Partner von:
Anzeige

Wegen GroKo-Hund Lima: SPD geht beim Presserat gegen Bild-Bericht vor 

Bild-Politikchef Nikolaus Blome, SPD-Hund Lima: Dinge “ad absurdum führen”
Bild-Politikchef Nikolaus Blome, SPD-Hund Lima: Dinge "ad absurdum führen"

Die SPD beschwert sich beim Presserat gegen die Berichterstattung der Bild-Zeitung über den SPD-Mitgliederentscheid zur großen Koalition. Der Parteivorstand warf der Zeitung am Dienstag in einer Erklärung "grobe Verstöße gegen die Grundsätze der journalistischen Ethik" vor und beauftragte den Medienanwalt Christian Schertz damit, dagegen vorzugehen. Die Bild hatte einen Hund als SPD-Mitglied eintragen lassen.

Anzeige
Anzeige

Bei der Beschwerde geht es um den Bericht “Dieser Hund darf über die Groko abstimmen”. Er sei in seiner Kernaussage “falsch”, heißt es in der SPD-Erklärung. Denn Stimmzettel ohne beigefügte eidesstattliche Erklärung würden nicht berücksichtigt. “Zudem hat die Bild bei der Recherche durch Angabe falscher Identitäten beim Parteieintritt Ziffer 4.1. des deutschen Pressekodex verletzt”. Darin ist geregelt, dass Journalisten sich bei ihrer Recherche klar zu erkennen geben müssen.

Die Bild berichtete am Dienstag über die Hündin Lima, die nach ihren Angaben Mitglied der SPD geworden sei und auch die Unterlagen für das Votum samt Sonderausgabe des Vorwärts mit dem 177-seitigen Koalitionsvertrag erhalten habe. Dahinter verbirgt sich aber wohl eine weibliche Scheinidentität bei der Onlineanmeldung.

Gegen die Berichterstattung der Bild regte sich bereits in den sozialen Netzwerken viel Kritik. Die Zeitung verteidigte die Berichterstattung. Politik-Chef Nikolaus Blome erklärte auf Twitter, manchmal müsse man Dinge “ad absurdum führen, um zu zeigen, was sie sind: absurd.”

Mit Material von dpa

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia