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Karriereatlas 2018: In diesen deutschen Städten lässt es sich am besten arbeiten, leben und wohnen

Welche deutschen Städte sind besonders attraktiv? Das hat der Karriereatlas geprüft
Welche deutschen Städte sind besonders attraktiv? Das hat der Karriereatlas geprüft

Die Online-Jobbörse Yourfirm hat die 14 größten deutsche Städte hinsichtlich Einkommen, Arbeit, Wohnen und Lebensqualität untersucht. Dass München die Rangliste anführt, hätten wohl die meisten getippt. Dass Dresden jedoch in der Spitzengruppe landet, ist durchaus überraschend. Der Studie zufolge ist das Ruhrgebiet derzeit abgeschlagen. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

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Wo lohnt es sich zu leben?

Wie bereits 2014 landet München auf dem Siegertreppchen ganz oben: Die bayerische Landeshauptstadt geht laut Studienergebnissen aus den meisten Kategorien als Siegerin hervor. Dies liege an der “guten Infrastruktur, einem zukunftsträchtigen Branchenmix und einem ungebremsten Wirtschaftswachstum sowie (…) den hohen Löhnen”, heißt es in der Analyse. München steht unter anderem bei der durchschnittlichen Arbeitslosenquote (4,2 Prozent), dem Bruttoverdienst (4033 Euro, Medianwert von 2016) und dem Anteil hochqualifizierter Beschäftigter (42,3 Prozent) weit oben in den einzelnen Rankings. Allerdings, betont die Studie, gibt es “massive Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und exorbitant hohe Miet- und Kaufpreise für Immobilien”. Die 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt liegt bei den Mietpreisen mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 20,4 Euro abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Auf Rang 2 der Gesamtrangliste findet sich eine weitere Stadt des Südens, Stuttgart. Dazu heißt es: “Stuttgart glänzt mit ähnlich guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Top-Gehältern, schreckt aber durch ebenfalls hohe Wohnkosten ab.” Diese erreichen jedoch nicht annähernd das Münchner Niveau und liegen bei durchschnittlich 14,9 Euro pro Quadratmeter. Eine Überraschung gibt es auf dem dritten Rang: Dresden holt sich die Bronzemedaille. Laut Studie punktet die sächsische Metropole mit einer Arbeitslosenquote (2017 im Durchschnitt 6,6 Prozent), die teils deutlich unter West-Niveau liegt, dem höchsten Anteil an hochqualifizierten Beschäftigten in den neuen Bundesländern (36,6 Prozent) und einem starken Wachstum im Bereich Arbeitsplätze (15,2 Prozent zwischen 2009 und 2016).

Die Gesamtauswertung der 14 größten Städte. Quelle: Yourfirm

Berlin mit Platz 8 im Gesamt-Ranking und Leipzig direkt dahinter komplettieren die Vertretung der neuen Bundesländer. Das Studienfazit für das Trio: Der Osten holt auf. “In allen drei Städten wächst das verfügbare Einkommen überproportional, ausgehend allerdings von einem niedrigen Niveau.” So verbuchten die Berliner Haushalte das höchste Plus (24,5 Prozent) beim verfügbaren Einkommen seit 2007, auf Platz 3 und 4 liegen Dresden und Leipzig mit einem Plus von 19,3 bzw. 18,9 Prozent. Im Vergleich dazu stieg in Bremen das real verfügbare Einkommen um 1 Prozent.

Hinter Dresden landen im Gesamt-Ranking folgende Städte auf den Plätzen 4 bis 7: Frankfurt, Köln, Hamburg und Nürnberg.

Welche Städte haben Nachholbedarf?

Vor allem das Ruhrgebiet hinkt hinterher. Dessen Vertreter Dortmund und Essen landen im Gesamt-Ranking auf den letzten beiden Plätzen. Der Strukturwandel sei zwar in vollem Gange, heißt es in der Analyse. Dieser schlage sich aber noch nicht auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote liegt 2017 in beiden Städten bei über 11 Prozent. Beim Anteil hochqualifizierter Beschäftigter nehmen Dortmund und Essen die letzten Plätze ein. Beim Wohnungsneubau gerechnet auf je 1000 Einwohner landen die beiden Ruhrgebietsstädte im Keller der Tabelle, genauso in der Kategorie Lebensqualität. Auffallend gut schneidet das Duo dagegen bei den durchschnittlichen Mietpreisen ab: Dortmunds Wert von 7,2 Euro pro Quadratmeter wird nur von Leipzig (7,1) und Spitzenreiter Essen (7,0) geschlagen.

