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Sättigung erreicht: Apple-Kunden upgraden ihr iPhone nur noch, wenn sie müssen

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Hämischer Spaß mit Apple-Kunden: Samsung neue Anti-iPhone-Werbung / Screenshot: © Samsung US / YouTube

Der Trend ist seit drei Jahren zu beobachten: Apple hat sein iPhone-Wachstum ausgereizt. Seit dem Launch des iPhone 6 kämpft der iKonzern darum, seine Smartphone-Absätze steigern zu können – nach verkauften Stückzahlen hat das iPhone ein Plateau erreicht. Daran ändert auch das hochpreisige neue OLED-Smartphone iPhone X nichts, das reserviert aufgenommen wurde. Den Grund für die Käuferzurückhaltung will nun der Marktforscher GBH Insights in einer Kurzstudie ausgemacht haben: iPhone-Kunden greifen nur noch nach neuen Modellen, wenn sie müssen.

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Der Vergleich hinkt, aber in der Werbung funktioniert er natürlich trotzdem: Im neusten TV-Spot “Moving on” lässt Samsung Kunden seinen Lieblingsgegner wieder einmal wie loyale Deppen aussehen , die an ihrem iPhone 6 hängen, obwohl es in jeder möglichen Alltagssituation versagt, weil es längst zu langsam geworden ist.

Als die genervte Kundin endlich im Apple Store um Hilfe sucht, erklärt ihr der Apple-Mitarbeiter die magischen Worte: “You can upgrade”. Das tut die Werbe-iPhone-Besitzerin im Spot, indem sie zu Samsung wechselt –  was einem ziemlichen Wunschdenken der Südkoreaner gleicht – bekanntermaßen gibt es kaum eine Käuferschaft, die loyaler an einer Marke hängt als Apple-Kunden.

Auf einer anderen Ebene trifft der Samsung-Spot jedoch ungewollt ins Schwarze: iPhone-Kunden benutzen immer länger ältere Modelle – bis es schlicht nicht mehr genügt. Dieser Effekt der immer längeren Lebenszyklen eines iPhone-Modells hat Apple in den vergangenen Jahren in seinen Verkaufszahlen registriert.

Kunden finden iPhone X weiter zu teuer

Der Allzeitabsatzrekord von 232 Millionen verkauften Einheiten datiert weiter aus dem Jahr 2014/15, als Apple das iPhone 6 auf den Markt gebracht hatte – und die Bestmarke mit keinem seiner Nachfolgemodelle (iPhone 6s, iPhone 7) mehr toppen konnte. Auch dem neusten Produktmix, bestehend aus dem iPhone 8 und dem iPhone X, dürfte es nicht mehr gelingen, den drei Jahre alten Rekord zu knacken.

Die Ursachenforschung für die Käuferzurückhaltung des vor allem vollkommen runderneuerten Hochpreismodells iPhone X, das eigentlich zum Kassenschlager werden sollte, hatte vor zwei Monaten bereits die renommierte Investmentbank Piper Jaffray geliefert. Ergebnis einer Kurzstudie, zu der die 1500 Besitzer von älteren iPhones nach den Gründen ihres Desinteresses befragt wurden: 31 Prozent waren nicht bereit, die happigen Preisaufschläge für Apples neues Premium-Smartphone auf den Tisch zu legen, das bei 999 Dollar bzw. 1149 Euro für das Einstiegsmodell  beginnt und in der größeren Speicherversion mit 256 GB enorme 1319 Euro kostet.

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iPhone-Kunden kaufen neues Modell, wenn sie müssen

Der häufigste Grund der Upgrade-Verweigerer ist jedoch ein anderer: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass das alte iPhone schlicht noch gut funktioniere. Eine weitergehende Bestätigung lieferte nun der Marktforscher GBH Insights in einer Kurzstudie, die dem Business Insider vorliegt.

Während lediglich 6 bis 12 Prozent der Befragten neue Features wie Face ID oder die Dual Kamera als Grund zum Upgrade nannten und nur 18 Prozent ein größeres Display bzw. 28 Prozent eine neue Modell-Generation als Motivation zum Kauf eines neuen iPhones anführten,  nannten überwältigende 60 Prozent, sie würden sich zu einem Apple-Smartphone entschließen, wenn das alte Modell zu langsam oder gar kaputt sei.

Upgrade-Potenzial von 350 Millionen Einheiten

In anderen Worten: Der Apple-Kunde kauft sich kein neues iPhone, weil das neue Modell so verlockend ist, sondern weil das alte ihn um Upgrade zwingt.Daniel Ives, GBHs Top-Techanalyst folgert entsprechend: “Apple dürfte einen Saturierungspunkt (beim iPhone) erreicht haben.”

Gleichzeitig bleibt das Upgrade-Potenzial stabil: Ives rechnet damit, dass 350 Millionen Kunden ihre iPhones in den nächsten 18 Monaten upgraden dürften, weil die älteren Modelle schlicht in die Jahre gekommen sind.

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