Partner von:
Anzeige

“Kein Chef, kein Lobbyist hat mir diesen Text vorgetrötet”: das engagierte Plädoyer der WDR-Chefredakteurin für den öffentlichen Rundfunk

WDR-Chefredakteurin Sonia Mikich hielt ein Plädoyer für den öffentlichen Rundfunk
WDR-Chefredakteurin Sonia Mikich hielt ein Plädoyer für den öffentlichen Rundfunk

Anlässlich der Abstimmung über den Rundfunkbeitrag in der Schweiz am kommenden Sonntag befassen sich auch die öffentlich-rechtlichen Sender hierzulande mit der Debatte rund um die Finanzierung von ARD und ZDF. In den "Tagesthemen" hielt WDR-Chefredakteurin Sonia Mikich ein Plädoyer für den öffentlichen Rundfunk. Dieser sei "Sauerstoff für die Demokratie".

Anzeige

“Wir Öffentlich-Rechtlichen sind Diener einer Gesellschaft, die informiert, unterhalten und aufgeklärt werden will”, so WDR-Chefredakteurin Sonia Mikich in ihrem Kommentar in den “Tagesthemen”. Sie beleuchtet die Vielfalt der öffentlich-rechtlichen Programme und verweist auf die wichtige Funktion von ARD und ZDF für die Gesellschaft: “Wer zeigt die Namen von milliardenschweren Steuer-Verbrechern? Wer durchleuchtet das Doping im Sport? Wer bitteschön schickt die Reporterin ins lebensgefährliche Nord-Nigeria auf der Suche nach den verschleppten Schulmädchen?” Die Antwort auf diese rhetorischen Fragen spricht sie nicht aus, aber es ist klar, dass sie damit den öffentlich-rechtlichen Rundfunk meint.

Menschen zu befähigen, ein eigenes Urteil zu bilden, das sei “teuer, gesprächswertig und für die Demokratie wie Sauerstoff”, so Mikich weiter. “Wir sind aber nicht unfehlbar”, bekennt die Chefredakteurin. Fragen wie “Bilden wir die Interessen aller ab?”, “Sind wir zu schnell beleidigt, wenn wir hinterfragt werden?”, “Sind wir wirklich im Besitz der alleinigen Wahrheit?” würden von den Machern längst diskutiert, versichert sie.

Anzeige

Am Ende ihres Kommentars wird die WDR-Chefin persönlich. Auch sie selbst sei Nutzerin des öffentlichen Rundfunks. Sie schaffe es spielend, mit Fernsehen, Radio und Online zwei, drei Stunden am Tag gut zu verbringen. Dass sie dabei nicht alles sehe und ihr alles gefalle, sei klar, müsse es auch gar nicht. “Den Rundfunkbeitrag hole ich durch viele Programmjuwelen locker wieder rein”, so Sonia Mikich. Und: “Nein, kein Chef, kein Lobbyist hat mir diesen Text vorgetrötet.”

Hintergrund des Kommentars ist, dass in der Schweiz am kommenden Sonntag eine Volksabstimmung über die Abschaffung der Rundfunkgebühr (in der Schweiz Billag genannt) durchgeführt wird. Sollten die Schweizer für eine Abschaffung votieren, sehen Beobachter den öffentlichen Schweizer Rundfunk SRG akut in seiner Existenz bedroht

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Menschen zu befähigen, ein eigenes Urteil zu bilden, das sei „teuer, gesprächswertig und für die Demokratie wie Sauerstoff“, so Mikich weiter.

    Immerhin wissen diese journalistischen Dilettanten, wie man es theoretisch zu machen hat.
    Schaut frau sich den selbst fabrizierten Stuss eigentlich gar nicht an, oder wie kommt man zu so einer weltfremden Einschätzung?
    Bei all der Hetze gegen ihre Mitmenschen bleibt ihr wohl dann doch keine Zeit für ihre “Programmperlen”.

