Karrierehindernis“, fällt Frau Mayr zu Tröndle ein, weil dieser 1949 im Rigorosum „ausreichend“ erzielte. Vor lauter Genauigkeit des Recherchierens hat Mayr ganz vergessen zu erwähnen, dass Tröndle das Zweite Staatsexamen mit der Spitzennote „gut“ bestand und dass Promotionsnoten für die Einstellung in den höheren Justizdienst damals wie heute vollkommen unerheblich sind.

Man kann Orden wichtig finden oder nicht. Frau Mayr sind sie sehr wichtig; sie erwähnt sogar, dass sie im Jahr 2007 einen Preis für ein kriminologisch inspiriertes Rührstück erhalten hat. Die Liste von Tröndles Kriegsorden hat sie „aus der Traueranzeige“ abgeschrieben (sagen wir: aus dem Wikipedia-Link), damit ihm wenigstens ein bisschen NS-Dreck angehängt wird. Dass Tröndle im späteren Leben das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik und die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen wurden, steht zwar auch da, aber das hat die präzise Journalistin vergessen zu erwähnen. Na ja: Es rutscht halt mal was durch.

Auf keines dieser Details kommt es übrigens in der Sache (§219a) an. Frau Mayr betreibt Strafrechtsanalyse auf einem eher aufgelockerten, sagen wir: übergeordneten Niveau.

3) Frau Mayr behauptet, ich hätte „die Geschichte des § 219a“ nicht hinreichend recherchiert und dargestellt. Welche bislang unbekannte Geschichte der Vorschrift Frau Mayr entdeckt hat, erfährt man leider nicht.

Mayr selbst unterlässt jede Erwähnung des Umstands, dass die Vorschrift vom Gesetzgeber der Bundesrepublik 1974 diskutiert und einschränkend geändert wurde. Mayr lässt das weg, um die gegenwärtige Fassung als Produkt des Gesetzes vom 26.5.1933 (damals als § 220) darzustellen. Tatsächlich ist aber die Voraussetzung des „Vermögensvorteils“ also der kommerziellen Werbung, erst durch den Gesetzgeber von 1974 eingefügt worden. Man könnte also sagen, dass Frau Mayr in ihrer Darstellung der Geschichte des § 219a gerade das entscheidende Detail nicht erwähnt.

4) Frau Mayr informiert uns, wie sie schreibt, über zwei „beschwiegene, tabuisierte Umstände“: Dass es pro Jahr 100.000 Abtreibungen in Deutschland gibt, und dass Frauen durch die Beratungslösung „entmündigt“ werden. Das erste „Tabu“ ist Unsinn, das zweite eine verdrehte ideologische Behauptung.

Dass ich im StGB Kommentar geschrieben habe, die „völlige Freigabe der Abtreibung“ sei eine nicht vertretbare Extremposition, geißelt Mayr als „Tröndle-Position“. Sie behauptet, meine Ansicht sei es, dass Frauen nicht selbst bestimmen können sollen. Das ist eine Lüge.

Zur Abrundung ihrer präzisen Informationen enthüllt uns Frau Mayr, dass in England und Frankreich Abtreibung völlig straflos sei. Beides ist falsch.

5) Mayr hat in ihren Artikeln dargelegt, dass die nach ihrer Ansicht falsche Rechtsprechung zu § 219a auf meinem Strafrechtskommentar beruhe und dass dieser daher schädlich sei und nicht benutzt werden solle. Nun räumt sie ein, dass die Rechtsprechung auf der Gesetzesbegründung des Bundestags von 1974 beruht. Absurderweise behauptet sie nun, dies sei „irrelevant“.

Es geht um den Hinweis, § 219a solle nach Ansicht des Gesetzgebers „verhindern, dass Schwangerschaftsabbruch als etwas Normales dargestellt und kommerzialisiert wird“. Mayr hat nicht mitgeteilt, was an diesem Satz falsch ist. Sie meint, der Gesetzgeber hätte lieber eine andere Ansicht haben sollen. Was das mit Fischers Wiedergabe der Ansicht zu tun hat, die der Gesetzgebung nun mal tatsächlich hatte, bleibt verborgen.

Mayr selbst meint, Zweck des Gesetzes sei die Erhaltung der „arischen Rasse“. Das ist zwar bescheuert, aber trotzdem würde es mir nicht einfallen, Frau Mayr als „fanatische Mutterkreuzbefürworterin“ zu bezeichnen.

6) Frau Mayr schreibt: „Wer oder was hindert Herrn Fischer daran, … zu den Quellen der Gesetzgebung hinabzusteigen und zu möglichen divergierenden oder zusätzlichen Gedanken in der einschlägigen Rechtsprechung zu gelangen?“ Leider verrät uns die Journalistin nicht, welche verborgenen Quellen in Gesetzgebung und Rechtsprechung es gibt, zu denen man hätte gelangen müssen.

7) Frau Mayr behauptet, ich hätte „internationale Beschlusslagen“ nicht zur Kenntnis genommen. Leider vergisst sie zu erwähnen, welche Beschlüsse welcher internationalen Gremien zu § 219a StGB es gibt und was darin steht.

8) Frau Mayr schreibt, es sei eine „grobe handwerkliche Schlamperei“, dass ich (wie alle anderen auch) nicht den Satz aus der Gesetzesbegründung zitiert habe, eine „Unterrichtung der Öffentlichkeit darüber, wo zulässige Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden“, sei zulässig, und dass zwischen Information und Werbung differenziert werde. Und „mit diesem zusätzlichen Satz hätte es den jahrelangen Spuk … womöglich nicht gegeben.“

In Randnummer 3 meiner Kommentierung steht allerdings: „Nicht erfasst wird die sachliche Information über Schwangerschaftsabbrüche durch Behörden, Beratungsstellen und so weiter, denen es nicht um Geld geht.“

Es ist vollkommen unstreitig, dass Informationen über Voraussetzungen, Methoden, Alternativen, Folgen usw. von Abtreibungen – auch durch niedergelassene Ärzte – nicht nur straflos, sondern auch erwünscht sind. Nicht erwünscht ist eine Werbung für eigene Abtreibungs-Leistungen, die – zum Beispiel – Kostenangebote macht und darauf hinweist, man möge bitte Bargeld mitbringen.

9) Der überwiegende Teil der „Replik“ befasst sich mit sachfernen Themen und liegt jenseits der Peinlichkeits-Grenze. Man muss dazu nichts sagen.

Ich halte, anders als Frau Mayr, die geltende „Beratungslösung“ für einen akzeptablen Kompromiss zwischen Zwang und Preisgabe des Rechtsguts. Anders als Mayr auch nur zu erwägen scheint, geht es nämlich bei der Abtreibung nicht um die Abwägung zwischen einem Rechtsgut (Entscheidungsfreiheit) und staatlicher Willkür, sondern um eine Abwägung zwischen zwei Rechtsgütern (Freiheit der Schwangeren und Leben des Embryos).

Strafrechtskommentare sind – zum Glück – nicht verpflichtet, Frau Gaby Mayrs Ansichten zu vertreten. Denn ideologiegesteuerter Fanatismus ist schädlich. Damit soll es sein Bewenden haben.

 

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Alle Kommentare

  1. Ist dieser Beitrag von Frau Doktor Mayr nun Satire, um nicht ganz unglaubwürdig zu bleiben oder doch nur eine wütende nichtssagende Schreierei mit null sachlichem Inhalt und mit keinem Gehalt zur eigentlichen Frage bezüglich Thema Schwangerschaftsabbrüche und Menschenwürde usw.

    Danke. Nicht genügend. Setzen. Frau Doktor!

  2. Höre ich da ein Mimimi der beim schlampigen Umgang mit Fakten und Tatsachen erwischten Dame?

    So herzlich gleichgültig mir sowas an sich ist, so zeigt es doch, dass hier dogmatische Misandrie und emotionalisierte Scheuklappen die Bewertung des Widerstreits der Argument (ungewollt?) beeinflussen.

    Ich kann mich einfach nicht entscheiden: Soll ich hier Mitleid haben mit den eingeschränkten Möglichkeiten der Dame oder ihren Furienterror fürchten?

  3. “Spekulation

    …” und falls du als Journalistin doch mal spekulieren musst, weil die Faktenlage allzu dünn ist, aber Zusammenhänge doch ins Blickfeld gerückt werden sollen, dann muss die Spekulation kenntlich gemacht werden”.

    Was versteht die “Journalistin” unter einer Faktenlage? Eine diesbezügliche Spekulation wäre womöglich erhellend. Für Journalistinnen und Journalisten.

    Kostprobe:

    Warum Schwangerschaftsabbruch überhaupt im Strafgesetzbuch verhandelt wird, ist eine eigene Geschichte. Die hat mit Männermacht zu tun und soll hier nicht weiter ausgeführt werden.

    In entwickelten Ländern wie Frankreich und Großbritannien gibt es keine derartige Kriminalisierung.

    Faktenlage:

    Das sind halt entwickelte Länder, in denen Männermacht nicht so ausgeprägt ist wie bei uns.

    Was Fakt ist, bestimmt die Frau.

