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Ende einer einstigen Erfolgsstory: G+J stellt Neon als Print-Magazin ein, Digitalmarke bleibt bestehen

G+J-Produktchef Stephan Schäfer, Chefredakteurin Ruth Fend: Aus für das Neon-Magazin
G+J-Produktchef Stephan Schäfer, Chefredakteurin Ruth Fend: Aus für das Neon-Magazin

Das Jungmenschen-Heft Neon war viele Jahre lang ein Vorzeige-Projekt bei Gruner + Jahr. Von den früheren Machern der SZ-Jugendbeilage Jetzt, Timm Klotzek und Michael Ebert, entwickelt, wurde Neon mit Preisen ausgezeichnet und erklomm ungeahnte Auflagenhöhen. Dann begann ein langer Niedergang. Von einst über 250.000 verkauften Heften sind nur noch knapp 61.000 übrig. Hinzu kamen ein folgenschwerer Umzug, häufige Chefwechsel und Querelen in der Redaktion. Nun stellt der Verlag das Heft ein, lässt die Digitalmarke aber fortbestehen.

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Bis vor kurzem hat der Verlag eine mögliche Einstellung des Print-Magazins Neons noch dementiert. „Bei Neon ist weder die Einstellung noch eine Repositionierung geplant“, hieß es als MEEDIA Mitte Februar dieses Jahr bereits über die dramatische Entwicklung bei Neon berichtete. Schon länger wurde spekuliert, dass mindestens eine Absenkung der monatlichen Erscheinungsfrequenz im Raum stand. Nun ist es die Einstellung geworden.

Bezeichnend ist, dass bereits zum Zeitpunkt des Dementis nur noch in den Digital-Auftritt von Neon investiert wurde. Angeblich sollte über neon.de auch das Heft gestärkt werden. Chefredakteurin Ruth Fend sagte: “Neon Digital profitiert von dem klaren Profil und der Bekanntheit des Hefts. Der digitale Ausbau erhöht die Sichtbarkeit und Relevanz der Marke, was wiederum dem Magazin zugutekommt.“ Nun kommt es anders. Möglich, dass die Entscheidung von Gruner, bei der Print-Neon jetzt den Stecker zu ziehen, auch mit dem Start des neuen Magazins JWD., das rund um Joko Winterscheidt gestrickt wurde, zusammenhängt. JWD. erinnert in der Machart an den Neon-Stil und in der Branche heißt es, dass man bei G+J mit dem Verkauf des JWD.-Erstlings durchaus zufrieden sei. Wenn man bald einen erfolgreichen Neustart vermelden kann, tut man sich womöglich leichter, eine harte Entscheidung wie das Neon-Aus zu fällen.

Ruth Fend übernahm die Leitung der Neon-Redaktion von der glücklosen Nicole Zepter, die sich in Querelen mit der Redaktion verstrickte und Titelentscheidungen traf, mit denen der Verlag nicht einverstanden war. Unter den Gründern Klotzek und Ebert war Neon in München entwickelt worden und beheimatet. 2013 entschloss sich G+J, die Redaktion zur Zentrale nach Hamburg umzuziehen. Der Verlag sparte mit der Aufgabe des Standorts München vor allem die zusätzliche Geschäftsführer-Position ein. Der Umzug sorgte aber für massive Verwerfungen in der eingeschworenen Redaktion. Fast die Hälfte der Mannschaft machte den Umzug nicht mit, darunter das bewährte Chefredakteurs-Duo Vera Schröder und Patrick Bauer. Für ein Jahr übernahm Oliver Stolle den Chefposten.

