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NDR zieht Zwischenbilanz zu Untersuchungen im Fall Dieter Wedel: keine Hinweise auf Übergriffe gefunden

Dieter Wedel
Dieter Wedel

Nach den massiven Vorwürfen in der Zeit gegen den Regisseur Dieter Wedel wegen sexueller Übergriffe, haben diverse ARD-Sender, für die Wedel tätig war, Untersuchungen eingeleitet. Der NDR hat nun einen Zwischenbericht vorgelegt, laut dem es es keine Hinweise auf sexuelle Übergriffe bei den zwischen 1969 und 1991 für den NDR gedrehten Wedel-Produktionen gab.

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An der Prüfung beteiligt waren bzw. sind laut NDR die Programmdirektion Fernsehen, die Produktionsdirektion, die Hauptabteilung Personal, die Revision, das Justitiariat und die Intendanz des NDR. Die Koordination liegt bei Thomas Schreiber, Programmbereichsleiter Fiktion und Unterhaltung. NDR Intendant Lutz Marmor: „Der NDR steht für eine Kultur der Fairness, der offenen Kritik und der gegenseitigen Wertschätzung. Sexismus und sexuelle Gewalt dulden wir weder im NDR noch bei den von uns beauftragten Produktionsfirmen. Auch wenn es um Vorgänge geht, die viele Jahrzehnte zurückliegen, haben wir ein hohes Interesse an einer Aufklärung möglicher Vorwürfe. Eventuell Betroffene können sich vertrauensvoll und, wenn gewünscht, unter Wahrung ihrer Anonymität an den NDR wenden.“

Im Rahmen der Untersuchung sind in den Archiven noch vorhandene Unterlagen zu Eigen- und Auftragsproduktionen des NDR geprüft worden, an deren Entstehung Wedel mitwirkte. Die älteste Produktion stammt aus dem Jahr 1969; die jüngste ist von 1991. Als Auftragsproduktion entstanden 47 Filme, 22 waren Eigenproduktionen des NDR. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von 25-minütigen Folgen für verschiedene Vorabendserien über mehrteilige Fernsehfilme wie „Einmal im Leben“ bis hin zu Einzelfolgen der Reihe „Schwarz-Rot-Gold“. Neben der Sichtung der Akten gab es auch Gespräche mit an den Produktionen Beteiligten.

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Das Redaktionsarchiv des NDR enthält Unterlagen zu 16 Produktionen. Weder im Redaktionsarchiv noch in den Personalakten hätten sich Hinweise gefunden, die auf sexuelle Übergriffe oder strafbares Handeln hindeuten, so der NDR. Die Vorwürfe gegen Wedel in der Zeit beziehen sich vor allem auf Produktionen des Saarländischen Rundfunks. Auch der SR hat angekündigt, die Vorfälle aufzuarbeiten.

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