    1. Warum wird wohl der Schwangerschaftsabbruch im Strafgesetzbuch verhandelt? Darüber hätte sich Frau Mayr eingehend informieren sollen, wenn sie eine wirklich gute Journalistin wäre.

      Dagegen hat sie vieles irgendwo abgekupfert, was man schon vor Jahren zu lesen gekriegt hat. Und dann diese ewige Heulerei wegen angeblichem Sexismus von TF. Tja, wenn eine Frau nicht weiter weiß, nichts zur Sache sagen kann, dann wird eben dem Experten Frauenfeindlichkeit unterstellt; zum Weinen!

      Als nächstes plädieren politisch instrumentalisierte JournalistInnen und Ärztinnen für die gezielte Abtreibung, also Tötung von männlichen Embryonen??? Ist das das sog Endziel??? Kennzeichnung: reine Spekulation.

  4. Zitat Thomas Fischer:

    “Ich halte, anders als Frau Mayr, die geltende „Beratungslösung“ für einen akzeptablen Kompromiss zwischen Zwang und Preisgabe des Rechtsguts. Anders als Mayr auch nur zu erwägen scheint, geht es nämlich bei der Abtreibung nicht um die Abwägung zwischen einem Rechtsgut (Entscheidungsfreiheit) und staatlicher Willkür, sondern um eine Abwägung zwischen zwei Rechtsgütern (Freiheit der Schwangeren und Leben des Embryos).”

    Danke!

  5. Herrlich. Klares Eigentor der Frau Doktor. Kleine Anmerkung: Mayr hält Fischers Schreibe für “sexistisch”. Ich nicht. Obwohl ich eine Frau bin. Wahrscheinlich verwechselt sie “Sexismus” mit “Sarkasmus”. Fängt ja auch beides mit “s” an und hört mit “mus” auf.

  6. Wenn man die Replik von Frau Mayr liest, dann bekommt man durchaus eine konkretere Vorstellung davon, was manche Menschen damit meinen wenn sie davon berichten, dass “der Schwanz mit dem Hund wedeln will”. Dünn. So dünn.

  7. Sagenhaft. Frau Mayr erklärt mit überlangem Zeigefinger (“Du musst recherchieren” – das einzige, was ich muss, ist sterben) und im bemühten TF-Duktus diesem und den mitlesenden Journalisten w/m sich einschl. der journalistischen Grundgesetze. Gähn. Das A und O der Recherche ist dem Qualitätsjournalismus implizit. Dem Deutschlandfunk ist dieser Nimbus spätestens seit den Einlassungen der hier ebenfalls erwähnten Mayr-Kollegin abhanden gekommen.

  8. “Ob sein Sexismus etwas mit Herrn Fischers womöglich nicht vorhandener Potenz zu tun haben könnte, hat die Kollegin Burmester jüngst medial behandelt – das soll genügen.”

    Substanzlose Inhärenz gleich zu Beginn. Es mag ja sein, dass Scheidentrockenheit und faltige Milchdrüsen zuweilen die spitze Feder führt. Aber dann bitte wirklich spitz und nicht dergestalt stumpf.
    Die femipopulistischen Schwestern bedienen wieder mal wirklich alle Ressentiments und bestätigen in ihrem sinnfreien Furor einmal mehr Katharina Rutschky:

    „Die Frauenbewegung war und ist in ihren Resten als ‚Politik für Frauen‘ (vulgo Staatsfeminismus) eine Angelegenheit der akademisch qualifizierten Mittelklasse. Ihr Problembewusstsein reichte nur zur Etablierung einer Beschwerdekultur, mit den Männern als Adressaten und Papa Staat als Medizinmann. Schon die Studentinnen von 1968 waren nicht benachteiligt, sondern von einer Freiheit gefordert, für die es in der Geschichte kein Beispiel gibt. Statt hier anzusetzen, hat man das überholte Modell der ewig nörgelnden Ehefrau auf Politikformat gepustet.“

    1. ad Revolte

      Das mit der Scheidentrockenheit und den faltigen Milchdrüsen finde ich sehr wichtig zu erwähnen. Guter Hinweis! Danke! Wie wir wissen ist für jede von uns Frauen jenseits oder gerade (erst oder noch oder) in oder schon weit jenseits der Lebensmitte die sexuelle Attraktivität sehr entscheidend, so auch die Abtreibung als Selbstbestimmungsfaktor u Befreiungsmoment für die Konkurrenz, zumal der Gebärneid der nicht mehr Gebärfähigen gegenüber der Gebärfreudigen ja auch irgendwie bearbeitet werden muss.

      Über weibliche Frigidität/Orgasmusunfähigkeit als Motor einer Frauenbewegung und dem Zusammenhang zwischen Nörgelei, Hysterie und sex Unzufriedenheit sprechen wir ein andermal.

  9. Die Replik von Frau Mayr sollte man lesen.
    Zur sachlichen Debatte um juristische Dinge kann ich aufgrund fehlender Sachkenntnisse so gut wie nichts beitragen.
    Was die sprachliche Qualität und die inhaltliche Eloquenz ihrer Replik angeht, dann aber doch.
    Unterirdisch. Man möchte fast “geifernd” dazu sagen. Fast.
    Es gibt ja auch bei intelligenten Menschen die Situation, dass diese beleidigt und böse reagieren.
    Das hier ist nichts von beidem, es ist einfach ein exzellentes Beispiel dafür, wie sich jemand für eine Debatte disqualifizieren kann.

  10. Eine Replik die sich den Titel gibt “Giftspritzerei” …
    Ich gebe ja offen zu, das ich Laie bin und “nur” Mediennutzer, aber ein Herr Fischer trägt erst einmal keine persönliche Verantwortung zum § 219a.
    Diese Verantwortung trägt der Gesetzgeber bzw. wir die Wähler.
    Eine Kommentierung eines Gesetzestextes ist kein Urteil.
    Würde ein Gericht dies als Grundlage eines Urteils nehmen, darf ich doch als Laie bezweifeln, dass es sich dann durch alle Instanzen behaupten könnte …
    Und Urteile müssen aufgrund von Gesetzen gesprochen werden, nicht aufgrund von Kommentierungen.
    Habe ich soweit alles verstanden?

    Es wurde doch ausführlich erklärt (von Herr Fischer, sachlich aus meiner Perspektive), warum der Gesetzgeber den Paragraphen beibehält und was der Hintergrund hinter dieser Gesetzgebung ist, sowie die historische Entwicklung.
    Warum dann so personenbezogen diskutiert wird, muss ich wohl nicht verstehen.
    Wohl auch nicht, warum überhaupt Gesetzestextkommentatoren sich als Lebensschützer und dann auch noch als fanatisch bezeichnen lassen müssen.
    Ist dann auch der Kommentar zum Diebstahl “fanatischer Eigentumsschützer” auf den Kommentator zu beziehen?
    Irgendwie verlässt hier gewollt eine Sachebene und wechselt in die persönliche Ebene.
    Was hat die Arbeitsweise von Herrn Fischer damit zu tun zu dem Thema §219?
    Seit wann ist eine hohe Fallzahl bedeutend mit hoher Qualität?
    Wer schreibt eigentlich vor sich Journalist nennen zu müssen um veröffentlichen zu dürfen?

  11. Es ist ja im Prinzip informativ und unterhaltsam, wenn Herr Fischer eine Brücke schlägt von der Rechtskunde zum Journalismus. Nur: Solange bei Meedia nicht auch Fachleute anderer Gebiete zu Wort kommen, so dass im besten Fall ein begleitender, kritischer Salon sich etabliert, hat seine Kolumne etwas sonderbar Solitäres, Fremdkörperhaftes, Unsystematisches, Willkürliches. (Die vorletzte Folge, der Anti-Schirach, war obendrein nur Zweitverwertung.)

    HInzu kommt, dass Fischer weidlich die Möglichkeit nutzt, in eigener Sache Hühner zu rupfen. Eine Replik wie oben führt dann leicht zu quälenden Schuldzuweisungen und Besserwissereien, etwa über die Examensnoten eines Herrn Tröndle, († 98), die allenfalls noch Streithahn und -huhn interessieren.

    Solche Fragen kann man im übrigen telefonisch klären. Überhaupt bleibt bei der Kontroverse offen, ob Mayr & Fischer vor, während oder nach Veröffentlichung ihrer Texte miteinander gesprochen haben. Und wenn nein, warum nicht.

    1. Unter einer Kontroverse von zumindest fachlich oder sich wenigstens inhaltlich an der Sache orientierten und somit gleichgestellten Experten verstehe ich was anderes, als eine persönliche Denunzierung eines Bundesrichters a.D. durch leichtsinnige Journalistinnen.

      Eine Abhandlung über die sexuellen Vorlieben von Papst Impotenz den III., der sich hauptsächlich mit der juristischen Fixierung des Papsttums beschäftigte, würde Frau Doktor Mayr sicher mehr abverlangen u wäre eine echte Herausforderung für eine promovierte Volkswirtin, als sich über Examensnoten den hübschen Kopf zu zerbrechen. Ihrer Freundin Frau Burmester kann sie dann ja ihre feuchten Träume zur gefälligen schriftstellerischen Verwertung zukommen lassen.