    1. Das beste Beispiel für „Hetze gegen ihre Mitmenschen“ stellen doch gerade diese bislang zwei Kommentare dar (weitere in diese Richtung werden sicherlich bald folgen), die zudem sehr deutlich zeigen, aus welcher Ecke die Hetze im Allgemeinen kommt!

      1. Hallo Ronald!

        Schöner Kommentar von Ihnen. Wer ist denn Ihr Arbeitgeber? Darf ich raten? ARD oder SWR oder …

        Hetze ist schon ein arg strapaziertes und ausgeleiertes Wort. So wie Nazi. Ja, früher war Hetze noch eine Zustandsbeschreibung, aber heute hetzt doch quasi jeder der nicht eine bestimmte Meinung vertritt und da meine ich alle politische Richtungen und Interessengruppen.

      2. Oooohhhh.. der Ronald mag keine Hetze… und er den braunen Sud mag er nicht. Und er denkt, wenn er das hier reinschreibt, dann ist doch alles gut. Nicht nur die Texte sind eine echte Lachnummer.

    2. Würde ich auch gerne wissen, was am Kommentar von Frau Mikich “Hetze” war. Und – nein, ich bin kein Mitarbeiter der ARD… .

      1. Am Kommentar von Frau Mikich nichts, aber in den Kommentaren hier schon, und zwar gegen sie! Und ich bin übrigens auch kein Mitarbeiter von „ARD oder SWR oder …“ sonst einem Sender, aber jemand, der diese und andere öffentlich-rechtlich Rundfunkanstalten gegen diese ewige Hetze von Rechts(außen) verteidigt. Ich will keinen braunen Sud à la „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ (wer findet den Widerspruch?), sondern u. a. auch guten Journalismus. Und der kommt nun einmal nicht von Hetzern!

  2. Jemand der weiß, was er sagen darf und was er nicht sagen darf, braucht sich auch nichts vortröten lassen.
    Und was soll eigentlich die Hysterie. Als wenn man hier in Deutschland jemals über soetwas abstimmen dürfte. Also lieber von Demokratie quatschen, als sie zu leben. Könnte ja nach hinten losgehen…

  3. Göttlich diese Frau! Göttlich!

    Das ist ja wie beim Fernsehen der DDR. Nur in der DDR sind Redemanuskripte dieser Art in der Schreibtischschublade geblieben und wurden nicht zur besten Sendezeit an die Kundschaft gebracht.

    Frau Mikich steht kurz vor der Pensionierung, da kann “Frau” schon mal so was sagen. Schämt die sich gar nicht?

  4. Die WDR-Chefin !!! sagt ” kein Chef, kein Lobbyist hat mir diesen Text vorgetrötet” .

    Wenn Sie dann als WDR- Chefin also keinerlei Lobbyarbeit für den ÖR bzw. den WDR betreiben würde, dann würde man grundlegende Reformideen erwarten.

    Frösche und Teiche ..

  5. Das war doch die “objektive” und “neutrale” “Qualitätsjournalistin”, die den österreichischen Bundeskanzler öffentlich als einen “Pimpf” beschimpft hat.

    Immerhin hat sie es als Feministin von Emma zur WDR-Chefredakteurin geschafft.
    Die Quoten zugunsten gesellschaftlicher Randgruppen bringen also doch was.

