Partner von:
Anzeige

Apple-Chef Tim Cook teilt erneut gegen Facebook aus: “So wenig Daten wie möglich sammeln”

Zuckerberg-Cook.jpg

Die Rivalität geht in die nächste Runde. Eineinhalb Monate ist es her, dass sich Apple-CEO Tim Cook auf dem Höhepunkt von Facebooks Datenskandal klar positionierte – gegen das weltgrößte Social Network. "Ich wäre nicht in dieser Position", bemerkte Cook trocken zu Mark Zuckerbergs Problemen mit der Privatsphäre. Am Sonntag legte der Chef des iKonzerns auf der Abschlussfeier der Duke University nach. Apple gehe bewusst einen anderen Weg als Facebook, "weil uns bewusst ist, dass die Daten den Nutzern gehören".

Anzeige
Anzeige

13 Jahre ist es her, dass Steve Jobs auf seiner berühmten Rede zur Abschlussfeier an der Stanford University Lebensweisheiten vermittelte, die nicht unwesentlich den Ruf des ikonischen Apple-Gründers prägten. “Stay hungry, stay foolish” ist so ein bleibendes Bonmot, “bleibt hungrig, bleibt verrückt.”

Am Wochenende folgte Tim Cooks Steve Jobs-Moment. Der 57-jährige Apple-CEO sprach gestern vor den Absolventen der Duke University, in Durham, North Carolina, an der er selbst vor 30 Jahren seinen MBA erworben hatte.

Würdigung von Steve Jobs

Fast schien es, als wolle Cook an Jobs legendäre Rede anknüpfen. “Ich hatte das große Glück, von jemandem zu lernen, der so sehr daran glaubte, dass man die Welt damit verändern könne, wenn man seiner Vision folgte und nicht einem Pfad”, erklärte Cook in Erinnerung an den 2011 verstorbenen Apple-Gründer. “Steves Vision bestand darin, dass große Ideen daher kommen, nicht zu akzeptieren, dass die Dinge sind wie sie scheinen.”

Anzeige

“Du musst deine Furchtlosigkeit finden”

Das Mantra sollten sich die Studienabsolventen zu eigen machen – in jeder Lebenslage. “Wenn du hoffst, die Welt zu verändern, musst du deine Furchtlosigkeit finden”, lautete Cooks einprägsamster Appell, den er u.a. in Erinnerung an das Schulmassaker von Parkland und die MeToo-Bewegung formulierte.

Gleichzeitig stünden die Absolventen vor einer enorm aussichtsreichen Zukunft – auch dank der technologischen Innovationen. “Keine Generation hat mehr Möglichkeiten als Ihre. Und keine Generation hat eine bessere Chance, Dinge so schnell zu ändern wie Sie. Die Geschwindigkeit des Fortschritts hat sich dramatisch beschleunigt. Mit Hilfe der Technologie besitzt jeder die Werkzeuge, das Potenzial und die Reichweite, um eine bessere Welt zu erschaffen – was unsere Zeit zur besten in der Geschichte macht”, so Cook.

Gleichzeitig nutzte Cook die Abschlussrede, um eine weitere Breitseite gegen Internetrivalen auszuteilen – in erster Linie Facebook.

„Wir lehnen die Anschauung ab, dass man nur dann das Beste aus der Technologie herausholen kann, wenn Nutzer ihr Recht auf Privatsphäre abgeben. Deshalb wählen wir einen anderen Weg: So wenig Daten wie möglich zu sammeln und sorgfältig und respektvoll zu sein, wenn die Privatsphäre in unserer Obhut ist. Weil uns bewusst ist, dass die Daten Ihnen gehören“, erklärte Cook mit unausgesprochenem Verweis auf Facebooks jüngsten Datenskandal.

Deutliche Abgrenzung von Facebook

Bereits vor sechs Wochen hatte sich Cook in der Causa Cambridge Analytica klar positioniert. „Die Möglichkeit, dass jeder weiß, welche Seiten du jahrelang besucht hast, wer deine Kontakte sind, wer deren Kontakte sind, welche Dinge man mag oder nicht mag und jedes intime Detail deines Lebens kennt – das sollte meiner Meinung nach nicht existieren“, hatte Cook auf dem China Development Forum in Peking Ende März gesagt.

Zwei Tage später legte der Apple-Chef noch einmal nach. In einem MSNBC-Interview erklärte Cook auf die Frage, was er denn tun würde, wenn er sich in der Position von Mark Zuckerberg befände, trocken: „Ich wäre nicht in dieser Position.“

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia