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Vorbestellungs-Einbruch: Samsungs Galaxy S9 verkauft sich bis zu 50 Prozent schlechter als das Vorgängermodell

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Die Reaktionen auf Samsungs neues Galaxy S9 waren nach der Vorstellung verhalten, nun folgt offenbar die Quittung. Wie koreanische Medien und der Finanzdienstleister Arthur Wood berichten, gingen für Samsungs neues Smartphone-Flaggschiff deutlich weniger Vorbestellungen ein als für das Vorgängermodell Galaxy S8. Der koreanische Verbraucherelektronik-Pionier hatte wegen der enttäuschenden Absätze des iPhone X, für das Samsung die OLED-Displays fertigt, bereits einen schwachen Start ins neue Börsenjahr.

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Der Preis ist wieder einmal heiß. 999 Dollar bzw. 1150 Euro kostet die Einstiegsversion von Apples neuem Smartphone-Flaggschiff iPhone X, das nach anfänglicher Euphorie unter treuen Apple-Fanboys auf immer schwächere Nachfrage trifft, wie Analysten übereinstimmend berichten.

Der Grund: Selbst für viele iPhone-Besitzer, die grundsätzlich mit einem Upgrade liebäugeln, ist das iPhone X schlicht zu teuer, wie die Investmentbank Piper Jaffray vergangene Woche in einer Studie herausgefunden hat.

Samsung im Sog der Absatzschwäche des iPhone X

Für den Erzrivalen Samsung ist die Schwäche des iPhone X allerdings kein Grund zur Freude – im Gegenteil. Die wertvollste Konzern Südkoreas liefert für Apples neues Smartphone-Flaggschiff bekanntlich die teuren OLED-Displays, die maßgeblich für den happigen Preisanstieg verantwortlich sind. Weil Apple nun selbst deutlich weniger Displays benötigt als ursprünglich geplant, bleibt Samsung auf seinen OLED-Bildschirmen sitzen – und fällt an der Börse zurück.

Doch auch der Eigenbedarf scheint nun nicht  so groß auszufallen wie erhofft. Ebenfalls das erst Ende Februar auf dem Mobile World Congress vorgestellte Galaxy S 9, das in Deutschland in diesen Tagen bei 849 Euro startet, bleibt offenkundig hinter seinen hochgesteckten Erwartungen zurück.

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Galaxy S9-Vorbestellungen 30 bis 50 Prozent schwächer als beim S8

Wie die Research-Abteilung des Finanzdienstleisters Arthur Wood am Wochenende nun in einer Research Note mitteilte, die dem Blog AppleInsider vorliegt, lägen die Vorbestellungen des Galaxy S9 nicht nur bei den Wachstumserwartungen von 10 bis 15 Prozent, sondern tatsächlich bis zu 50 Prozent unter den Vorbestellungen des Vorgängermodells Galaxy S8, das erstmals mit einem deutlich randloseren OLED-Display vor einem Jahr auf den Markt gekommen war.

Selbst auf dem Heimatmarkt herrscht Käuferzurückhaltung, wie die südkoreanische Zeitung Yonhap News berichtet. Demnach lägen die Absätze am Erstverkaufstag mit 180.000 Einheiten 30 Prozent unter dem Vorjahreswert des Galaxy S8, zu dem am ersten Verkaufstag noch 260.000 Südkoreaner gegriffen hatten.

Für Samsung wären das nach der iPhone X-Enttäuschung die zweiten schlechten Nachrichten in kurzer Folge. “Der Rückgang der Smartphone-Verkäufe beginnt sich zu beschleunigen”, sieht Arthur Wood-Analyst Jeff Johnson schwierige Zeiten auf die beiden größten Smartphone-Hersteller zukommen. “Wir befürchten, dass die Smartphone-Nachfrage in den nächsten Monaten enttäuschen wird”, schreibt  Johnson  in seiner  Kurzstudie.

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