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Von dem Umzug hat sich das Heft nie richtig erholt. Zu den hausgemachten Problemen kam der fortschreitende digitale Wandel. Die Zielgruppe der jungen und jung gebliebenen Erwachsenen wanderte auch immer mehr ins Internet ab. Neon litt in den vergangenen Jahren unter einem rasanten Auflagen-Absturz. Von den 254.807 verkauften Exemplaren im Rekordquartal III/2011 waren zuletzt nur noch 60.977 übrig. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Minus im vierten Quartal 2017 bei heftigen 30,3%, im Einzelverkauf bei 39,5% und bei den Abos bei 24,1%. Ein Aufschwung oder wenigstens eine stabile Entwicklung waren schon seit 2012/2013 nicht mehr in Sicht.

Nach dem Debakel mit der Chefredakteurin Zepter sollte die bisherige Chefin von Business Punk, Ruth Fend, das Ruder für Neon noch einmal herumreißen. Letztlich hat es nicht geklappt. Auf neon.de verabschiedet sie die verbliebenen Leser der Print-Ausgabe: “Die heute 20-Jährigen haben neue Lebensbegleiter gefunden, im Zeitschriftenregal, aber auch im Netz, unter anderem bei den digitalen Angeboten von Neon. Die gute Nachricht lautet also: Neon lebt!“ Publisher Alexander Schwerin sagt: “Wir haben gekämpft, aber es war nichts zu machen. Wenn bei einer Marke das gedruckte Magazin Jahr für Jahr immer weniger nachgefragt wird und gleichzeitig das digitale Angebot deutlich wächst, dann ist es vernünftig und unabänderlich, digital auszubauen und das Magazin einzustellen.” Neon gehöre in die “Hall of Fame” des Verlages, so Schwerin. Die gedruckte Ausgabe von Neon würde in diesem Jahr, sollte sie weiterlaufen, erstmals auch Verluste schreiben.

Neon wird nun als digitale Marke unter dem Dach von stern.de fortbestehen – und teilt damit das Schicksal des SZ-Jugendmagazins Jetzt, aus dem es einst hervorging. Am 18. Juni erscheint die gedruckte Neon zum letzten Mal. Der Neon-Ableger Nido, ein Magazin für junge Eltern, ist von der Einstellung nicht betroffen. Der Verlag erklärt, auf betriebsbedingte Kündigungen – wenn möglich – verzichten zu wollen. Ausschließen kann man sie nicht.

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Alle Kommentare

  1. Pech für Petzold, am Ende war die flache und teure #insidePI Geschichte der Untergang, die Zeit der links-linken Antideutschen ist eben vorbei.

    Kein Mensch will diesen Antifa-Blödsinn noch lesen.

    Capital und Nido sind praktisch schon auf dem Friedhof und Herr Petzold beerdigt gerade den stern.

    BTW: Wer muss für den Millionenflop JWD zurücktreten

    1. Ganz schön wirr und zudem auch falsch. Neon war kein linkes Kampfblatt, sondern ein Befindlichkeitsmagazin, was in der letzten Zeit an Qualität verloren hat. Ich habe das Gefühl, die jungen Erwachsenen sind eher linker.

      1. @Bach

        >Neon war kein linkes Kampfblatt

        Die Twitter-Feeds der Redakteure lügern nicht, ein einziges Kreis*** mit bekannten Antideutschen/Antifanten.

      2. Ruth Fend twittert z.B. gern die Ergüsse von:

        Margarete Stokowski
        Katharina Nocun
        Gerald Hensel
        Shahak Shapira
        ‏Erik Marquardt
        Jan Böhmermann
        ‏Daniel Erk
        Daniel Steinvorth

      3. Neon ist so was von links…
        Einfach mal die drei bösen Buchstaben (duweißtschonwelche) in die SuFu eingeben und dann die Hetze genießen.

        Und:
        Wenn ein Schwein Junge wirft, ist nie(!) ein Hirsch darunter.

      4. @Klaus: Leute mit eigener Meinung, die nicht der ihrigen entspricht, sind noch lange keine Antideutschen. So ein Blödsinn ist für nix gut, als einen Spalt quer durch unser schönes Land zu treiben, den hinterher keiner mehr kitten kann. Was bitteschön hat dann der volksdeutsche Klaus davon?