  12. Frau Mayr schreibt: “Thomas Fischers ehemalige KollegInnen vom Bundesgerichtshof waren womöglich froh, als der auf Krawall gebürstete Jurist sich 2017 vorzeitig in den Ruhestand verabschiedete.”
    Einige Zeilen später schreibt sie: “Nicht weniger wichtig als die Königsdiziplin Recherche ist der eherne Grundsatz: Du sollst nicht spekulieren!”
    Gilt der Grundsatz für Frau Mayrs Replik nicht? Reicht tatsächlich ein “womöglich”, um die eigene Argumentation zu untermauern?
    Frau Mayr hält sich für juristisch kompetent, weil sie im Rahmen ihres Volkswirtschaftsstudiums auch Jura belegen musste? Ich habe ebenfalls VWL studiert und musste zwei Prüfungen in Jura ablegen, würde mir aber nie anmaßen zu behaupten, dass ich damit in juristischen Fragen kompetent bin.
    Frau Mayrs Replik ist inhaltlich derart dünn, dass sich zwangsläufig Fragen nach der journalistischen Kompetenz der Dame stellen. Eines ist aber ganz deutlich geworden: Intellektuell ist sie ihrem Widerpart hoffnungslos unterlegen.

    1. Ganz ehrlich interessiert mich der denunziatorische Schas der Frau Gabi einen feuchten Dreck, auch diese Ärztin aus Gießen schrieb irgendeinen Quatsch bezügl Fischer-StrafrechtsKommentar was mit der Sache an sich ja absolut nix zu tun hat.

      Zumindest wurde auch hier mit der ganzen schrillen Angelegenheit “Weg mit dem §219a” sehr deutlich wie wenig sachliches Wissen, Können und fachliche Kompetenz sogenannte QualitätsjournalistInnen und ihre mit Ihnen auf fast schon perverse Art verkuppelten KampagnenführerInnen u sogenannte verantwortungslose Politikerinnen auf Lager haben.

      Wenn es modern sei, völlig normal als Verhütung und Familienplanungskonzept angesehen wird ein heranwachsendes Kind zu töten, es ohnehin niemals um eine Verantwortung der Frau geht, sondern nur um Selbstbestimmungsrechte der Frau, wie man von den Feministen u Feministinnen ständig um die Ohren gehaut bekommt, dann soll man doch gleich ganz ehrlich sagen, das Leben hat für uns keinen Wert, streichen wir auch gleich im Grundgesetz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und reden somit Tacheles.
      Wenn die Damen u Herren dann mal alle alt u krank werden u zur Last fallen, dann wäre es auch gut, wenn man sich ihrer entsprechend unkompliziert, -was natürlich rein der Form halber aus sittlichen u ethischen Gründen nicht leicht fällt-, entledigen könnte.

      Wie wäre es denn generell mit Straffreiheit bei Tötung? Nur so mal als Gedankenanstoß?

      Schlimm ist, dass die nicht mal wissen was sie tun. Oder tun sie es allen Ernstes bewußt?

  13. Fassen wir mal zusammen, was die sorgfältige Recherche von Frau Mayr ergeben hat

    “Obwohl Tröndle sein Erstes Staatsexamen nur mit „vollbefriedigend“ bestand und damit heute keine Stelle bei Gericht bekommen würde, …” ( im ursprünglichen Artikel ).

    “Die bescheidenen Examensleistungen des Herrn Tröndle (die Doktorprüfung hat er im zweiten Anlauf, das vergisst Fischer zu erwähnen, nur mit ausreichend geschafft – Minderleistung war in der Bonner Republik offenbar kein Karrierehindernis!)” ( Hier im Artikel )

    Das 2. Staatexamen hatte er mit “gut” bestanden. ( Dies hat Frau Mayr aber unterschlagen, obwohl das in Wikipedia nachzulesen ist, was ja “allenfalls erste Orientierung ist” )

    Das sind die Punkte, die man für Vollbefriedigend bzw. gut bekommt:
    “Vollbefriedigend” 10 bis 12 Punkte , “Gut” 13 bis 15 Punkte.

    Und hier sind die Voraussetzungen für die Bewerbung für das Richteramt in Baden-Württemberg:

    ” Sowohl die Erste juristische Prüfung als auch die Zweite juristische Staatsprüfung müssen in der Regel mit mindestens 8,0 Punkten abgeschlossen sein. Zusätzliche Berufserfahrung in einschlägigen Bereichen etwa als Rechtsanwältin, Rechtsanwalt, Juristin oder Jurist in einem Unternehmen ist als ergänzende Qualifikation immer ein Plus!”

    Es gibt zwar noch mehr Anforderungen, die betreffen aber weder Noten, noch Promotion.

    “… mit Hunderten Anzeigen nach §219 a …” ( Hier im Artikel )

    “Schwankte die Zahl der Anzeigen über Jahre hinweg noch zwischen zwei und 14 pro Jahr, so weisen die Polizeilichen Kriminalstatistiken für 2015 schon 27 und für 2016 sogar 35 erfasste Fälle aus. ”
    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/010/1901046.pdf

    “Seit 2010 hat es zwar nur eine weitere Verurteilung gemäß § 219a StGB gegeben, …”.
    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/010/1901046.pdf

    Das wären dann zwischen 2010 und 2016
    72 – 132 Anzeigen und 1(!) Verurteilung
    Daten für die Anzeigen 2017 habe ich nicht gefunden.

  14. Es stellt schon eine gewisse Leistung dar, sich “unsachlich attackiert” zu fühlen und und in den eigenen Texten in die tiefsten Tiefen des persönlichen Angriffs zu tauchen.

  15. Fassen wir mal zusammen, was die sorgfältige Recherche von Frau Mayr so ergeben hat

    “Obwohl Tröndle sein Erstes Staatsexamen nur mit „vollbefriedigend“ bestand
    und damit heute keine Stelle bei Gericht bekommen würde, …” ( im ursprünglichen Artikel ).

    “Die bescheidenen Examensleistungen des Herrn Tröndle (die Doktorprüfung hat er im zweiten Anlauf, das vergisst Fischer zu erwähnen, nur mit ausreichend geschafft – Minderleistung war in der
    Bonner Republik offenbar kein Karrierehindernis!)” ( Hier im Artikel )

    Das 2. Staatsexamen hatte er mit “gut” bestanden. ( Dies hat Frau Mayr aber unterschlagen, obwohl das in Wikipedia nachzulesen ist, was ja “allenfalls erste Orientierung ist” )

    Das sind die Punkte, die man für “Vollbefriedigend” bzw. “gut” bekommt:
    “Vollbefriedigend” 10 bis 12 Punkte , “Gut” 13 bis 15 Punkte

    Und hier sind die Voraussetzungen für die Bewerbung für das Richteramt in Baden-Württemberg:
    ” Sowohl die Erste juristische Prüfung als auch die Zweite juristische Staatsprüfung müssen in der Regel mit mindestens 8,0 Punkten abgeschlossen sein.”

    “… mit Hunderten Anzeigen nach §219 a …” ( Hier im Artikel )

    “Schwankte die Zahl der Anzeigen über Jahre hinweg noch zwischen zwei und 14 pro Jahr, so weisen die Polizeilichen Kriminalstatistiken für 2015 schon 27 und für 2016 sogar 35 erfasste Fälle aus. ”

    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900093.pdf

    “Seit 2010 hat es zwar nur eine weitere Verurteilung gemäß § 219a StGB gegeben, …”.

    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/010/1901046.pdf

    Das wären dann zwischen 2010 und 2016
    72 – 132 Anzeigen und 1 Verurteilung.

    Daten für die Anzeigen 2017 habe ich nicht gefunden, aber es gab eine Verurteilung .

  16. Frau Mayr,

    um einen vernünftigen Austausch zu dem Thema zu ermöglichen habe ich mir nichts mehr gewünscht, als ihre Antwort ernst nehmen zu können.

    Wie können Sie es aber verantworten, ein flammendes Plädoyer für ihre umfangreiche und qualitativ hochwertige Recherchearbeit zu halten und dann entweder den in Rede stehenden Kommentar nicht weiter als Rdn. 1 (bzw. nicht bis zur Rdn. 3) gelesen zu haben?

    Unabhängig davon, dass derartige unseriöse Streitereien den eigentlichen Diskurs zum Thema § 219a verhindern, hat diese Replik nur einen Effekt:
    nicht nur Ihre Veröffentlichung auf meedia.de, sondern auch Ihr Taz Artikel und womöglich sämtliche Ihrer bisherigen journalistischen Veröffentlichungen zur reinen Makulatur zu machen.

    Wie soll ich jemals darauf vertrauen können, dass sie irgendetwas vernünftig recherchiert haben, wenn Sie besagten Fischer Kommentar entweder nur bis zur 2. Rdn. gelesen haben, oder aber vorsätzlich die Erwähnung der zitierten Passage im Fischer unterschlagen und deren angebliches Fehlen zum Vorwurf gemacht haben?

    Insgesamt hoffe ich, dass der größte Teil Ihres Textes einen Versuch der Ironie darstellt. Denn wer die journalistischen Grundsätze aufwirft und erklärt, dass das Spekulationsverbot über allen Dingen steht, nur um dann über die Fortpflanzungsfähigkeit des Gegenüber zu spekulieren macht sich im schlimmsten Fälle lächerlich, im besten Falle beweist er einen schlechten Geschmack.

  17. “… mit Hunderten Anzeigen nach §219 a …” ( Hier im Artikel )

    “Schwankte die Zahl der Anzeigen über Jahre hinweg noch zwischen zwei und 14 pro Jahr, so weisen die Polizeilichen Kriminalstatistiken für 2015 schon 27 und für 2016 sogar 35 erfasste Fälle aus. ”

    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900093.pdf

    “Seit 2010 hat es zwar nur eine weitere Verurteilung gemäß § 219a StGB gegeben, …”.

    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/010/1901046.pdf

    Das wären dann zwischen 2010 und 2016
    72 – 132 Anzeigen und 1 Verurteilung.

  18. Das losgelöste Ausleben des Vermehrungstriebs,
    sozusagen Selbstbefriedigung aneinander,
    ohne Kinderwunsch und herzlicher Vertrautheit,
    besonders ermöglicht durch allerlei, teils wohl
    sehr gesundheitsschädlicher Verhütungsmittel,
    Produkte/Früchte/”Kinder” der Chemieindustrie,
    gekrönt von Trieblustverstärkern, führt wohl
    möglich zu so einem rasenden irrationalen
    Kampf um die absolute Freiheit von Folgen,
    am Liebsten mit einer Auslöschung der Erinnerung,
    welche ja auch nicht nur freiwillig ist,
    bis hin zur Werbung / Kommerzialisierung der
    Tötung von gezeugtem Leben in der Entwicklungs-
    phase zu einem vom Mutterleib unabhängigen Baby,
    als handele sich der ärztliche Eingriff um eine
    lukrative Schönheits-OP von der sich jede Schwangere
    überzeugen lassen sollte, um weiter maximal den
    Vermehrungstrieb/die freie Unfreiheit leben zu können.

    Überall ist Skepsis geboten wo wesentlich Betroffene
    zusammen mit Nutznießern, für (ihre Rechte)
    Gerechtigkeit eintreten.
    Wo sind Nichtbetroffene vorne in ihren Reihen?
    Bemerkenswerter ist es wenn sich Menschen für die
    Rechte/Hilfe anderer einsetzen und am besten indem
    sie statt zu fordern helfen.

    Ich glaube dass die Mutter- und auch Vaterliebe die
    Veredelung der Geschlechterliebe ist/ sein soll und
    somit auch zu einer vertieften ja nahezu notwendig
    religiösen Beziehung der beiden Elternteile zueinander führt/
    führen soll, auch dadurch, dass man sich unwürdig
    und unfähig fühlt und weiß, für die neu gestellte
    Aufgabe. Ein gemeinsames Schicksal/Leben/Pflicht,
    ein Fleisch.

    Kinder sind völlig irritiert, wenn die von denen sie
    abstammen und ganz abhängen, sich nicht lieben,
    und bekommen (mit Recht) ein Misstrauen ob die
    Liebesbeweise dann ihnen gegenüber echt sein können.

    Wie viele Bücher wurden geschrieben mit dem
    Thema “Sex und Gewalt”?

    Triebhaftigkeit ist wie ein Feuer, im Ofen maximal
    hilfreich, an der Wohnzimmereinrichtung maximal
    gefährlich und zerstörerisch.
    Wer bekommt das heute mahnend, liebevoll gesagt?

    Es zeigt, dass die Genussgesellschaft nahe dem Ende
    der Sackgasse angelangt ist, dass hier solche Themen
    überhaupt behandelt werden (müssen?).
    Was für ein Kräfte- und Zeitverschleiß, dazu armseliger
    als in jeder Grundschulklasse.

    Zitat: “Werdet wie die Kinder (ihr furchtbaren Erwachsenen)”

    1. Wenn man klar denkt, muss man auch berücksichtigen, wieviel ungewollte Kinder (heute als Erwachsene) herumlaufen und wieviele Frauen heutzutage das Muttersein (stellvertretend auch für alle anderen potenziellen Mütter) konsequent ablehnen, da sie ihr Recht auf ihren Körper über alles stellen. Nur die Menschenwürde der Frau ist und bleibt unantastbar. So verstehe ich das.
      Zugleich muss man sehen wieviele Kinder nur deshalb auf der Welt sind, weil sich Frauen aus reiner Geld- und Profitgier schwängern ließen u lassen, oft gegen den Willen des Mannes, der immerhin noch klar u vorausschauend denkt und Frauen Kinder nur als Erweiterung ihres narzißtischen Ichs sehen – und als reine Geldquelle. Da ist nichts da von Liebe.

      Geld regiert die Welt. Sonst nichts.

      1. Und Welt / Mutter-Erde als Bild für die Frau/Eva?

        Was regiert Sie, wenn Sie so offen sein wollen?

      2. Mich regiert meine Lebensfreude und meine Dankbarkeit, dass es mich gibt. Als Materie, als Geist. Meine Selbstliebe u Liebe anderer. Menschenliebe, auch Menschenverachtung (bin ja keine herrschende Göttin!) Die Ehrfurcht vor allem Lebendigen, der Natur, der Kulturen, dem Wachstum, Bewußtheit der universellen Interdependenz und Bewußtheit meiner Autonomie.
        Und der Sarkasmus. Der Humor. Das Wissenwollen, das Wissen, das Fragen, das Kommunizieren, das Streiten.

        Ja, die Mutter Erde. Die Frau kann als Mutter Leben spenden und sie hat es in der Hand es am Leben zu lassen oder töten zu lassen. Welche Macht!

      3. Herzlichen Dank Frau Geierwalli.

        Es muss doch eine Verbindung von

        Mutter-Erde-Vermüllung und

        Verhütung und Tötung von Leben
        durch potenzielle Mütter geben.

        Beides wesentlich erst möglich seit der/
        durch die Industrialisierung.

        Bedeutet modern: Leben ist gleich Müll?

        fragt Trakiturnus, auch Vater von
        Pipi Langstrumpf genannt

  19. “Vor allem aber müsste ein medial halbwegs bewanderter Fischer wissen, dass die meisten Journalisten nicht (nur) zu den Themen arbeiten, die sie mal studiert haben.”

    Frau Mayr, Sie beleidigen meine Intelligenz und Expertise. Ich habe mein Journalistinnenleben lang idealerweise zu den Themen gearbeitet, die ich mal studiert habe und von denen ich was verstehe.

    Mit dieser Aussage demonstrieren Sie, woran es Ihrer gesamten Replik mangelt. Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass an den Qualitätsjournalismus unbedingt andere Maßstäbe gelegt werden sollten.

    1. Frage von juristischen Laien an Experten:

      Worin bestünde eigentlich der exakte Unterschied zwischen einer Tötungsdienstleistung durch einen Arzt(Abtreibung) und einer staatlichen Tötungsmaschinerie?
      In der Interessensabwägung? In der spezifischen Ethik? Welche? Wenn die Schwangere frei entscheiden kann u darf, ob sie das Kind austrägt oder nicht, dann ist das doch wirklich ihre mündige Sache u eben keine Entmündigung. Wo ist das Problem?

      Sind ungeborene Kinder Müll u deshalb leicht entsorgbar?

  20. “Eine Alternative, die das Recht der Frau, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, als das “eine Extrem” insinuiert, steht durchaus in Tröndle-Tradition.”

    Das Schöne in diesem schönen Mayr-Satz ist das “durchaus”. Damit lässt sich in einem Wisch die Holzkeule mit der Wasserstoffbombe und der Einkaufzettel mit “Zettels Traum” verbinden. Und Mayrs Replik durchaus mit kosmetischen Reparaturarbeiten nach Totalschaden.

  21. “Die bescheidenen Examensleistungen des Herrn Tröndle … habe ich selbstverständlich bei der Uni Göttingen erfragt”

    Eine zweifache Lüge:

    Erstens waren die Leistungen Tröndles alles andere als bescheiden, sondern wurden mit Prädikat absolviert.

    Zweitens wurden 1947 (wie auch heute) Staatsexamina nicht an der Uni abgelegt, sondern beim Justizprüfungsamt. Und das saß damals beim Oberlandesgericht Celle. Das Uniarchiv kann deshalb gar keine Staatsexamensnoten haben (und hätte sie wohl auch schon längst vernichtet).

    Ertappt, Frau Mayr …

    1. Wenn’s denn so wichtig ist: Warum fragen Sie nicht selbst die Uni, ob Tröndles Noten dort vorliegen? Und ob sich noch jemand danach erkundigt hat?

      1. Wieso sollte ich bei der Uni anfragen? Die archivieren keine Staatsexamensnoten. Denn deswegen heißt es ja Staats-Examen: Weil die Prüfung vom Staat und nicht von der Uni abgenommen wird.

    2. Auch aus Datenschutzgründen würde eine Uni NIE Noten früherer Absolventen mitteilen. Abgesehen davon kennen die Unis diese Examens-Noten gar nicht.

  22. Du meine Güte… An alle Kommentatoren dieses Beitrags: Man kann alle diese Wortejakulationen hier ja gar nicht zu Ende lesen, ohne dass einem schlecht wird… Haben Sie eigentlich sonst nichts zu tun?

