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80 Prozent des operativen Gewinns aus dem Digitalgeschäft: Axel Springer legt Bilanz für 2017 vor

Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Axel Springer hat gute Zahlen für das zurückliegende Jahr 2017 vorgelegt. Der Konzernumsatz wuchs um 8,3% auf 3,56 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA (operativer Gewinn) kletterte um 8,5% auf 645,8 Mio. Euro. Unterm Strich blieb netto mit 378 Mio. Euro etwas weniger übrig als im Vorjahr (450 Mio. Euro), was laut dem Unternehmen vor allem an Sondereffekten im Vorjahr liegt.

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Der Nettogewinn 2016 sei u.a. durch die Einbringung der Schweiz-Aktivitäten in ein Joint Venture mit Ringier, den Verkaufs von CarWale und des Gebäudes in Hamburg geprägt gewesen. Diese Sondereffekte hätten das Vorjahresergebnis stark positiv beeinflusst.

Für das laufende Jahr rechnet Springer weiter mit steigenden Erlösen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das bereinigte EBITDA wird ein Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet. Die Umsätze bei Classifieds Media (digitale Kleinanzeigen) werden voraussichtlich im zweistelligen Prozentbereich wachsen. Der Umsatz bei News Media dürfte laut Springer 2018 einen Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zeigen. Hier wird sich u.a. der Verkauf des Zeitschriftengeschäfts in der Slowakei ab Mitte des Jahres auswirken.

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Die digitalen Geschäftsmodelle steigerten ihre Umsätze 2017 um 12,5%. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lieferten die digitalen Sparten 71,5% der Umsatzerlöse, 87,1% der Werbeerlöse und 80% Prozent des bereinigten Konzern-EBITDA. Hierbei ist vor allem das Geschäft mit den digitalen Kleinanzeigen der Wachstumsmotor. Das Segment Classifieds Media allein wuchs bei den Erlösen um 14,6% auf rund 1 Mrd. Euro.

Das Segment News Media steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% auf 1,5 Mrd. Euro. Die Steigerung hier sei vor allem dem Wachstum bei Business Insider zu verdanken. Daneben hätten auch Bild und Welt mit einem starken Jahr bei den Werbeerlösen zum Erfolg des Segments beigetragen, heißt es. Insgesamt ist die wirtschaftliche Abhängigkeit des Springer-Gesamtkonzern von der Marke Bild mit den Jahren aber deutlich gesunken. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich bei News Media trotz Restrukturierungsaufwendungen im zweiten Halbjahr und einem rückläufigen Printmarkt von 214,4 Mio. um 2% Prozent leicht auf 218,8 Mio. Euro. Organisch lag das bereinigte EBITDA bei News Media um 3,2% Prozent unter dem Vorjahreswert.

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Alle Kommentare

  1. Vielleicht doch besser “Axel Springer Kleinanzeigenportal SE”?

    Und dann weiter die Renditebremsen aufräumen: Die “Welt” nimmt bestimmt Holtzbrinck, und die “Bild” Funke.

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