      5. @Schwabenpfeil

        Das ist keine Frage von politisch links oder rechts, erklärtes Ziel dieser Leute ist die Auflösung Deutschlands, 1:1 das Gleiche was die Islamos mit Israel anstreben.

        Auch wenn diese Leute sich im Mainstream breitgemacht haben, es bleiben Extremisten der übelsten Sorte.

        Lustig ist übrigens, viele Medienfuzzis sind politisch so ungebildet, die merken nichtmal wie sie sich durch solche Extremisten Retweets exponieren.

      6. @Klaus: Hören Sie doch auf mit solch abstrusen Behauptungen wie “Erklärtes Ziel dieser Leute ist die Auflösung Deutschlands”. Das sind Leute, die zugespitzt ihre Meinung äußern, mitunter in extremer Form, die ich auch nicht unbedingt gut finde. Deshalb brauchen Sie aber noch lange nicht den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören. Ich schlage vor, einfach mal den Ball etwas flacher zu halten.

      7. Ich würde mir Klaus’ Wortwahl jetzt nicht zu eigen machen, aber dass die von ihm zitierten Leute öfter mal Ansichten verbreiten, für die sie in den allermeisten Milieus, vom Arbeiter bis zum Akademiker, nur fassungslose Abscheu ernten, da hat er nicht ganz Unrecht.

        Ob sich das auch die Qualität und dann die Verkaufszahlen der Neon ausgewirkt hat, kann ich nicht beurteilen, aber dass solche ideologiegetriebenen Leute häufig in großen Medienhäusern oder gleich -redaktionen sitzen ist ganz sicher Teil des massiven Ansehensverlust für den Journalismus in der Bevölkerung.

    2. Die IVW Zahlen von heute offenbaren das ganze Versagen Q1/2018 Q1/2017

      Abonnement Abonnement 22.904 30.930 -25,95%

      EV-Verkauf EV-Verkauf 38.160 49.258 -22,53%

  2. Eigentlich müssten Sie schon selber lachen: Klaus und Richard, am besten noch Josef, Hermann, Heinrich und Adolf – früher treue Neon-Abonnenten, nun haben Sie’s dem bösen Magazin aber gezeigt!

    1. Ich lache die ganze Zeit, denn die Periode der Abrechnung hat gerader erst begonnen.

      Jeder kann und muss helfen Deutschland aufzuräumen.

      1. Gehts noch, “Periode der Abrechnung” klingt schon ein wenig nach Allmachtsfantasien. Wenn Sie sich da mal nicht verrechnet haben.

      2. Wenn einer sich so gerne als Augias träumt, dann ist er sicherlich mit dem Miststall vertraut…

  3. Neon war früher richtig klasse. Das habe ich gekauft und gelesen, obwohl ich viel Älter als die Zielgruppe war. Dann brach es plötzlich ab. Nichts spannendes, witziges, ungewöhnliches mehr. Anfänglich blätterte ich am Kiosk noch durch, da es aber wirklich quasi plötzlich dauerhaft öde geworden war, ersparte ich mir auch das.
    M. E. war es schlichtweg miese Qualität, die zum Ende geführt hatte.

  4. Es ist schon erstaunlich, dass drittklassige Journalisten wie Stefan Winterbauer hier ungestraft schlecht recherchierte Unwahrheiten behaupten dürfen. Nicht immer bei anderen abschreiben oder befangene Quelle als Hintergrundinfo nutzen, sondern mal Gespräche in alle Richtungen einholen…

  5. Es ist schon erstaunlich, dass drittklassige Journalisten wie Stefan Winterbauer hier ungestraft schlecht recherchierte Unwahrheiten behaupten dürfen. Nicht immer bei anderen abschreiben oder befangene Quelle als Hintergrundinfo nutzen, sondern mal Gespräche in alle Richtungen einholen…

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