    1. Liebes Fräulein Resi!

      Haben sie eigentlich sonst nichts zu tun als lediglich ihr Hühnerpfifferl abzusondern, weil Sie nicht verstehen worum es EIGENTLICH IN DER SACHE geht?

      Viele Grüße
      Tante Mitzi

    2. Beim Wort “Ejakulationen” haben Sie doch auch ein paar Tränen verdrücken müssen, weil es ganz stark an was erinnert. Hab ich doch sowas von recht, ich weiß.
      Tja, auch Sie gibt es nur deshalb – weil einer ejakuliert hat, warum auch immer… . Und hätte man Sie damals abgetrieben oder gleich ordentlich verhütet, Ihnen sogleich präventiv den Lebenssaft abgedreht, würden Sie heute nicht mal lamentieren können. Wär schon ein bisserl schad, oder nicht?

  23. Ist schon Sommerloch – oder warum schweifen Autorin, Autor und Kommentare so weit aus? Da lese ich lieber news über das Ungeheuer von Loch Ness.

      1. In der zivilisierten Industriegesellschaft
        ist der gefährlichste Ort für (werdendes?)
        menschliches Leben, der Mutterleib. —
        Trotz oder wegen modernster Verhütungs-
        mittel, finanzieller Grundversorgung…?—
        Und das wird angepriesen als Vorbild-Kultur,
        für alle unzivilisierten d.h. wohl
        unindustriealisierten Kulturen.

        Wie war das noch mit den Schwarzen Witwen?

        Ich komme noch zu der Auffassung, das Kriege
        wesentlich den Zweck haben, die bodenlose
        Erwartungsspirale des Menschen zu reseten auf:

        “Ich lebe, welch ein Glück, ich habe keine
        Schmerzen auch keine wegen Hunger oder
        Kälte, welch ein Glück. Zufriedenheit ist mein
        Reichtum.”
        von Trakiturnus

        Zitat: “Lasset Euch gegnügen mit Nahrung und
        Kleidung… “

      2. Zurück zur Natur u weniger Kultur?

        Der Mensch braucht nicht so viel um zu überleben.

  24. Die “internationale Beschlusslage” bezieht sich vermutlich auf Veranstaltungen wie die International Conference on Population and Development:

    https://en.wikipedia.org/wiki/International_Conference_on_Population_and_Development

    Derlei Veranstaltungen sind leider bei strittigen gesellschaftlichen Themen leider immer wieder Katalysatoren: Unter dem Dach einer respektablen Institution (UN) wird versucht, Leitlinien der Politik zu bestimmen, wobei anders als z.B. bei den Weltklimakonferenzen kein völkerrechtlich verbindliches Vertragswerk herauskommt, das dann von den Unterzeichnerstaaten ratifiziert wird. Es ist gerade so, als ob man dem Beschluss einer externen Beratergruppe in einem Ministerium normative Wirkung zubilligt und erwartet, dass sich das Parlament daran zu halten habe.

    Wie auch immer, es ist bestürzend, wie heutzutage schon die Keule geschwungen wird, wenn jemand grundsätzlich Abtreibung gesetzlich ermöglichen will, aber dabei nur um ein wenig Vorsicht und Zurückhaltung bittet.

  25. Frau Mayr schreibt unter der Zwischenüberschrift „Spekulationsverbot“: „Nicht weniger wichtig als die Königsdi[s]ziplin Recherche ist der eherne Grundsatz: Du sollst nicht spekulieren! Spekuliert wird an der Börse. Und falls du als Journalistin doch mal spekulieren musst, weil die Faktenlage allzu dünn ist, aber Zusammenhänge doch ins Blickfeld gerückt werden sollen, dann muss die Spekulation kenntlich gemacht werden. Alles andere ist eine Beleidigung des lesenden und hörenden Publikums.“

    Weiter unten ist dann im Zitat „Außerdem differenziert der Gesetzgeber sehr wohl zwischen Werbung und sachlicher Information.“ ein Link auf einen Artikel des Fachanwaltes für Strafrecht Oliver Kremer vom 27. November 2017 (https://medium.com/strafverteidiger/werbung-information-und-ein-seltsames-zitat-92a1adb43dab)

    In diesem Artikel setzt sich Kremer mit dem Urteil des Amtsgerichts Gießen auseinander und schreibt: „Wahrscheinlich ist der Kommentar des früheren Bundesrichters Thomas Fischer die Ursache für einen Irrtum der Richterin, der jeden Schreibtisch eines mit dem Strafrecht befassten Juristen ziert.“

    Das Wort „wahrscheinlich“ des Autors Kremer, drückt eine Spekulation aus! Nun frage ich mich, ob das Spekulationsverbot, über das Frau Mayr Herrn Fischer deutlich belehrt, nicht auch Links auf Quellen einschließt, die nur spekulieren.

    Kremer geht sogar noch einen Schritt weiter. Er zitiert nicht das Urteil, sondern aus einem Zeit-Artikel. „Die Begründung des Urteils (soweit bekannt geworden) verursacht juristisches Kopfkratzen… Die Begründung der Richterin wird mit folgenden Worten zitiert (hier von Zeit Online): ‚Der Gesetzgeber möchte nicht, dass über den Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache”, begründete die Vorsitzende Richterin das Urteil.‘“ Aus diesem Zitat entwickelt er dann seine Spekulation auf den Fischer-Strafrechtskommentar.

    Ich schließe aus der Verlinkung (und nun spekuliere ich – und ich darf es, weil ich weder Kolumnist noch Journalist bin, aber mit dem Link auf einen nicht kenntlich gemachten spekulativen Artikel verwiesen worden bin, der mich wegen des fehlenden Hinweises auf eine Spekulation als Lesenden beleidigt), dass dieser Artikel Frau Mayr sehr wichtig ist und dass er „wahrscheinlich“ der Auslöser für ihre Medienbeiträge bei DLF und Taz war. Wenn dem so ist, dann verstoßen diese Beiträge von Frau Mayr gegen den „eherne[n] Grundsatz: Du sollst nicht spekulieren“.

    Übrigens: In dem Artikel in der Taz vom 05.05.2018 spekuliert Mayr selbst. Sie schreibt: „Beide Gerichte [gemeint sind Amtsgericht Wuppertal und Landgericht Bayreuth – Anm. von mir] haben die Formulierung ganz offensichtlich aus dem Strafrechtskommentar „Tröndle/Fischer“ übernommen.“

    Aus dem Wort „offensichtlich“ lässt sich schließen, dass Mayr – ebenso wie Kremer im Fall Gießen – anscheinend die Originalurteile des Amtsgerichts und Landgerichts nicht gelesen hat. Denn das Wort „offensichtlich“ wäre nicht notwendig, wenn Frau Mayr tatsächlich weiß, dass die Urteile Tröndle/Fischer zitieren. Wenn sie aber spekuliert, dann fehlt der Hinweis darauf, womit sie viele Lesende dann beleidigt hat.

    Die These Mayrs (und auch Kremers) die 219a-StGB-Urteile basieren auf Tröndle/Fischer sind nur dann haltbar, wenn diese diesen Kommentar auch tatsächlich zitieren oder darauf ausdrücklich Bezug genommen haben. Es bleibt die Frage: Was steht denn nun drin in diesen Urteilen? Das hat uns bisher keiner gesagt.

    Ich hoffe nicht, dass wir es hier mit einer journalistischen Fata Morgana zu tun haben.

    So, bei den vielen Spekulationen bekomme ich plötzlich Appetit auf Spekulatius… (Da ich keinen Redakteur habe, darf ich Wortspiele und Alliterationen, manche sagen auch Stabreime, in meinem Text verwenden.)

    1. Tolle Analyse!

      Danke, dass Sie sich die Zeit dafür genommen haben! Ist ja nicht selbstverständlich, dass Menschen, und nicht nur bezahlte Schreiberlinge Lebenszeit ins Kommentareschreiben investieren.

  26. Oh Jesses. Selten habe ich einen derart fürchterlichen Text gelesen wie den von Frau Mayr. Allein die ersten drei Absätze sind nur zusammenhanglose Beleidigungen, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Der Rest wirres und fehlerhaftes Geschwafel, wie man der Gegenrede von Herrn Fischer wunderbar entnehmen kann. Mir unbegreiflich, wie sich jemand so schnell und vollständig selbst demontieren kann.

    (Und vielleicht übersehe ich da was, aber bei ‚geschmäht‘ braucht es kein sic!, das ist so völlig korrekt)

    1. Was kann man von einer journalistischen Aktivistin und politischen feministischen Kämpferin anderes erwarten als solches?

      Die komplette Selbstdemontage von Frau Mayr ist nur die logische Folge ihrer eigenen zutiefst unethischen und menschenverachtenden Haltung.

