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Nannen Preis: Spiegel-Reporter Markus Feldenkirchen holt mit seiner Schulz-Story den Egon Erwin Kisch-Preis

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Von über 1.000 eingereichten Stücken standen am Ende noch 18 in sechs Kategorien zur Wahl. Im kleinen Saal der Hamburger Elbphilharmonie verlieh Gruner + Jahr die Henri Nannen Preise. Der Egon Erwin Kisch-Preis für die beste Reportage ging – wie von vielen erwartet – an Markus Feldenkirchen für seine Martin-Schulz-Story im Spiegel. Die beste investigative Leistung hatte die Jury in der Zeit gelesen.

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Seit 2005 wird der Preis von Gruner + Jahr verliehen. Nach einigen Jahren, in denen die Verleihung auf Pomp und Gloria setzte, feiert der Event seit gut drei Jahren wieder vor allem eins: den Journalismus. Im Mittelpunkt stehen die ausgezeichneten Arbeiten. Trotzdem bot der Verlag natürlich auch ein Rahmenprogramm. Zuerst sang der Saal der Moderatorin Caren Miosga ein Geburtstagsständchen, dann begeisterte der Pianist Joja Wendt das Publikum und schließlich brachte Olli Dittrich als Dittsche die anwesenden Medienmacher zum Lachen.

Ein Kunststück, das den prämierten Artikeln und Fotostrecken nicht gelang. Es wurde ausschließlich Ernstes ausgezeichnet und bis auf eine Ausnahme waren alle Preisträger Männer – einen Umstand, den Miosga wenigstens einmal selbst thematisierte.

Die wohl wichtigste Auszeichnung für die beste Reportage, den Egon Erwin Kisch-Preis, gewann Markus Feldenkirchen für sein Martin Schulz-Portrait „Mannomannomann“, das im Spiegel erschienen war.

Der Preis für die beste investigative Leistung ging an Mohamed Amjahid, Daniel Müller, Yassin Musharbash, Holger Stark, Fritz Zimmermann und Sebastian Mondial für „Ein Anschlag ist zu erwarten“ aus der Zeit.

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Beste Dokumentation wurde „Warum verdient Frau Noe nicht mehr?“ von Caterina Lobenstein aus der Zeit.

Der Nannen Preis für in der Kategorie Web-Projekt ging an Marc Brupbacher, Kaspar Manz, Christian Mülhauser, Dominik Osswald und Urs Wyss für „In eisigen Tiefen – Expedition in einen Gletscher“. Veröffentlicht wurde es auf Tagesanzeiger.ch.

Mit der Auszeichnung für die beste Reportage-Fotografie wurde Pablo Ernesto Piovano („In einem vergifteten Land“, stern) bedacht und für die besten inszenierte Fotografie ehrte die Jury Adam Ferguson („Dem Jenseits entkommen“, stern).

Eine Preisträgerin stand bereits vor der Verleihung fest: Souad Mekhennet, die Sicherheitskorrespondentin der Washington Post. Die in Frankfurt geborenen Journalistin bekommt den Sonderpreis der stern-Chefredaktion. Sie sei eine der wenigen Menschen weltweit, die hochrangige Mitglieder des Islamischen Staates und der Terrororganisation Al-Qaida zum Interview traf, lobte Gruner + Jahr bereits im Vorfeld des Events: „In ihren Reportagen zeigte sie, was hinter den Fronten des Dschihad passiert, was die Kommandeure und Strippenzieher denken“, sagte stern-Chefredakteur Christian Krug. „Mit dem Sonderpreis zeichnen wir auch ihren Mut aus, mit dem sie zur Aufklärung beiträgt.“

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Alle Kommentare

  1. immer die gleichen, immer die selben wählen sich sich und werden gewählt. ein trauerspiel des journalismus-zirkus. selbstbeweihräucherung verkauft als lob der klasse. in wahrheit: effekthascherei. gruselig

  2. „Über Monate hat der Autor den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz im Wahlkampf begleitet – einzige Auflage: Der Text darf erst nach der Wahl erscheinen” (Spon).
    Genau wegen dieses Kuhhandels hat er keinen Preis verdient.

  3. Seltsames Logo, das Nannen Preis Logo. Es hat eine sehr negative Ausstrahlung.
    Zwei auf einen Abwärtstrend hinweisende Wolfsangeln, die auch an Runen und deren gespiegelter Verwendung erinnern. Was will – bloß – der Stifter bzw. seine Entourage damit vermitteln?

  4. Ein politischer Preis mit Durchhalteparolen für die immer gleichen Gesichter.
    Die deutschen Medien-Preisverleihungen erinnern von der Substanz immer mehr an 1945. Fällt den Deutschen denn immer noch nichts Besseres ein?

  5. Schade, dass Fell den Kirchen nicht den Egon-Erwin-Kisch-Preis gewonnen hat. Da sein Buch schon “Die Schulz-Story” heißt, während der Spiegel-Titel noch auf “Die Schulz Story” lautete, hätte er alle Bindestriche durchaus verdient.

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