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Abo-Dienst für Magazine ab 2019: Apple will das Netflix des Journalismus werden

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Für 10 Dollar im Monat können Apple-Nutzer in den USA bei Texture bereits 200 Magazine unbegrenzt lesen © Apple

Wie Bloomberg berichtet, will Apple im kommenden Jahr in den USA einen Abonnement-Dienst für Magazine anbieten. Der Schritt kommt nicht mehr völlig überraschend:  Im März hatte Apple den Digital-Magazin-Dienst Texture übernommen. Der neue Premiumdienst soll in das bisherige Nachrichtenangebot Apple News integriert werden und Apples Servicesparte stärken.

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Die Forderung steht schon länger im Raum: “Wir brauchen ein Netflix für Journalismus”, erklärte Digitalexperte Richard Gutjahr Ende des Jahres.  Zumindest in den USA wird an diesem Vorhaben gearbeitet – und das gleich vom wertvollsten Konzern der Welt.

Wie Bloomberg berichtet, will Apple im kommenden Jahr einen Abonnement-Dienst für Magazine anbieten. Der Schritt kommt nicht mehr völlig überraschend:  Im März hatte Apple den Digital-Magazin-Dienst Texture, hinter dem die Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith, Rogers Media und der Private Equity-Finanzierer KKR stehen, für eine ungenannte Summe übernommen.

Abo-Dienst als logische Folge der Texture-Übernahme

Texture bietet ein Sortiment aus rund 200 Digitalmagazinen zu einer monatlichen Flatrate von 9,99 Dollar an – darunter etwa Time, Esquire, Vanity Fair, GQ, The New Yorker, Rolling Stone, Wired, People oder Elle und Vogue.

„Wir setzen uns für Qualitätsjournalismus aus vertrauenswürdigen Quellen ein und werden unterstützen, dass weiterhin Magazine mit schön gestalteten und ansprechenden Geschichten für die Nutzer produziert werden“, erklärte Apples Content-Chef Eddy Cue die Übernahme von Texture seinerzeit bereits vielsagend. Wie Bloomberg nun berichtet, werde Texture im kommenden Jahr in Apples bislang kostenloses Nachrichtenangebot Apple News integriert.

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Ausbau der Service-Sparte

Nach Apple Music besitzt der Techpionier aus Cupertino damit künftig ein zweites Content-Angebot mit monatlichem Abo-Modell, das gut in Apples Service-Sparte passt, die neben dem Wearables-Geschäft von allen Konzernteilen aktuell am schnellsten wächst und im Weihnachtsquartal bereits einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar erlöste.

Im Fiskaljahr 2021 will Apple allein 50 Milliarden Dollar mit seiner Service-Unit erlösen. Apple erklärte in seiner letzten Telefonkonferenz mit Analysten, dass der Techpionier bereits über 240 Millionen zahlende Kunden verfügt – 40 Millionen allein für den Musik-Streaming-Dienst Apple Music.

Auf den Spuren von Readly

Entsprechend groß ist Apples Marketing-Power für das neue Magazin-Angebot. Ob und wann Apple seinen Abo-Dienst auch Deutschland anbieten wird, ist unterdessen vollkommen offen.

Wirklich neu ist das Flatrate Konzept für Magazine  jedoch nicht: Deutsche Nutzer können bereits seit 2014 für 9,99 Euro im Monat neue Zeitschriften in Readly lesen: Das schwedische Unternehmen bietet nach eigenen Angaben Zugriff auf 2682  Magazine “aus Deutschland und der ganzen Welt”. Inhalte von Burda, G+J und dem Spiegel sowie der Zeit fehlen  allerdings.

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