  6. Bin leider auch kein Fan von Frau Mikich z.B. im Presseclub. Die Dame hat große Probleme, ihre Meinung bei sich zu halten – auch anderen Journalisten gegenüber. Im übrigen weise ich erneut darauf hin, dass der ÖR ein zweiteiliges Schwert ist.
    1. Der Nachrichtenbereich mit Dokumentation und Politik
    2. Der Fictionbereich, in dem er sich mit 160 Töchtern auf dem Markt breit gemacht und einen riesigen Wirtschaftsbereich unter das ÖR-Monopol gezwungen hat. Kein Film kann heute mehr ohne ÖR gemacht werden – auch nicht fürs Kino. Das Monopol hat einen geschlossenen Markt geschaffen, in den steuerfinanzierte Hoch- und andere Schulen jährlich weiter Nachwuchs kippen, den der ÖR inzwischen ignoriert. Die ARD/ZDF-Studien der Uni Rostock haben neben vielen weiteren Punkten ergeben: “massive Frauendiskriminierung, Bevorzugung der Männer in Rollen, Geschichten, Regie, Produktion (70 % Männer-Rollen, 30 % Frauenrollen, darunter 10 % Ausländerinnen, 75 % Männer-Titelrollen, 85 % Regisseure verfilmen alle Filme und Serien. Der Kinderbereich arbeitet mit Uralt-Sterotypen und zeigt 4 Jungs und 1 Mädchen (mit Schleife im Haar). Der Kinderbereich ist fast zu 100 % von Frauen besetzt. Die risikoscheuen, stereotypen Zuweisungen an Frauen und die Männer-dominierten Entscheider-Strukturen des ÖR (wo wenige Entscheider über Jahrzehnte ihre patriarchale Welt schützen) sind eine einzige Katastrophe. Dies nochmal in Erinnerung gerufen! Es ist unerträglich, dass auch Medien bei Berichten über den ÖR nicht zu begreifen scheinen, dass diese beiden diametral voneinander entfernten Bereiche nicht in einem Topf abgehandelt werden können. Der ÖR als Nachrichten- und Politik-Lieferant ist etwas anders als der ÖR, der als MACHTMONOPOLIST mit Milliarden Gebührengeldern einen riesigen Moloch an Tochter- und anderen Firmengeflechten und Beteiligungen geschaffen hat, dazu weitere Sender (neo, arte, 3sat……) aufbaut und sich mit Koproduzenten im Ausland (ORF, Schweiz, Schweden, Dänemark, Norwegen etc.) zusammen tut, um auch dort unsere Gebühren zu verschleudern, die Macht zu vergrößern und den Nachwuchs – vor allem Frauen – massiv zu diskriminieren. Die gesamte Filmwirtschaft und alle Studierenden inklusive aller Hochschulen und privaten Schulen und vieles mehr ist TOTAL ABHÄNGIG vom einem wahnwitzigen Monsterapparat und von Strukturen, die “wenige Entscheider” über Jahrzehnte für ihre persönlichen Bedürfnisse “gestaltet” haben. Schluss damit! Schluss mit Frauendiskriminierung durch die Gebühren der Bürger. Schluss mit 160 Tochterfirmen, die wir ebenso wie die Sender voll finanzieren.

  7. Schade, dass hier in den Kommentaren die Person diskreditiert wird und deren sachliche Kompetenz in Frage gestellt wird, statt über den INHALT ihrer Aussagen zu sprechen. Das wäre nämlich die journalistische Herangehensweise.

    So untermauern die Kommentare hier genau das, was sie eigentlich in Zweifel ziehen wollen: Dass es beim Berichten über das, was um uns herum geschieht, und erst Recht im Einordnen, Menschen braucht, die damit primär einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen und nicht primär der Gewinnmaximierung des Medienunternehmensinhabers / dem Aktienkurs verpflichtet sind oder mit ihrem Geschrei in sozialen Netzwerken primär das Geschäftsmodell eines internationalen Digitalkonzerns befeuern.

    Ich habe schon für Redaktionen gearbeitet, in denen das über allem stehende Schlagwort “Monetarisierung” und “Wirtschaftlichkeit” lautete. Und in solchen, die zuerst auf Inhalt und dann aufs Geld geschaut haben. Waren zweitere deswegen fehlerfrei? Natürlich nicht. Aber sie waren unabhängiger, neutraler und im Schnitt (!) einfach besser.

    Mir gefällt eine Welt nicht, in der Verkaufszahlen und Quote die einzigen Faktoren in der Frage sind, wer Meinung bildet und Deutungshoheit hat. Oder in der uneinsehbare Algorithmen global wirtschaftender Digitalkonzerne entscheiden, wer was sieht und damit Filterblasen generieren, wo es Diskurse bräuchte – weil sich mit Ersterem eben mehr Geld verdienen lässt.

    2017 war in Sachen ausgewogener Diskussionskultur schon gruselig, die Leute schreien sich nur noch an, statt sich ernsthaft auseinanderzusetzen. Das radikalisiert und totalisiert eine Gesellschaft.

    Das heißt nicht, dass deswegen pauschal alles richtig ist, was öffentlich-rechtlich passiert, und das jeder Euro dort verantwortlich eingesetzt wird, dass jeder Journalist und jedes Programm dort unhinterfragt bleiben soll. Aber die Institution brauchen wir heute mehr als vielleicht jemals. Und gleichzeitig gerne und unbedingt auch eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Institution.

    1. Entschuldigung! Was glauben Sie, bewegt die ÖR-Leute, die bestens versorgt bis ans Lebensende nicht gekündigt werden, egal was sie tun. Dort sitzen Leute an Positionen, an denen sie enorm viel Macht haben. Macht korrumpiert überall – und ganz sicher auch die Leute im ÖR. Beispiele gibt es wie Sand am Meere. Also hören Sie auf so zu tun als seien die Milliarden Gebühren ein Schutz davor, dass sich die Leute anständig aufführen. Vor allem im Bereicht Fiction führen sich die ÖR-Angstellten auf wie die Axt im Walde. Sie haben Macht ohne Ende und niemand kontrolliert sie. Diese Fernsehräte sind keine Kontrolle wie man gestern von Gottschalk gut hören konnte. Hören Sie auf Märchen zu erzählen oder Hoffnungen und Wünsche, die einfach nicht wahr sind.

      1. Sie sagen: Macht korrumpiert, darum ist jeder, der sie hat, korrupt.

        Das ist eine krasse und im Kern menschenverachtende Verallgemeinerung. Aus ihren Zeilen ist Neid bis hin zum Hass zu lesen.

        Zudem lesen Sie offensichtlich nicht genau: Ich schrieb, dass einzelne Programme und Aktivitäten zu hinterfragen sind. Aber konstruktiv und nicht pauschalisierend, verallgemeinernd und allen Beteiligten schlechteste Absichten unterstellend. Das bringt genauso wenig, wie eine rosa Brille, die sie mit ihren Zeilen jedem unterstellen, der nicht pauschal schwarz sieht.

        Genau damit die Welt nicht Schwarz-Weiß gemalt wird von Menschen wie Ihnen, brauchen wir differenzierenden Journalismus.

        Und auch die eine oder andere fiktionale Geschichte, die das in dramatisierter Form darstellt oder zeigt, wohin menschenverachtende totalitäre Haltungen hinführen.

        Ist jedenfalls eine Weile her, dass ich in Privatsendern so etwas wie Fahrenheit 451, 1984, Schöne Neue Welt, Brazil, Die Welle, Schindlers Liste, Das Leben ist schön, Der große Diktator oder Ähnliches programmiert gesehen hätte. Mir ist bange um eine Welt, deren Kinder nur auf Selbstoptimierung, Neid, Verachtung des Andersartigen, Casting-Shows und Konsum geprägt werden.

  8. „Wer zeigt die Namen von milliardenschweren Steuer-Verbrechern? Wer durchleuchtet das Doping im Sport? Wer bitteschön schickt die Reporterin ins lebensgefährliche Nord-Nigeria auf der Suche nach den verschleppten Schulmädchen?“

    ..und wieviel Prozent vom Programm macht das aus?