  27. Wenn Fr. Mayr schreibt,

    “Zuletzt noch ein Tipp der erfahrenen Journalistin (w) an den erfahrenen Juristen (m), der gerne schreibt: Wenn Sie bei Ihrem nächsten Text wieder sexistische Anwandlungen verspüren, machen Sie einen kleinen Test, bevor sie die süffigen Worte in die Tasten hauen. Fragen Sie sich, ob Sie dieses Adjektiv und diese Entwertung genau so oder jene Beschreibung analog für einen Mann verwenden würden. Wenn Sie also von Push-up-Brüsten bei Moderatorinnen fantasieren, fragen Sie sich, ob Sie bei einem Moderator von Penis betonendem (oder kaschierendem) Beinkleid schreiben würden. Falls nicht – lassen Sie Ihre Anwandlung einfach stecken.”,

    sich aber selbst aus Verzückung über ihre eigene Formulierung

    “Meine Alliteration vom “fülligen Fischer” hat eine Redakteurin gleich kassiert. Mir hatte das doppelte F gefallen. Aber als erfahrene Journalistin weiß ich, wo ich kämpfen muss (Präzision) und wo ich es lasse (stilistischer Schnickschnack, auch wenn das Herz dran hängt).”

    vermutlich fast in die Hose pullert, scheint sie offensichtlich von ihren eigenen Ratschlägen recht wenig zu halten. Jupiter, Ochse und so…

  28. “Ob sein Sexismus etwas mit Herrn Fischers womöglich nicht vorhandener Potenz zu tun haben könnte, hat die Kollegin Burmester jüngst medial behandelt – das soll genügen.”

    Wow. Die “Replik” einer so “erfahrenen Journalistin” mit derart diffamierenden Worten beginnen und gleichzeitig von “Qualitätsjournalismus” schwadronieren? Selbstreflexion scheint nicht Ihre Sache zu sein. Oder vielleicht ist mir auch noch nicht ganz klar geworden, dass sich die Qualität im Journalismus vor allem durch unsachliche Beleidigungen auszeichnet.

    “Du musst sorgfältig recherchieren!” – Das Sie die sorgfältige Recherche als wichtige Voraussetzung für einen qualitativ hochwertigen Journalismus erkannt haben, lässt den Leser Ihrer Texte vorerst durchatmen. Jetzt müssten Sie diese Erkenntnis nur noch umsetzen.

    Da die Auseinandersetzung mit strafrechtlichen Normen momentan scheinbar liebster Gegenstand ihrer journalistischen Arbeit zu sein scheint, empfehle ich fürs erste – zurück zu den Wurzeln quasi – den Besuch einer Jura-Vorlesung im Strafrecht AT (1. Semester), da ihr Grundstudium mit den erworbenen Jura-Scheinen offensichtlich schon eine Weile zurückliegt und Ihnen die “Funktion juristischer Kommentare” nicht mehr allzu präsent zu sein scheint. Aber das ist nicht schlimm, keine Sorge: Lernen ist Wiedererkennen. Wenn man sich gewisse Inhalte wiederholt zu Gemüte führt, gehen sie irgendwann auch in das Langzeitgedächtnis über.

  29. Abtreibung, Ess-Brechsucht…Symptom einer Welt-“Krankheit”

    Essen um des Essens willen,
    Trinken um des Trinkens willen,
    Geldgier um der Geldgier willen,
    Vermehrungstriebgier um der Gier/Lust willen.

    Der physische Kampfplatz der Triebgier und
    vor allem ihrer Langzeit-Folgen ist wesentlich
    der Körper der Frau,
    bei der Befriedigung, wie auch bei der Verhütung
    durch Chemie. Das macht den Mann nicht besser.

    Insoweit mein Verständnis für sog. Feministinnen !

    Früher sagte man etwa, dass die Frau als schwächeres
    Geschlecht, den Schutz und verantwortlichen, rücksichtsvollen,
    liebevollen Umgang des Mannes bedarf. So ist es.
    Soll diese Verantwortung nun auch noch dem Mann
    abgenommen und an Vater-Staat/ein Institut,
    abgegeben werden? Geht das überhaupt?
    Statt Elternliebe Staatsliebe u.s.w.?

    Die Bulimie oder Bulimia nervosa, Ess-Brechsucht … ist eine unter anderem durch übermäßigen Appetit gekennzeichnete Erkrankung und gehört zusammen mit der Magersucht, der Binge-Eating-Störung und der Esssucht zu den Essstörungen.
    „Bulimie“ stammt über neulateinisch bulimia[2] von altgriechisch βουλιμία, boulimía, Heißhunger, wörtlich Ochsenhunger oder Stierhunger, aus βοῦς, „Ochse, Stier, Kuh, Rind“ und λιμός, „Hunger“ und bezeichnet allein streng gesehen lediglich das Symptom des Heißhungers und wird dann auch als Hyperorexie (aus altgriech. ὕπέρ-hypér, „über-“ und ὄρεξις órexis, „Appetit“) bezeichnet

    Zitat: Galater 5
    16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, dass ihr nicht tut, was ihr wollt.…

      1. Bei Frauen steht ja mehr die Schlemmerei
        im Wiederstreit mit dem Aktraktiv-Sein -Wollen/Müssen,
        als beim Mann. Also auch hier wieder die Schwäche,
        die dann wohl dazu führt, dass Frauen weit eher
        erbrechen wollen/Anlass dazu haben als Männer.

        Aber von Ihnen hätte ich eher die Hinzufügung

        “Das Töten um des Tötens willen.”

        erwartet.

      2. Zwanghaftes (Über)-Essen u es dann doch wieder loswerden wollen, weil es sich sehr schlecht anfühlt, hat dann doch mehr damit zu tun sich quasi wie vergiftet zu fühlen, dass es sich um etwas handelt, das einem nicht gut tut. Das man nicht will!
        Sich was reinstopfen, das man nicht will, und es wieder rauskotzen, weil man es nicht will. Das ist der Zwang, weil es (unbewußt)von wo kommt? Wieviel Wut steckt da dahinter u welche?

        Frauen lassen sich einfach so willenlos schwängern u wollen es wieder los werden, weil sie ja kein Kind wollten. Das hieße Frauen machen oftmals den Sex mit, um des lieben Friedens Willen, damit sie dann ihre Ruhe haben u nehmen in Kauf schwanger zu werden. Abtreiben kann man ja eh immer u wenns dann überhaupt straffrei wäre, wäre es das beste…aha, so denkte jemand?

        Töten um des Tötens willen. Ist Töten eines anderen denn ein Trieb? Gar ein natürlicher Urtrieb, den es gilt zu zivilisieren?
        Wie ist denn der Gegensatz zwischen Schwangerschaftsunterbrechung und Lustmord, grausame Vergewaltigung und Mord?

        Mayr meint, es ging um die Vermehrung der arischen Rasse, oder so ähnlich, das stecke dahinter, hinter diesem §. Man könnte, wenn man woanders steht, also nicht Nazifixiert, nicht anders verblendet, meinen, es solle doch eher darum gehen die Erde zu retten u deshalb bereit sein sich selbst auszulöschen, und sei es auch nur, um die anderen überleben zu lassen, nach dem Motto, liebe stets den andern, hasse dich bei Bedarf selbst u sei deshalb bereit u willens dich zu opfern. Hat auch was…

      3. Personen in der ästhetischen Wollens-Weltsicht,

        stehen nicht nur mit anderen, ihres Glaubens-Wollens
        in Konkurrenz,
        sondern auch mit sich selbst.

        Das nennt man dann Teufelskreis:

        Ein Beispiel:
        Ich will maximal auf den Gaumen “geküsst” werden
        und Maximal auf die Lippen.
        Hier verschleißt die betreffende Person ihre Seelenkräfte,
        und bohrt sich immer tiefer in die Gewohnheitssucht,
        wird immer weniger/schlaffer. (Grund der endlosen
        Diäten in Frauenmagazinen)

        Darum ist es existenziell, schnell die nächste Stufe
        zu nehmen, die ethische bis hin zur religiösen.
        Ethisch gibt es keine Konkurrenz und auch keinen innerhalb
        der Ethik, mit sich selbst, allerdings ein überwinden der
        ästhetischen Kräfte (mit Herrschaftsanspruch).

        Sehr gut beschrieben von einem 30jährigen, vor ca. 200
        Jahren, Sören Kierkegaard, in Entweder-Oder. (die ersten 300
        Seiten hatte ich überblättert, wegen mangelnder Bildung
        meinerseits)

      4. Im Endeffekt ist es doch völlig egal ob die Menschheit früher oder später ausstirbt oder der Planet zugrunde geht, der Mensch sich selbst auslöscht. Dem Universum ist das ohnehin wurscht. Mir auch.

        Also was macht man solch ein Theater um einen §. Alles ist vergänglich, alles hat ein Ende. Das ist super.

  30. Interessanter Artikel. Frau Mayr steht für mich symbolisch für die Glaubwürdigkeitskrise des “Qualitätsjournalismus”, diesem auserlesen Kreis besonderer Informierer.
    Zu erwarten wäre eine inhaltliche Diskussion zum Thema 219a StGB. Ganz unabhängig davon, ob man sich mit Herrn Fischers Stil anfreunden kann oder nicht, seine Texte enthalten stets sachliche Information und klare Argumente. Das besondere bei Herrn Fischers Texte ist gerade, dass er als Jurist die Fähigkeit besitzt, an ein Thema, soweit es als Mensch möglich ist, ergebnisoffen heranzugehen. Auch bei diesem Thema merkt man, dass es eines von vielen ist, dass er einer unsachlichen Debatte ausgesetzt sieht. 219a StGB hat keine gesteigerte Bedeutung.

