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Verrückter Preis, verrückte Jury: Über den Henry Nonsens Preis 2018 entschieden ein Reporter, zwei Schüler und eine Clownin

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Am 11. April wird der Nannen Preis von Gruner + Jahr verliehen. Zum fünften Mal verleiht reportagen.fm fast parallel dazu den Henry Nonsens Preis. Dahinter verbirgt sich eine Auszeichnung für die absurdeste Reportage, die “weder lehrreich noch relevant" ist, aber “so schön bekloppt vom Leben erzählt”.

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Das diesjährige Motto lautet “Zirkus” – mit der Argumentation, dass “die Welt ein Zirkus ist, der Fesselungsfaktor im Zirkus so hoch ist wie der unserer Reportagen, und weil man die sogar lesen könnte, wenn es im Zirkus mal langweilig wird”, wie reportagen.fm ihr eigenes Motto erklären. Passend dazu wurden die fünf nominierten Reportagen auch in Videos nachgestellt, und zwar mit einer Clownin.

Besonders Verrückt: Die Jury, bestehend aus Zeit-Reporter Henning Sußebach, der Clown-Darstellerin Christine Weishuber und zwei Schülern, traf ihre Entscheidung dann auch nicht auf Grundlage der Texte, sondern nach dem Anschauen der Kurzvideos, die nicht länger als 45 Sekunden dauerten. Nominiert waren Reportagen aus der Zeit (drei Texte), dem Reportagen Magazin und dem Tagesspiegel. 

In diesem Jahr gewinnt der Text “Der härteste Baum von Berlin” aus dem Tagesspiegel den Henry Nonsens Preis. Sußebach erklärt: “Es gibt keine blöderen Protagonisten als Bäume. Stehen nur rum und reden nicht. Den Berliner Baum, den Juliane Schiemenz beschreibt, liebt man am Ende trotzdem so sehr wie die eigenen Kinder.”

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Für die Clown-Darstellerin Weishuber, die selbst zehn Jahre in Berlin gelebt hat, verdient die Reportage den Preis, weil sie ein Sinnbild für Berlin sei, “das sich jedes Frühjahr erhebt aus festgefrorenen Silvesterresten und Hundedreck”. Die Schülerin Anna Marleen argumentiert wiederum, dass sich der Clown in dem Video so über den tollen Besitz gefreut habe, dass sie sich nur mit ihm freuen könne. Ähnlich sieht es der zweite Schüler, Ben, der Baumsorys mag, “egal ob im Wald oder in Berlin”.

Die Autorin sagt, sie freue sich sehr über den Henry Nonsens Preis und teilt mit, dass es für sie ein großes Lob sei, dass Dinge, die sie lustig und absurd finde, auch anderen Menschen Vergnügen bereite. Schiemenz war nach eigenen Aussagen bei der Gewinnbenachrichtigung in Gambia und “wollte vor Freude glatt einen Boabab-Baum umarmen”.

(lk)

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