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Die Cambridge Analytica-Krise ist abgehakt: Facebook-Nutzung legt nach Datenskandal zu

Screenshot: © CNBC
Bei aller Kritik und einer aufsehenerregenden Anhörung vor dem US-Kongress: Facebook verzeichnet keinen Nutzerschwund

Krise, welche Krise? Der Wirbel um den Datenskandal, den die Enthüllungen um Cambridge Analytica verursacht hatten, war immens. Zumindest medial erlebte Facebook die schwerste Krise seines 14-jährigen Bestehens. Damit hatte es sich jedoch: Dank eines souveränen Auftritts vor dem US-Kongress und glänzender Quartalszahlen notiert Facebook an der Wall Street wieder so hoch wie vor der Datenaffäre. Nun gibt Goldman Sachs zusätzliche Entwarnung: Nach Angaben der Marktforschers comScore hat die Nutzung des Social Networks nicht gelitten – im Gegenteil.

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Der Furor war groß. #DeleteFacebook, weg mit dem Teufelszeug! Allein: Auch dieser Sturm der Entrüstung scheint am drittwertvollsten Internetkonzern der Welt schon wieder vorbeigezogen zu sein. Mark Zuckerbergs insgesamt souveräner Auftritt vor dem US-Senat und die jüngste, überzeugende Quartalsbilanz hatten daran maßgeblichen Anteil. Das Datendebakel um Cambridge Analytica scheint abgehakt.

Die statische Untermauerung lieferte am Wochenende Goldman Sachs. Wie das Dow Jones-Mitglied in einer Kurzstudie mitteilte, die auf Erhebungen des Marktforschers comScore basiert und dem Business Insider vorliegt, hat die Nutzung auf mobilen Endgeräten in den USA im April, als die Krise um Cambridge Analytica täglich die mediale Berichterstattung bestimmte, gegenüber dem Vergleichszeitraum Vorjahr nicht etwa abgenommen, sondern tatsächlich zugelegt.

Nutzerzahlen und Werbebuchungen legen zu

Auch in Nutzerzahlen konnte das weltgrößte soziale Netzwerk auf dem Heimatmarkt ein Plus verzeichnen: Ingesamt 188,6 Millionen US-Nutzer hätten Facebook auf Smartphone und Tablet täglich verwendet – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Und mehr noch: Auch die Deutsche Bank konnte in einer weiteren Studie keinen negativen Einfluss des Datenskandals auf die Werbebuchungen ausmachen, obwohl Facebook nach den Enthüllungen um russische Einflussnahme bei der vergangenen US-Wahl Millionen Fake Accounts gelöscht hatte. Trotzdem befänden sich die Anzeigenschaltungen per Anfang Mai auf dem bisher höchsten Stand.

Mark Zuckerberg sagt doch öffentlich vor EU aus

Entsprechend gestärkt dürfte Mark Zuckerberg morgen nach Brüssel reisen, wo Facebooks Konzernchef bereits erwartet wird, um sich den Fragen der EU-Parlamentarier zum Datenskandal um Cambridge Analytica zu stellen.

Entgegen der ursprünglichen Planung soll Zuckerbergs Auftritt vor der EU ebenfalls öffentlich stattfinden und live übertragen werden.

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