    Kommen wir nun zu Frau Mayr. Ihre Position zum Thema 219a StGb ist schon beim ersten Blick auf das Titelbild im Taz Beitrag zu sehen. 219a StGB ist ein Unterdrückungsmittel, das sich gegen Frauen richtet. Ihr gesamter Text verliert mit jedem weiteren Satz an Glaubwürdigkeit. Neben das eig. zu behandelnde Thema gesellen sich #metoo und 218 StgB. Es wird völlig klar, Frau Mayr hat ein klares Verständnis von der Welt und deren Auswirkungen auf Frauen.

    Es tut mir leid, aber wenn für einen Autor das Narrativ schon vor der Recherche feststeht, verliert der gesamte Text automatisch an Objektivität. Recherchekünste und Verweise auf faktenbasiertes Ermitteln sind dann keine verlässlichen Größen mehr. Denn der Leser gewinnt den Eindruck, als fände eine zugeschnittene Sichtung aller Fakten statt. Die Realität wird auf ein gewünschtes Ergebnis zugeschnitten.

    Des Weiteren fördert dieser und der Text in der Taz kaum inhaltlich brauchbares zu Tage. Er krankt an einer Argumentationskultur, die man wohl mittlerweile als Goldstandard bezeichnen darf. Man stellt einfach die Gegenposition als schreckliches Monster dar. Damit gewinnt man zwar oft die Diskussion, wie man in vielen politischen Talkshows sehen kann, aber ein fruchtbarer Diskurs entsteht so nicht. Frau Mayr gräbt völlig unwichtige Fakten heraus, schneidet diese zu Recht und erzeugt so das Bild einer nazigetränkten, ignoranten, dümmlichen Mindermeinung. Der Diskurs wird von vorneherein abgeschnitten, in dem man den Gegner auf Teufel komm raus diskreditiert.

    Ironischerweise greift die Autorin die Gegenansicht immer wieder mit Argumenten an, welche sie in ein wesentliches schlechteres Licht rücken.
    Die Plausibilität der Gegenansicht wird in Frage gestellt, da Herr Tröndle, dessen Existenz beim jetzigen Diskurs eig. keine Rolle spielt, nicht die Noten erbracht hat, die Frau Mayr für einen Experten fordert.
    Für Frau Mayr greift diese Argumentation natürlich nicht. Daher ist es irrelevant, dass sie VWLerin ist. Denn man darf nicht vergessen. Sie ist ja auch Journalistin.

    1. Immerhin war Herr Tröndle auch ein Mensch, wurde folglich mal gezeugt. Und nicht abgetrieben. Und war somit in der Welt.

      So viel dürfte auch der Frau Gabi Mayer klar sein, weshalb sie ja ohne seine Existenz nichts über seine Noten schwafeln hätte können, dh sie wirft im Grunde indirekt Herrn Tröndel seine Existenz vor, was nicht überraschend ist. Und ob Frau Gabi Mayer VWlerin, Frau Doktor und Journalistin ist, das spielt eben überhaupt keine Rolle, weil es um das nicht geht, auch wenn sie es behauptet. Es geht nur darum das in der Weltsein von ihr unliebsamen Personen (ob verstorben oder lebend) aufzuzeigen. Ist halt so.

  31. Eines sollte nicht übersehen werden
    bei dem großen Thema Abtreibung/Kindsmord:

    Die Elternwelt ist voller, nennen wir es Spätabtreibung:
    Baby in die Babykrippe geben.
    Zu der DDR-Zeit noch höchst verpönt in der BRD.
    Kind vor das TV setzen.
    Kind mit dem Smartphone verloben.
    Kind für alles, egal was, begeistern(lassen),
    Hauptsache begeistert, so dass es die Eltern nicht nervt,
    oder in ein Schwarzes Loch der Antriebslosigkeit fällt.

    Es brauchte von mir wohl 3 Versteh-Anläufe, bis ich
    folgenden Kutscher-Spruch wertschätzen konnte:

    “Mir ist egal von wem ich abstamme,
    so lange ich Kutsche fahren kann.”

    Was zuerst wirr, hart und verachtend klingt
    ist doch nur zu oft die Realität.
    Eltern werden viel zu leicht und lange von
    den Kindern überschätzt.
    Denn:
    Eltern kann fast jeder werden. Und sehr viele
    Eltern spielen den eigenen Kindern nur die
    guten besorgten Mütter und Väter vor.

    Da ist dann eine möglichst baldige Emanzipation
    von den Eltern, eine hilfreiche Befreiung,
    fällt man nicht gleich vom Regen in die Traufe.

    Schon zum Pferdekutsche fahren,
    und das besonders in dem heutigen Motorkutschenschwarm,
    braucht es mehr Geist,
    als zum Vater oder Mutter werden.
    Wobei genau hingesehen, die Großmütter erst Mütter ihrer
    Enkel sind, da sie die Lehrzeit durch alle Entwicklungsphasen
    hindurch absolviert haben. Die Physischen Eltern sind Starter,
    aber noch keine Mütter, in dem Sinne einer Fachkraft
    mit Erfahrung und somit Kompetenz. Wenn dann noch Herz/
    Elternliebe fehlt… . Das zeigt dass die Aufgabe
    erst richtig beginnt für die “Mütter”, wenn ihre Kinder aus dem
    Haus sind, in Bezug auf ihre Enkelkinder.
    Diese über Jahrtausende gelebte Dreigenerationenfamilie, ist
    heute in der Konsumgesellschaft nahezu gänzlich aus dem
    Blickfeld gekommen, sonst würde man wohl mal nach den
    Eltern fragen, ob die nicht das noch ungeborene Kind ihres
    Sohnes oder ihrer Tochter haben wollen-sollen.
    Warum nicht? Nicht alles ist falsch was sich Sippenhaft nennt.
    Müssen heute nicht umgekehrt wieder die Kinder und
    Kindeskinder die Bankschulden der (Groß-) Eltern abtragen?
    Wenn die Großeltern z.B. das von der Schwiegertochter
    oder Onenight-Geliebten ihres Sohnes, ungewollte Ungeborene
    als ihr Kind annehmen müssten, dann… . Und dann hätte
    das ungewollte Kind sogar 4 Fachkraft-Eltern, statt 2 Eltern-
    Lehrlinge. Jedenfalls würden die Eltern wieder verstärkt
    darauf achten, welchen Umgang und ERziehung ihre Kinder
    haben und wen sie heiraten.
    Und wer will abstreiten dass das nicht hilfreich sein kann,
    wo doch heute Verliebtheit oder Habsucht über Vernunft steht,
    zum großen finanziellen Erfolg der Kaufleute, die träumende
    Kunden lieben.
    Das Verliebtsein geht nicht danach, mit wem man den Alltag
    bestehen kann und wer ein guter Vater, eine gute Mutter für
    die gemeinsamen Kinder sein könnte.
    Die Großeltern könnten-sollten die Aufgabe noch bekräftigen,
    die die Scham einnimmt, die die natürliche Aufgabe hat, dass
    besonders Frau, aber auch Mann, sich nicht mit der Erstbesten
    einlässt, und noch einen Zeitgewinn für die Besinnung hat.
    (Das mit der Scham, las ich wohl mal in einem Buch der
    Schriftstellertochter von Martin Walser, und leuchtete mir ein)

    “Unter denen die mehr Freiheit fordern machen die wenigsten von
    der Freiheit gebrauch, die sie haben. —-
    Die Gedanken sind eben immer zumindest gesetzlich frei, dafür
    aber oft anders gefangen. von Trakiturnus

    (und wer macht schon drei Verstehensanläufe bei einem
    auf den ersten Schein kruden Kutscherspruch?)

    1. Man kann jedes Kind lieben wie sein eigenes, das muss kein Enkelkind sein, muss überhaupt nichts mit Verwandtschaft zu tun haben.

      Mit der erstbesten u dem erstbesten lässt sich niemand ein, der viel Wert auf kluge Entscheidungen legt, die wohlüberlegt sein müssen.

      1. Zustimmung.
        Aber wer lebt das heute noch?

        Das was wir Natur nennen hat dem Menschen da einige Hilfen
        mitgegeben, wie (Groß-)Mutterliebe und Schamgefühl.
        Welch ein Wort Großmutter. Das kann doch nur meinen:
        “die große Mutter” im Sinne von
        “die übergeordnete reife, erfahrene, weise Mutter”

        Und was wird mehr bekämpft als die Dreigenerationsfamilie
        und das Schamgefühl, sozusagen von dem Zeitgeist.

        Sind die natürlichen Hilfen erst zerstört, ist es ein weiterer
        Weg zur Nächstenliebe und Selbstbeherrschung, Vernunft.

        Wo ist Herr Fischer? Vortrag auf Einladung des Idw, am 4.6.
        ausgefallen und auf seinen blog fischer-stgb.de geht es
        nur mit Passwort.
        Ob er mit Herrn Norbert Blüm eine gemeinsame
        Kur absolviert?

