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Xing-Studie: Mehrheit der Befragten ist mit Gehalt unzufrieden und will Einblick in die Lohnstrukturen

Das Netzwerk Xing hat seine Gehaltsstudie für 2018 veröffentlicht
Das Netzwerk Xing hat seine Gehaltsstudie für 2018 veröffentlicht

Mehr Gehaltstransparenz, zu viele Überstunden und zu niedrige Löhne – das soziale Netzwerk Xing hat über 12.000 Mitglieder in einer Online-Umfrage zum Thema Gehalt befragt. Die Studie zeigt auch, wie ausgeprägt das Ost-West-Gefälle noch immer ist und in welcher Branche besonders gut gezahlt wird.

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57 Prozent der Befragten sind mit ihrem derzeitigen Gehalt unzufrieden. Das zeigt eine Online-Befragung des Netzwerks Xing unter mehr als 12.000 Teilnehmern. Mehr als ein Drittel der Unzufriedenen glaubt zudem, dass sie unter dem Marktdurchschnitt verdienen. Ein weiteres Drittel bemängelt, dass ihre Leistungen und insbesondere Zusatzleistungen nicht angemessen vergütet werden. 16 Prozent der Umfrage-Teilnehmer geben an, dass andere Kollegen trotz gleicher Arbeit mehr verdienen.

Laut Studie fordern deshalb auch 77 Prozent einen transparenteren Umgang mit Gehältern in der Firma. Die Akzeptanz einer Gehaltstransparenz nimmt dabei mit steigender Vergütung deutlich ab. Während 8 von 10 Befragten mit einem jährlichen Bruttogehalt von bis zu 50.000 Euro eine klare Kommunikation fordern, möchte das nur jeder zweite Angestellte mit einem Lohn von 150.000 Euro.

Dass sich die Möglichkeit “Home-Office” bereits durchgesetzt hat, widerlegt die Umfrage. Lediglich 49 Prozent der Befragten können optional von zu Hause arbeiten. Großer Beliebtheit erfreut sich dieses Arbeitsmodell allerdings bei denen, die sie nutzen können: 87 Prozent der Xing-Netzwerkmitglieder arbeitet gelegentlich von daheim.

Überstunden gehören zum Alltag

Die Auswertung zeigt, dass Halbtagskräfte weniger dazu neigen, Überstunden zu machen als Kollegen in Vollzeit. Während ein Drittel der befragten Teilzeitbeschäftigten angibt, keine Überstunden zu machen, sind es unter Arbeitnehmern in Vollzeit lediglich 16 Prozent, die keine Überstunden leisten. Insgesamt geben 8 von 10 Studienteilnehmern an, mehr zu arbeiten, als in ihrem Vertrag vereinbart ist. 20 Prozent davon häufen sogar mehr als zehn Überstunden wöchentlich an.

Besonders viel arbeiten dabei – wenig überraschend – Befragte in höheren Positionen, beispielsweise in der Geschäftsführung. Dort kommen mehr als 13 Überstunden pro Woche zusammen. Doch auch Angestellte mit Erfahrung und etwas weniger Verantwortung arbeiten bereits acht Stunden mehr als vertraglich vereinbart. Vergleichsweise gut geht es den Berufseinsteigern, die laut Umfrage auf bis zu dreieinhalb Stunden Mehrarbeit kommen.

Ost-West-Unterschied besteht weiter
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Fach- und Führungskräfte verdienen in der Beratungs-, Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche am meisten. Dort liegt das Bruttojahresgehalt im Durchschnitt bei gerundet 83.400 Euro. Angestellte im Medienbereich oder einem Verlag erhalten dagegen 64.800 Euro. Damit liegen sie unter dem bundesweiten Durchschnitt von 67.650 Euro.

Abgeschlagen auf den hinteren Plätzen der Studie sind Jobs im Marketing, der PR und im Design-Sektor angesiedelt. Dort gibt es im Schnitt 51.200 Euro. Die Ergebnisse zeigen zudem das Ost-West-Gefälle: Fach- und Führungskräfte verdienen in den ostdeutschen Bundesländern weiterhin deutlich weniger als im Westen. Rund 56.500 Euro erhalten Angestellte für eine Stelle im Osten, während der durchschnittliche Bruttolohn in den westlichen Bundesländern bei 69.300 Euro liegt.

Ein weiteres Gefälle offenbart sich zwischen den Geschlechtern. Männer verdienen teils deutlich mehr als Frauen, die in identischen oder ähnlichen Positionen tätig sind. In allen 18 aufgeführten Branchen ist diese Tendenz mehr oder weniger stark zu beobachten. Die Gehalts-Angaben beziehen sich alle auf Fach- und Führungskräfte in den jeweiligen Branchen.

Studieren lohnt sich

Dass sich ein Studium – ob Diplom, Bachelor oder Master – am Ende auf der Gehaltsabrechnung auszahlt, zeigt die Umfrage. Angestellte im Marketing und in der Werbung, die einen akademischen Abschluss vorweisen, verdienen im Schnitt 15.000 Euro mehr als Beschäftigte mit einem schulischen Abschluss. Besonders groß ist die Lücke in der Unternehmensentwicklung: Dort erhalten Akademiker über 30.000 Euro mehr im Jahr.

Xing hat im Herbst vorigen Jahres eine Online-Erhebung zum Thema Gehalt durchgeführt. Mehr als 12.000 aktive Mitglieder des Netzwerks haben daran teilgenommen. In diese Stichprobe fallen die sogenannten “White Collar Worker”. Damit sind Berufsgruppen mit kaufmännischen, beratenden, administrativen und ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkten gemeint, aber auch Berufe mit künstlerischen oder kreativ-schöpferischen Tätigkeiten sowie Heilberufe, heilpädagogische Berufe und Sozialberufe. Die komplette Gehaltsstudie finden Sie hier.

(tb)

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