Partner von:
Anzeige

Der HomePod ist ein Flop: Die Verkäufe brechen früh ein, Apple reduziert seine Bestellungen massiv

homepod-white-shelf.jpg
Langes Warten auf den smarten Lautsprecher: Der HomePod ist immer noch nicht in Deutschland erhältlich © Apple

Die Geschichte wiederholt sich: Wie beim iPhone X bleiben offenbar auch beim HomePod die Anschlusskäufe aus, nachdem treue Apple-Fans in den ersten Wochen zugeschlagen haben. Wie Bloomberg und die China Times übereinstimmend berichten, brechen die Absätze von Apples smartem Lautsprecher nicht einmal zwei Monate nach dem Launch massiv ein. Die Folge: Wie beim iPhone X streicht der Techpionier seine Bestellungen bei Zulieferern offenbar drastisch zusammen. 

Anzeige

Das Warten geht in den elften Monat, doch worauf eigentlich? Das ist die Frage, die sich hierzulande Apple-Fans vor dem wieder einmal endlos langen Verkaufsstart des neuen Smart Home-Speakers HomePod stellen dürften.

Wie so oft in der Vergangenheit hatte der Techpionier aus Cupertino bereits im vergangenen Juni eine Ankündigung für ein Produkt gemacht, das dann erst deutlich später auf den Markt kam: Auf der WWDC im vergangenen Juni kündigte Apple den HomePod für Ende 2017 an, verschob den Launch dann aber auf Anfang 2018.

Apples lange Historie verschobener Produktlaunches

Seit Ende Februar ist der HomePod nun erhältlich – in den USA, Australien und Großbritannien. Deutsche Kunden müssen noch bis zum Frühjahr warten, das inzwischen aber längst angebrochen ist. Wann der smarte Speaker nun hierzulande auf den Markt kommt, ist unterdessen immer noch unklar – bis 20. Juni hat Apple noch Zeit, um auch dieses Versprechen nicht zu brechen.

Die Verschieberitis hat bei Apple Praxis: Weder die Drahtlos-Kopfhörer AirPods (2016) noch zuvor die Apple Watch (2015) konnten pünktlich ausgeliefert werden – beim MacPro (2019)  und der eher nebensächlichen Ladematte AirPower (2018) wiederholt sich das Drama.  „Apple muss damit aufhören, Produkte wie AirPower und den MacPro anzukündigen, die dann für Monate oder Jahre nicht verfügbar sind“, watschte gestern selbst das Cupertino-freundliche Blog AppleInsider den iKonzern ab.

HomePod-Verkäufe brechen schnell ein
Anzeige

Lohnt das Warten auf den 349 Dollar teuren SmartSpeaker denn nun wenigstens? Kaum, wenn es nach den ziemlich vernichtenden ersten Rezensionen und dem Käuferinteresse geht, das schnell wieder abgeebbt sein soll, wie Bloomberg berichtet. Nach Informationen des gut vernetzten Tech-Reporters Mark Gurman liefen die Vorbestellungen und Erstverkäufe erst zwar gut an, brachen dann jedoch schnell ein.

Wie beim iPhone X bleiben offenbar auch beim HomePod die Anschlusskäufe aus, nachdem treue Apple-Fans in den ersten Wochen zugegriffen hatten. Auf zehn Wochen hochgerechnet, kam der HomePod mit seinen Verkäufen auf einen Anteil im SmartSpeaker-Markt, der von Amazons Echo-Serie nach Belieben dominiert wird, von 10 Prozent  – drei Wochen nach den Launch brach der Marktanteil nach Angaben des Marktforscher Slice Intelligence jedoch schon wieder auf 4 Prozent ein.

Nur noch 200.000 Auslieferungen im zweiten Quartal?

Die Folge: Wie Bloomberg mit Verweis auf den taiwanischen Zulieferer Inventec berichtet, hat Apple seine HomePod- Bestellungen nicht einmal zwei Monate nach dem Launch schon wieder deutlich heruntergeschraubt. Die China Times bestätigt die Spekulationen heute und geht davon aus, dass Apple im zweiten Quartal nun nur noch ganze 200.000 Einheiten seines smarten Lautsprechers ausliefern dürfte.

Der langjährige Apple-Analyst und heutige Wagnisfinanzierer Gene Munster hatte zuvor prognostiziert, dass Apple 2018 bis zu 7 Millionen Einheiten verkaufen könne. Wie der HomePod technisch im Vergleich zu anderen SmartSpeakern abschneidet, lesen Sie hier.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia