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BBC warnt vor Fake-Bericht: Angebliche Konfrontation zwischen Russland und NATO, Nuklear-Schlag droht

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Achtung Fälschung! Derzeit macht der Mitschnitt einer BBC-Nachrichtensendung vor allem via WhatsApp die Runde, in dem über einen ernsten Zwischenfall zwischen russischen Streitkräften und der NATO berichtet wird. Es steht gar ein drohender Nuklearkrieg im Raum. Nun warnt die BBC über alle Kanäle hinweg: Der Film ist eine Fälschung und zudem bereits über zwei Jahre alt.

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Das Video beginnt mit dem offiziellen, wenn auch verkürzten Intro von BBC News. Nach einem Kameraschwenk über den tatsächlichen Newsroom, heißt wiederum ein falscher BBC-Moderator die Zuschauer willkommen. Er sagt, es gebe einen ernsten Zwischenfall zwischen Russland und NATO Staaten in der Nähe der Küste von Lettland. Auch Deutschland soll Betroffen sein. Nach einer kurzen Einführung zu den angeblichen Geschehnissen, beginnen diverse Beiträge dazu.

Die BBC ist nun bemüht, zu erklären, dass das Video nicht echt ist.

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Das interessante dabei ist unter anderem, dass das Video gar nicht aktuell ist. Es wurde bereits 2016 für Benchmarking Assessment Group produziert, einer irischen Firma, die auf Einstellungstests spezialisiert ist. Die Macher wollten offenbar mit Hilfe des Clips beobachten, wie Bewerber in einem Ausnahmeszenario reagieren würden, sagt der Fake-Moderator gegenüber der BBC. In dem ursprünglichen YouTube-Video soll zudem sehr klar kommuniziert worden sein, dass es rein fiktional sei.

Das Originalvideo ist mittlerweile nicht mehr auf YouTube zu finden, weil der Account geschlossen wurde. Laut BBC verbreitet sich das Video aber über Messenger-Dienste, was einige Nutzer immer noch täuschen könnte. Auf YouTube ist eine Kopie ebenfalls zu finden. Trotz der einigermaßen guten Produktion des Videos, fallen einige Merkmale auf, die Hinweise für eine Fälschung sind. Darunter zum Beispiel eine andere Schriftart und ein verändertes Layout in der Präsentation, wie die BBC schreibt. Die britische öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt gibt zudem zu Bedenken, dass, sollte tatsächlich ein Nuklearkrieg beginnen, dass die Nachricht auch auf ihrer Webseite stünde und dass auch andere Medien darüber berichten würden.

(lk)

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