    Ja, Rundfunkbeitrag ist okay und nötig. Aber NUR für das o.g., nicht für Sendungen, die private genau so gut (oder schlecht) machen können: Unterhaltungsshows, Sport, Krimi usw. Diese Sendungen haben nix, aber auch garnix mit der Idee eines unabhängigen und deshalb über eine Zwangsabgabe finanzierten Rundfunks zu tun.

    Genau so: Wer bis 20:00 Uhr Werbung macht, ist nach 20:00 Uhr neutral. (?) Nein, Werbung gehört den öffentlich-rechtlichen ganz verboten. Wenn man sich auf die o.g. Themen konzentriert reicht das Geld auch so. Mehr als genug.

    1. Unterhaltung gehört zum Programmauftrag, dazu gehören Unterhaltungsshows und Krimis. Ich habe weniger Probleme mit dem Was, sondern mit dem Wie der Unterhaltung. Da kann durchaus formal mutiger und experimentierfreudiger sein.

      1. @bach

        “Unterhaltung gehört zum Programmauftrag”

        …wie ist das zu begründen? Wenn ich den verfassungsmäßigen Auftrag – und die dadurch erlaubte Erhebung einer Zwangsgebühr – richtig verstanden habe, geht es einzig und allein darum einen unabhängigen Journalismus zu garantieren. Vielleicht kann man noch die “Förderung der Künste” hinzu nehmen, aber Unterhaltung definitiv nicht.

  9. Wenn man den Teich trockenlegen möchte, darf man nicht die Frösche fragen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird alles daran setzen, seine Privilegien und Pfründe zu verteidigen. Man macht sich mit den Mächtigen gemein und spielt das hohe Lied der Staatspropaganda. Regierungskritiker werden attackiert und niedergemacht, die Vetreter der Macht hingegen hofiert und umschmeichelt. Wenn man diese unzählige Sendergemeinschaft nicht ganz abschaffen möchte, so muss dennoch der zwangsfinanzierte Wildwuchs bekämpft werden. Dazu gehört, dass sich die öffentlichen Sender aus der Umklammerung der Parteien befreien und wieder unabhängig berichten. Zudem sollte man sich auf Politik, Bildung und Kultur beschränken, dann könnte man die Zwangsgebühren locker um die Hälfte senken. Trash und Unterhaltung sollten den Privaten überlassen bleiben.

  10. Wer hat denn behauptet, jemand “tröte” ihr ihre Texte vor? Mikich ist mittlerweile in Sphären angekommen, da kann kein Textflüsterer mithalten. Siehe die “Pimpf”-Bemerkung über Sebastian Kurz.

  11. Ich bin grundsätzlich ein großer Fan der öffentlich rechtlichen Sender und stimme Frau Mikich in fast jedem Punkt zu.
    ABER, das heißt nicht, dass ich deswegen mit diesen unfassbaren Mengen von Sendern und entsprechend auch Studios, Angestellten, Material, Fuhrpark, … und Sendungen einverstanden bin (z.B. wieviele “Tatort” werden eigentlich pro Jahr produziert?) – das kann man locker um weit mehr als die Hälfte reduzieren ohne Schaden in Sachen öffentlicher Auftrag anzurichten.

    Nur mal zum Verständnis, warum ich meine, dass der Beitrag um minimum 50% gesenkt werden muss – gerne sogar in Richtung 5,-€ / Monat:

    Öffentlich Sender ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

    SD-Sender:
    3sat
    arte
    Bayrisches Fernsehen Nord
    Bayrisches Fernsehen Süd
    BR alpha
    Das Erste
    DW
    DW (Amerika)
    DW (Arabia)
    DW (Asien)
    DW (Europe)
    DW (Latinoamérica)
    Eins Plus
    Einsfestival
    HR fernsehen
    KIKA
    MDR Fernsehen Sachsen
    MDR Fernsehen Sachsen-Anhalt
    MDR Fernsehen Thüringen
    NDR Fernsehen Hamburg
    NDR Fernsehen Mecklenburg-Vorpommern
    NDR Fernsehen Niedersachsen
    NDR Fernsehen Schleswig-Holstein
    Phoenix
    Radiobremen tv
    RBB Berlin
    RBB Brandenburg
    SR Fernsehen
    SWR Fernsehen Baden-Württemberg
    SWR Fernsehen Reinland-Pfalz
    Tagesschau 24
    WDR Fernsehen Aachen
    WDR Fernsehen Düsseldorf
    WDR Fernsehen Köln
    WDR Studio Bielefeld
    WDR Studio Bonn
    WDR Studio Dortmund
    WDR Studio Duisburg
    WDR Studio Essen
    WDR Studio Münster
    WDR Studio Siegen
    WDR Studio Wuppertal
    ZDF
    ZDF info
    ZDF Kultur
    ZDF neo

    HD-Sender:
    3sat HD
    arte HD
    Bayrisches Fernsehen Nord HD
    Bayrisches Fernsehen Süd HD
    Das Erste HD
    Eins Plus HD
    Einsfestival HD
    HR fernsehen HD
    KIKA HD
    MDR Fernsehen Sachsen HD
    MDR Fernsehen Sachsen-Anhalt HD
    MDR Fernsehen Thüringen HD
    NDR Fernsehen Hamburg HD
    NDR Fernsehen Mecklenburg-Vorpommern HD
    NDR Fernsehen Niedersachsen HD
    NDR Fernsehen Schleswig-Holstein HD
    Phoenix HD
    RBB Berlin HD
    RBB Brandenburg HD
    SWR Fernsehen Baden-Württemberg HD
    SWR Fernsehen Reinland-Pfalz HD
    Tagesschau 24 HD
    WDR Fernsehen Köln HD
    ZDF HD
    ZDF info HD
    ZDF Kultur HD
    ZDF neo HD

    Radiosender:
    Bayern 1
    Bayern 2
    Bayern 3
    BR-Klassik
    BR B5 Aktuell
    BR Puls
    BR Bayern Plus
    BR B5 Plus
    HR1
    HR2
    HR3
    HR4
    HR Info
    YOU FM
    MDR JUMP
    MDR INFO
    MDR FIGARO
    MDR KLASSIK
    MDR SPUTNIK
    MDR 1 Radio Sachsen
    MDR Sachsen-Anhalt – Das Radio wie wir
    MDR Thüringen – Das Radio
    NDR 1 Niedersachsen
    NDR 1 Radio MV
    NDR 1 Welle Nord
    NDR 90,3
    NDR 2
    NDR Kultur
    NDR Info
    N Joy
    NDR Info Spezial
    NDR Blue
    Bremen Eins
    Bremen Vier
    Nordwestradio
    Funkhaus Europa
    Antenne Brandenburg
    radioBERLIN 88,8
    radioeins
    inforadio
    kulturradio
    Fritz
    SR1 Europawelle
    SR2 Kulturradio
    SR3 Saarlandwelle
    UnserDing
    SWR1 Baden-Württemberg
    SWR1 Reinland-Pfalz
    SWR2
    SWR3
    SWR4 Baden-Württemberg
    SWR4 Reinland-Pfalz
    DASDING
    1 live
    1 live diggi
    WDR2
    WDR3
    WDR4
    WDR5
    Funkhaus Europa
    Deutschlandradio Kultur
    Deutschlandfunk
    DRadio Wissen
    DW Radio Amharisch
    DW Radio Dari
    DW Radio Englisch
    DW Radio Französisch
    DW Radio Griechisch
    DW Radio Haussa
    DW Radio Kisuaheli
    DW Radio Paschtu
    DW Radio Portugiesisch
    DW Radio Türkisch
    DW Radio Urdu

    Die ticken doch nicht ganz grade – das hat absolut nichts mit dem eigentlichen Auftrag zu tun, sondern ist pure, fast schon kriminelle Selbstbedienung, eine gigantische Geldverschwendung und eine Steilvorlage für Rechts!