      2. Die Zerstörung der Familie, Kernfamilie, Großfamilie als Keimzelle jeden Staates wird bewußt und absichtlich massenweise und mittels verschiedenster Tollheiten betrieben.
        Der wichtige Schutz, das Urvertrauen, das nur mittels Bindung an die ersten verlässlichen Personen im Umfeld aufgebaut werden kann, wird bewußt zersetzt, damit der Mensch eine beliebig manipulierbare fremdgefühlsgesteuerte Marionette wird, die man überall einsetzen kann; wo dann Verbindlichkeiten u Vertrauen null Rolle spielen und nur mehr leere Worte und politische Phrasen gedroschen werden. Das heißt konkret, das menschliche Leben hat faktisch keinen Wert mehr. Also hat auch ein Zusammenhalt innerhalb eines Gefüges keinen Wert mehr. Wollen wir tatsächlich keinen natürlichen Zusammenhalt mehr, stattdessen nur möglichst viel finanziellen Nutzen aus allem ziehen, weil wir uns gar nicht mehr als natürlichen Menschen empfinden, sondern nur als künstliche Maschine?
        Scham ist natürlich, denn sie wirkt einem Größenwahn entgegen u zu hohen Erwartungen. Jeder will guten Eindruck hinterlassen u tut vieles nur, um vor der Welt gut dazustehen u damit alle den Held, die Heldin bewundern. Und immer weiter muss allen vorgespielt werden wie perfekt man ist u welch angeblich großes verlogenes Herz man hat, welche großartige verlogene Retterin u wichtige verlogene Ansagerin man denn sei, aber im Grunde ist man nur ein kleines armes Würschtel. Das wäre wichtig endlich einzusehen, wenn man sozial ist. Und dennoch, wie in Trunkenheit entblößen sich die Menschen weiter, unreflektiertest, nicht nur sexuell, auch sozial, es fehlt die natürliche Scham(angst). Und ein natürliches Ehrgefühl.

        Wer glaubt er könnte so wie eine xbeliebige Frau Müller oder Mayer andere in aller Öffentlichkeit blamieren, hat alle Regeln eines natürlichen Anstands verletzt und wer andere in Fallen lockt, hat dreimal verloren. Foul spielen hat nichts mit gesunder Härte zu tun und schamlose Korruption in Politik u Wirtschaft u versch Organisationen ist nicht worauf jemand stolz sein könnte, beschimpft u diffamiert werden allerdings stets jene, die Skandale aufdecken wollen, und somit geht es nicht mehr darum, dass sich jene genieren u schämen sollten, die Unrecht tun, es geht darum den wichtigen psychologischen Wert Scham zu eliminieren um weiter die skrupellose Führerschaft innezuhaben.

  32. Na, da sagen Sie aber etwas. —–

    Der Sinn/ Wert des Schamgefühls ist beschrieben in einer der Kurzgeschichten
    von Alissa Walser “Das geschundene Tier”, wenn ich mich nicht schwer täusche.

    Stellen Sie sich ein deutsches Lehrer-Lebensabschnitts-
    Hetro-Kinderlos-Grauhaar-Paar vor,
    in einem öffentlichen Bus, auf einer Erlebnisreise durch Chile.
    Völlig unerwartet steigt da plötzlich ein etwa 16jähriges kleines Mädchen ein,
    mit einem Baby auf ihrem Arm, und ist nur am strahlen, wie die schönste Abendsonne.
    Schauen sich beide an und fallen einander in`s Wort: “Nein so was, sooo jung,
    dann freut die sich auch noch, statt sich zu schämen, dass sie nicht wenigstens
    abgetrieben hat.”

    Hat hier noch kein Polit-Kabarettist mit gelesen und bei Ihrem Text gleich einen
    fetten Braten gerochen, den er richtig zu Geld machen kann, so viel, dass er einen
    ganzen LKW voll Brötchen kaufen kann und die dann einem Flüchtlingslager in
    der Türkei schickte, die wohl heute eher Mangel als Überfluss haben werden.

    Sein Text:

    “Ja liebe Geierwalli,
    dafür hat ja auch nun ein Herr Söder das Kreuz für obligatorisch erklärt,
    um diese Wunde der Identitätskrise nun endlich ein für alle mal zu schließen.
    Seine Bayern-Freunde sollen es zuerst wissen wofür sie denn nun eigentlich
    auf der Welt sind, sprich leben und folglich auch sterben -sollen- ,
    für das Kreuz, nicht für den Halbmond, ja genauer für den,
    dem sie es zu verdanken haben, Kaiser Markus Söder der Große,
    Erste und Letzte. —-
    Danke für Ihren Applaus.”

    Den Satz passend zu Jesus und eines jeden Embryos, noch hinzufügend:

    “Bei mir dürft Ihr Euch so geben wie ihr seid,
    auch wenn ich es nicht überleben sollte.”

    kehrt er um in :

    “Bei mir werdet Ihr eins sein mit mir und dem Kreuz,
    somit endlich von Eurer Identitätskrise erlöst,
    auch wenn Ihr es nicht überleben solltet. Liebe Freunde
    und Volksgenossen, fühlt Euch gedrückt.
    Allzeit Euer Euch ergebener Diener und Kaiser.
    Zähe wie Hightec-Kunststoff, schnell wie eine Digitalbotschaft
    und schließlich hart wie Kruppstahl. Ein Volk wie ein Mann,
    sein Kaiser.”

  33. Es wird einem nicht leicht gemacht, zu erkennen oder gut vermittelt zu bekommen, wie schön u völlig natürlich es ist Nachwuchs sich entwickeln zu erleben, also das Leben in sich und mit Zutun von einem selbst als ureigene Schaffenskraft wahrzunehmen, sich mit ihnen und dem eigenen Vermögen von ganz klein auf, also bereits im warmen beschützenden Mutternest vor der Geburt zu beschäftigen. Wie sich diese Urgewalt des gemeinsamen Wachsens, des gemeinsamen Erschaffens, des gemeinsamen Überlebens anfühlt, die Symbiose zwischen Mutter und Kind ganz bewußt zu begreifen, ein wirklich allumfassendes Erlebnis des sinnstiftenden und identitätsstiftenden Menschseins. Weil der Mensch Gefühle hat, Wahrnehmungen hat, die er verbal, zumindest mittels Lauten ausdrücken kann, kann er sich mitteilen. Babys drücken sich weltweit gleich aus, sie haben alle die gleiche Sprache. Mutterinstinkt reagiert weltweit gleich. Eins (!) ist die Mutter mit dem Kind, mit sonst niemandem, und diese Symbiose bleibt bis zum Ende bestehen, auch wenn die Kinder irgendwann flügge werden und ihre eigenen Wege gehen, die Bindung als Urvertrauen bleibt, sie muss bleiben, das ist ein sog Generationenvertrag, auch im Hinblick auf Großmutter, Urgroßmutter. Ausser es wird zerstört, und zwar von der Mutter selbst, indem sie das Kind entlässt, verlässt, loslässt, das Vertrauen zerstört, u ihren Schutz versagt oder das Kind der Mutter mit Gewalt entrissen u weggelockt wird. Die berühmte Familienzerstörung, die uns noch viele soziale Problem bereiten wird und die bewußt aus reiner Profitgier betrieben wird. Und deshalb meine ich, eine beschützende, liebende Mutter lässt ihre Brut niemals im Stich, niemals, eher geht sie selbst mit zugrunde. Ich halte sowas psychisch für völlig normal.

    Zeugung hat nicht mit Einssein von Mann u Frau im allumfassenden Sinne zu tun, Sex auch nicht, und ganz nüchtern gesehn: Zeugung ist ein sogenannter reiner “Gewalt”-Akt. Da aber die reine Lust vom Sexualtrieb entkoppelt wird, also eine übersexualisierte, und sich selbst zugleich widersprechende alleinige sexuelle Selbstbestimmung (was ist das???) als Recht angesehen wird, erübrigt sich jeder Gedanke über Vernunft was die Sexualität der Frau betrifft.

    Robuster ausgedrückt: Fressen und gefressen werden, so ist das Leben, um das geht es. Das weiß jede Mutter, die ihren Nachwuchs säugt, versorgt. Das heißt: Mütter und Frauen müssten ENDLICH in die Pflicht genommen werden sich zu überlegen was sie wollen und dass sie Verantwortung übernehmen…!

    Gedanken zum Donnerstag.

  34. Obwohl ich mit jeder Faser meines Herzens für die Abschaffung des Paragraphen 219a StGB bin, muss ich Thomas Fischer Recht geben: Außer Unterstellungen und Schmähungen der Person Fischers kann ich auch in der Replik von Gaby Mayr nichts entdecken, das unserem gemeinsamen Anliegen hilft. Sie schmäht einfach weiter, zur Sache sagt Frau Mayr nichts.

    Die Sache ist, dass ein Gesetzeskommentator nicht gegen den Gesetzgeber anschreiben kann, und dass Richter*innen selbst Volljuristen sind und deshalb nicht sklavisch an Gesetzeskommentaren kleben.

    Ich halte das Urteil gegen die Frauenärztin Kristina Hänel auch für einen Skandal, aber dass Herr Fischer an diesem Urteil irgendeine Schuld tragen soll, finde ich einfach nur albern.

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