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Warren Buffett über sein Apple-Investment: “Solange ich kein iPhone habe, ist der Markt nicht saturiert”

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„Die Kontinuität des Produkts ist enorm“: Warren Buffet ist großer Apple-Fan / Screenshot: © CNBC

Apple ist Warren Buffetts Überraschungsinvestment: Seit knapp zwei Jahren ist das Orakel von Omaha in den iKonzern investiert und hat zuletzt mit immer größeren Summen nachgekauft. Dem Finanzsender CNBC erklärte Buffett heute, was hinter seinem 28 Milliarden Dollar-Investment steckt: "Apple hat eine enorme Kundenbindung. Das Ökosystem ist außerordentlich stark", begründete der legendäre Investor sein Engagement beim Techpionier. Nur ein iPhone will sich der 87-Jährige partout nicht mehr zulegen...

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Das Timing war legendär. Buchstäblich zu mehrjährigen Tiefstkursen bei um die 90 Dollar startete Buffett vor knapp zwei Jahren seine Apple-Position, die seitdem immer weiter an Größe gewonnen hat.

Binnen eindreiviertel Jahren hat das „Orakel von Omaha“ in bemerkenswert kurzer Zeit eines seiner erfolgreichsten Investments aller Zeiten verbucht. Anteilsscheine von Apple haben sich seit Tiefstkursen bei 88 Dollar im Mai 2016 in der Spitze mehr als verdoppelt, zu Jahresanfang erneut mehrfach neue Allzeithochs bei 180 Dollar aufgestellt und heute wiederum die Bewertungsmarke von 900 Milliarden Dollar durchbrochen.

Buffetts Apple-Investment liegt bereits um 8,3 Milliarden Dollar vorn

Dass Warren Buffett immer noch großen Appetit auf Apple hat, wurde erst vorvergangene Woche deutlich, als nach der Pflichtmitteilung der Börsenaufsicht SEC hervorging, dass Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway im vierten Quartal noch massiv Apple-Aktien zugekauft hat – nämlich um 23 Prozent. Mit einem Gesamtvolumen von 28 Milliarden Dollar ist Apple inzwischen die größte Aktienposition von Berkshire Hathaway.

Wie der alljährliche Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway am Wochenende enthüllte, liegt das “Orakel aus Omaha” mit seinem Apple-Investment bereits um 8,3 Milliarden Dollar vorne (Stand Schlusskurs vom vergangenen Freitag), während der Durchschnittskaufpreis 125,73 Dollar beträgt.

Im Anschluss an seinen aufschlussreichen Brief an Aktionäre (” Die Märkte machen verrückte Dinge” / “Es gibt kaum noch etwas zu einem vernünftigen Preis”) stellte sich Buffett gleich drei Stunden lang dem Finanzsender CNBC.

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“Apples Ökosystem ist außerordentlich stark”

Buffett wich den Fragen nach seinem Apple-Investment größtenteils charmant aus. Die genaue Motivation hinter seinen zuletzt massiven Zukäufen von Apple-Aktien wollte Buffett nicht verraten: “Wir sind nicht im Beratungsgeschäft tätig”, lachte der 87-Jährige die Frage weg.

Immerhin räumte Buffett ein, dass Apples Ökosystem der Hauptgrund für sein Engagement sei: “Apple hat eine enorme Kundenbindung.  Das Ökosystem ist außerordentlich stark. Man ist durch das Apple-Produkt, das man benutzt, darin sehr, sehr gefangen, zumindest  psychologisch. Das iPhone ist ein Produkt mit hoher enormer Anziehungskraft”, wiederholte Buffett seine Kaufbegründung aus dem Vorjahr.

Warum Buffett kein iPhone kauft

Das viel gehörte Gegenargument, dass Apples iPhone-Wachstum auslaufe, wie die rückläufigen Verkäufe im Weihnachtsgeschäft nahelegen,  wischte Buffett, der selbst immer noch kein Apple-Smartphone benutzt, unterdessen humoristisch weg.

“Ich selbst habe keinen Bezug dazu, aber ich sage Tim Cook immer: Solange ich kein iPhone habe, ist der Markt nicht saturiert. Nachdem ich eins gekauft habe, gibt es wahrscheinlich keine Käufer mehr”, scherzte der erfolgreichste Investor aller Zeiten. Apple-Aktionäre werden hoffen,  dass Warren Buffett dem iPhone noch länger fernbleibt…

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