Quelle: Yourfirm

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Etwas überraschend auf Platz 10 des Karriereatlas’ landet Düsseldorf: Zwar kann die Stadt in diversen Unterkategorien gute Plätze vorweisen, beispielsweise Platz 8 im Kultur-Ranking des Hamburger WeltWirtschafts-Instituts (HWWI), dem Anteil hochqualifizierter Beschäftigter (36,4 Prozent) oder dem Bruttogehalt (3804 Euro). Dagegen stehen jedoch schlechte Ergebnisse beim Wohnungsbau je 1000 Einwohner (1,9), dem Zuwachs an Arbeitsplätzen zwischen 2009 und 2016 (10,9 Prozent) und dem Mobilitäts-Ranking von Greenpeace, bei dem das Angebot an Bike- und Car-Sharing, der sogenannte Verkehrsmittelsplit, die Pkw-Dichte und die Umweltbelastung sowie der Nahverkehr eingestuft wird. Dort erreicht Düsseldorf lediglich 15 von möglichen 30 Punkten und bildet damit das Schlusslicht.

Im gesamten Städtevergleich landen die Nordlichter Hannover und Bremen auf den Plätzen 11 und 12.

Wie ist die Studie aufgebaut?

“Stadt ist nicht gleich Stadt”, heißt es im Vorwort zum zweiten Karriereatlas. Nach der ersten Auflage von 2014 hat das Münchener Jobportal Yourfirm nun erneut die 14 deutschen Städte mit über 500.000 Einwohnern hinsichtlich ihrer Karrierechancen und Lebensqualität untersucht. Auf Grundlage verschiedener Städte-Rankings und den jeweils aktuellsten Daten des Statistischen Bundesamtes und der Agentur für Arbeit beleuchtet die Studie folgende Aspekte: Einkommen, Arbeiten, Wohnen und Lebensqualität. Die vier gleich gewichteten Oberkategorien sind dabei zusammengesetzt aus je drei Unterkategorien.

Ein Beispiel: Für die Oberkategorie Lebensqualität, in der Kultur als Standortfaktor untersucht wird, ziehen die Macher der Studie eine Erhebung der Bewertungsplattform kununu heran. Darin haben die Befragten der 30 größten deutschen Städte die Work-Life-Balance mit Noten von 1 (sehr unzufrieden) bis 5 (sehr zufrieden) bewertet. Maßgeblich für die Bewertung sind zusätzlich eine Studie von Greenpeace zum Thema nachhaltige Mobilität und eine Rangliste des HWWI.

Die Einzelplatzierungen in den je drei Unterkategorien wurden mit Punkten bewertet, das heißt 14 Punkte für Platz 1, 13 Punkte für Platz 2, …, 2 Punkte für Platz 13, 1 Punkt für Platz 14. Pro Oberkategorie gab es maximal 42 Punkte. Die Gesamtpunktzahl aller vier lag demnach bei 168 Punkten.

Quelle: Yourfirm

Hinzu kommen sogenannte weiche Faktoren, die in der Analyse präsentiert werden. So sind in den einzelnen Städteprofilen Stärken und Schwächen aufgeführt sowie die meistgesuchten Berufe in 2017 gelistet. Yourfirm-Gründer und -Geschäftsführer Dirk Kümmerle erklärt: “Der Karriereatlas soll helfen, die passende Stadt für die Berufskarriere zu finden. Sicher spielen individuelle Präferenzen bei der Städtewahl eine entscheidende Rolle, die Daten und Fakten aus unserem Städtevergleich bieten dafür eine gute Grundlage.” Einschränkend wird angemerkt, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann. “Einzelne Punkte mag der eine oder andere anders gewichten, als wir es für unser Ranking getan haben.”

Die komplette Studie gibt es hier zum Download.

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