  12. Wenn ich mir vorstelle, ein reicher Verleger oder eine (künftige) Stiftung ermöglichen AfDlern mit viel Geld ihre “Fakten” im eigenen ungeprüft in die Welt zu stellen (á la Fox News) … und da gäbe es kein Gegencheck durch (kompetente) JournalistInnen…

    Zur Zeit scheint es ja so zu sein, dass rechte Kräfte alles versuchen, demokratische Institutionen zu unterminieren. Damit wollen sie sich die Deutungshoheit beschaffen, die sie den öffentlich-rechtlich (gesetzlich geregelten und kontrollierten) Medien unbedingt absprechen wollen.

    Die Front National in Frankreich hat Geld von Herrn Putin bekommen, gewisse Parteien in Italien auch – und mich würde auch nicht wundern, wenn Herr P. sich dann später gerne am AfD-Fernsehen beteiligt (natürlich ungenannt und über trübe Kanäle finanziert). Der große Stratege unterminiert die westliche Demokratie – und schafft über Umwege auch noch die lästige Berichterstattung über seine Verbrechen ab. Und gerne gleich auch die böse, böse EU.

    Und auch andere Gelichter in diesem Lande würden sicher gerne gegen einen kleinen Obulus für die “rechte” Darstellung ihres Unternehmens, ihrer Person, ihrer Interessen sorgen.

  13. die Schlimmsten sind diejenigen, denen man nichts vortröten muß, sondern die aus tiefster eigener Überzeugung handeln.

    Eigene Überzeugungen sind bei einer sogenannten Bewertung und ” Einordnung” von gesellschaftlichen Vorgängen, die sich eigentlich auf eine möglichst objektive und umfassendste Berichterstattung beschränken sollte, für die Meinungsbildung einer offenen Gesellschaft schlicht und einfach tödlich.

    Eigene Überzeugungen haben nichts in einer sachlichen Berichterstattung zu tun, welche sich demnach auch nicht aussuchen darf, über was berichtet, und über was nicht berichtet werden sollte.

    Das ist bei den ÖR offensichtlich nicht mehr gegeben, insoweit sind diese zu einem Hauptproblem beim Erhalt einer pluralistischen Gesellschaft geworden, weil sie nicht mehr zur Bildung einer öffentliche Meinung beitragen, sondern diese einseitig prägen, vorgeben.

    Ein Akt der Entmündigung der Öffentlichkeit.

    Welcher mit höchstem Sendungsbewußtsein betrieben wird. Jeder, der gegen diese sich vollziehende Entmündigung, die einseitige Formung der eigenen und öffentlichen Wahrnehmung aufbegehrt wird attackiert, diffamiert.

    Das ist nicht Aufgabe eines öffentlich- rechtlichen Systems.

    Genau dahinein paßt der Brief der Internationale unserer Qualitätsjournalisten an den österreichischen Kanzler Kurz, sich gefälligst gegen seinen Koalitionspartner FPÖ in Stellung zu bringen.

    Journalisten greifen nunmehr auch sichtbar in die Politik ein, es genügt ihnen nicht mehr, das politische Geschehen durch eine tendentielle Gestaltung der Wahrnehmung zu manipulieren.

    Niemand muß denen etwas vortröten. Die legen größten Wert darauf, sowas ganz von alleine zu machen.

    1. Dass die nicht den bequemen und ertragreichen Ast absägen, auf dem sie sitzen, ist doch wohl klar. Allerdings haben genügend unabhängige Untersuchungen gezeigt, dass weder neutral, noch unabhängig berichtet und produziert wird. Wenn diese Frau also nicht “neutral” und umfassend berichten möchte/kann, warum gehts sie nicht? Sie schadet diesem System mehr als jede AfD-Forderung.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia