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Julian Reichelts Wechsel von der Kriegs- an die Medienfront: der Bild-Chef mit dem Feldbett im Büro

Bild Digital-Chefredakteur Julian Reichelt im Newsroom Foto: Fabian Matzerath
Bild Digital-Chefredakteur Julian Reichelt im Newsroom Foto: Fabian Matzerath

Spätestens als Julian Reichelt vom Digitalchef zum Vorsitzenden der Bild-Chefredaktionen ernannt worden war, wurde er "zum neuen Kai Diekmann" bei Springers Boulevardblatt, zum Hüter der Marke. Dass er die Bild-Zeitungschefin Tanit Koch nicht als gleichberechtigte Partnerin sieht, konnte man Reichelt schon früh anmerken. In der Medienlandschaft ist der Ex-Kriegsberichterstatter Reichelt keine alltägliche und keine unumstrittene Figur. Ein Porträt.

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Alles, was man über Julian Reichelt wissen muss, hat er selbst in wenigen Worten mal in einem Gespräch gesagt, das er, Kai Diekmann und die scheidende Bild-Print-Chefredakteurin Tanit Koch für das Mitarbeitermagazin von Axel Springer führten: „Das einzig wichtige Kriterium für Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, ist, ob man sich vorstellen kann, zusammen im Schützengraben zu sein. Das ist mein Kriterium für Menschen.“

Das ist eine Aussage, die man so ganz sicher nicht von vielen deutschen Chefredakteuren zu hören bekommen würde. Vielleicht sogar von keinem einzigen außer Julian Reichelt. Mit Tanit Koch, so gab Reichelt damals zu Protokoll, könne er sich vorstellen, im Schützengraben zu liegen. Naja. Das war entweder damals schon nur ein Lippenbekenntnis oder seine Bewertung hat sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändert. Dass es innerhalb der Bild-Führung einen ausdauernden und lange anhaltenden Machtkampf zwischen Reichelt und Koch gab, war in der Branche kein Geheimnis. Nun, da Tanit Koch die Segel streicht, wird aus dem Konflikt auch offiziell kein Hehl mehr gemacht. In ihrer Abschiedsmail an die Bild-Kollegen schreibt Koch:  „Wenn zwei Menschen professionell nicht harmonieren, lässt sich das eine Zeitlang durch Kompromisse ausgleichen. 2017 war davon geprägt, bis meine Kompromissbereitschaft an ihre Grenzen gelangte.“ Springer-CEO Mathias Döpfner wird in der Pressemitteilung zu ihrem Ausscheiden mit den Wortenzitiert: “Die Verantwortungskonstellation in der Chefredaktion war zwar gut gemeint, hat aber in der Praxis nicht funktioniert, weil diese Aufstellung nicht zu Bild passt. Bild braucht ganz klare Verhältnisse.”

Diese “ganz klaren Verhältnisse” hat Bild nun. Nun steht Reichelt nach dem Abgang von Koch endgültig alleine am Kommandostand der Bild, um in dem von ihm gepflegten Militärjargon zu bleiben. Nicht jedem in der Redaktion dürfte bei dieser Aussicht zum Jubel zumute sein.

Es war seine Zeit als Kriegsreporter, die ihn zu dem gemacht hat, der er heute ist. Das sagte er auch einmal im Gespräch mit MEEDIA: „Das war eine Erfahrung, die so fundamental und existenziell und bereichernd in vielerlei Hinsicht war, dass sie einen natürlich prägt und definiert. Krieg ist etwas, das alles andere für immer überlagert. Es prägt einfach den Blick auf die Dinge. Es prägt das Verständnis von Loyalität, von Zuverlässigkeit, von Pflichtbewusstsein, von Anstand. Wer sich in einem Krieg anständig verhalten kann, ist ein anständiger Mensch. Das wird zum Maßstab, wenn man das so oft erlebt hat wie ich.“

Reichelt blickt auf eine ungewöhnliche Bild-Karriere zurück. Er kam 2002 als Volontär zur Springer-Zeitung. Er berichtete als Reporter aus vielen Ländern und Krisenregionen: Afghanistan, Georgien, Thailand (nach dem Tsunami), dem Irak, Sudan und Libanon u.a.. Es gibt zahlreiche Aufnahmen von ihm mit Stahlhelm und Panzerweste in wüstenbraun. Das ist die Welt, die ihn geprägt hat. Mit einem schicken iPhone brauchte man ihm nicht zu kommen. Der Auslandskorrespondent bevorzugte ein Blackberry, für ihn “die Kalaschnikow unter den Smartphones”.

Nie sei es ihm um Abenteuerlust oder den Krieg an sich gegangen, wie er einmal in einem Interview sagte, sondern um Grenzerfahrungen: „In solchen Situationen kann man Menschen sehr nahe kommen und erfahren, was sie wirklich bewegt. Viele Dinge werden unwichtig – plötzlich geht es nur noch ums nackte Überleben.“

Julian Reichelt ist jemand, der sich selbst als Falke sieht und keinesfalls als Taube. Allzu friedensbewegte Zeitgenossen betrachtet er als naiv. Er glaubt, dass Frieden und Sicherheit Folgen einer Politik der Stärke und Konsequenz sind. Und wenn Julian Reichelt etwas glaubt, dann glaubt er sehr fest. Für ihn sind Loyalität und Anstand wichtige Begriffe, die mit Leben zu füllen sind. Reichelt hat eine Haltung, und er scheut nicht davor zurück, sie öffentlich mit klaren Worten zum Ausdruck zu bringen. Ob das Ärger gibt, scheint ihm egal. Oft sucht er den Ärger geradezu. Damit passt er ideal ins Beuteschema der Talkshows, wo er sich bereits in politischen Runden beachtlich schlug und künftig häufiger zu sehen sein könnte. Reichelt, daran besteht kein Zweifel, hat eine Agenda.

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Etwa wenn er in flammenden Kommentaren die Zögerlichkeit des Westens im Syrien-Krieg anprangert. Oder in einem Kommentar gegen jeden Mainstream die deutsche Kritik am Einreiseverbot für sieben muslimisch geprägte Länder in die USA als verlogen geißelt: „Zwischen Deutschland und der Türkei gibt es einen Deal, der Trumps Einreisestopp in puncto zynischer Unmenschlichkeit bei Weitem übertrifft“, schrieb Reichelt da, und er meint natürlich den so genannten Flüchtlingsdeal, den die Bundesregierung ausgehandelt hat. Weiter schreibt er: „Das Ergebnis: Die Türkei hat die Grenze zu Syrien so abgeriegelt, dass es für die Opfer und Geschundenen des Assad-Regimes keine Zuflucht mehr gibt. Wer versucht, aus Syrien in die sichere Türkei zu flüchten, wird an der Grenzanlage erschossen. Das ist die Art von ‚Einreisestopp’, den unsere Bundesregierung ausgehandelt hat.“

Das sind harte Worte, die dahin gehen, wo es wehtut. Wie oft, hat er dabei auch recht, und man fragt sich, warum solche Dinge nicht häufiger von denen thematisiert werden, die Leitmedien-Anspruch am lautesten für sich proklamieren. Sein Blick ist der Blick des Soldaten, desjenigen, der vor Ort ist und der erkennt, was getan werden müsste. Politische Zwänge, „schmutzige Kompromisse“, „Deals“ das sind Dinge, die Julian Reichelt verachtet, gegen die er angeht und an denen er bisweilen beinahe zu verzweifeln droht. In der Welt des Soldaten geht es um Leben und Tod und nicht um Umfragewerte. Diejenigen, die ihm Zynismus vorwerfen, liegen gerade darum falsch. Reichelt handelt als Medienmacher nicht zynisch. Wenn er einen solchen Kommentar schreibt oder wenn er auf der Bild.de Startseite eine Stunde lange eine ABC-Alarmsirene tönen lässt, um an die Gasopfer in Syrien zu erinnern, dann tut er das nicht, aus Effekthascherei oder weil er damit Klicks holen willen, sondern weil er das wirklich für wichtig hält. Man ahnt, dass solche Statements an der Grenze zum Aktivismus bei Vermarktern nicht unbedingt auf ungeteilte Unterstützung stoßen.

Zur soldatischen Sicht auf die Welt gehört auch, dass er sehr klar in Freund und Feind unterteilt. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden ist für ihn ein Verräter. Punkt. Glenn Greenwald, den Journalisten, der maßgeblich an den Snowden-Enthüllungen beteiligt war, bezeichnete er auf Twitter als „pöbelnden Ideologen“. Wie für sein erklärtes Vorbild Kai Diekmann ist Twitter für Reichelt der Kanal der Wahl, um schnell Dampf abzulassen und sich mitzuteilen. Dabei geht es oft aber nicht nur um die großen Fragen von Krieg und Frieden. Wenn Focus Online mal wieder bei Bild.de abgeschrieben hatte, bezeichnete er den dortigen Chefredakteur Daniel Steil (ein früherer Bild-Kollege) als „digitalen Hühnerdieb“. Und Tanit Koch, die ihm zunächst unter der Herausgeberschaft von Kai Diekmann hierarchisch gleichgestellt war, war eine Konkurrentin, der er sich entledigen wollte. Wer zum engen Kreis Reichelts gehört, genießt seine absolute Loyalität. Für andere wird es unter Umständen unangenehm. In Reichelts Welt braucht es klare Kommandostrukturen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er das Mediengeschäft auch so ein bisschen als Kriegsspiel begreift. 

Was Reichelt neben seinem Soldaten-Tick (er hat in seinem Büro auch ein Feldbett stehen), seinen politischen Überzeugungen und seiner Streitlust auszeichnet, ist ein tiefes Verständnis für technische Entwicklungen. Er hat Bild.de konsequent als digitale Plattform ausgerichtet, frühzeitig die Bedeutung von Facebook, Live-Videos, Videos allgemein erkannt. Unter seiner Führung ist Bild.de die wohl experimentierfreudigste Digital-Redaktion der Republik geworden. Jede neue Technik wird angenommen und auf ihre journalistische Anwendbarkeit hin überprüft.

Es war eine überraschende und durchaus riskante Entscheidung, Reichelt im Jahr 2014 mit Anfang 30 zum Chefredakteur des großen Digitaldampfers Bild.de zu machen. Ein junger Kriegsreporter, so ganz ohne Führungserfahrung. Der langjährige Bild-Chef Kai Diekmann erkannte das Potenzial in ihm und beschloss nach seiner Lehrzeit im Silicon Valley, auf den Nachwuchs-Mann zu setzen. Bislang hat noch niemand ein Rezept gegen den Auflagenverfall der Print-Bild gefunden. Nach dem Weggang von Tanit Koch wird auch dies ein Feld sein, auf dem er sich wird beweisen müssen.

Hinweis: Dieser Text erschien bereits am 6. Februar 2017 anlässlich Julian Reichelts Berufung zum Vorsitzenden der Bild-Chefredaktionen. Angesichts des Abgangs von Tanit Koch wurde er in einigen Punkten überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. 

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Alle Kommentare

  1. Dann sollte Reichelt dringend und sehr aufmerksam das lesen, was Döpfner letzte Woche hier verbreitet hat. Und: DRAN BLEIBEN..DRAN BLEIBEN an den Skandalen. Es nützt nichts, die Skandale zu bringen und dann nichts mehr zu machen, damit es Konsequenzen gibt. Das ist der Grund, warum Politiker etc. heute nicht mehr zurücktreten – außer es geht um Kinderpornographie oder (hahahaa) vielleicht noch Steuerhinterziehung oder zu schnell im Straßenverkehr. Wenn Reichelt das täte, was er bei seiner privaten Verfolgung von “Putin” und “Assad” macht, das wäre schon schön. Leider reicht sein Aufreger-Potenzial im Moment nur für Putin/Assad/Aleppo. Dann vielleicht noch die BamS auf “wieder-Themen-für-alle”-Kurs bringen (gestern: Familie…Pränatal-Diagnostik…die dumme Frau in der Auto-Anzeige…Eltern wollen perfekt sein…Frauen checken Frauenautos…Mama, Mama ich will zum Zahnarzt..Welcher Hund passt zu mir…Das Kind als Superheld…). Man darf gespannt sein – vor allem auf die Umsetzung von Döpfners Ansagen.

      1. Die Hoffnung stirbt zuletzt… Döpfners Wutrede in Sachen “FakeNews” war gut. Am selben Tag hat sich Reichelt “aufgeregt”. Dessen Flüchtlingsschutz-Gedöns für Millonen junge Männer ist unvergessen. Dass man denen jetzt in der Kriminalstatistik auch noch “zugute” hält, junge Männer würden in allen Gesellschaften “ein Problem darstellen” sollte man diesen einfältigen Journalisten täglich um die Ohren hauen. Döpfner hat mal kurz aufblitzen lassen, es könnte Journalismus in D geben, der die gesetzlich garantierte “Pressefreiheit” in Anspruch nehmen müßte. Schlimm, dass sowas nur dann passiert, wenn die Politik der Presse in die Suppe spuckt. Wenn sie alle gemeinsam dem Bürger in die Suppe spucken, war das weder Döpfner noch Reichelt eine flammende Rede wert (Millionen-Betrügereien durch Fake-Profile sind Schuld der Länder und Behörden, die den registrierten Bürger wegen Kleinigkeiten bestrafen und verfolgen. Dazu offene Grenzen über die nach wie vor zehntausende illegal ins Land laufen, aktuell sogar per Bus, keine Zinsen für die deutschen Sparer u.v.a.) Flammende Reden gab es aber natürlich immer für Reichelts persönlich begleitete Flüchtlingsmänner. Vielleicht begreift Döpfner langsam, wie das war, als Springer noch Sprachrohr fürs Volk war? https://meedia.de/2017/02/01/george-orwell-war-harmlos-dagegen-doepfners-harsche-kritik-am-kampf-der-bundesregierung-gegen-fake-news/

  2. Etwas mehr Distanz hätte dem Bericht gut getan. Und halb soviel Text. Auch dann wäre klar geworden, dass Stefan Winterbauer den neuen BILD Boss für so etwas wie den Messias des Journalismus hält.

  3. Julian Reichelt war der faktisch die Lokomotive der deutschen Medien-Kampagne “Refugees Welcome”. Man kann deren Folgewirkungen vielleicht jetzt als “problematisch” ansehen. Doch ohne das humanitäre Engagement von Julian Reichelt und seiner BILD.de hätte es bei diesem hochemotionalem Thema auch passieren können, dass die Bevölkerung radikal ausländerfeindlich wird. Dass Merkels Deutschland kein “freundliches Gesicht zeigt”, sondern ein Hässliches. Das journalistische Bekenntnis ausgerechnet von Reichelts BILD.de “pro refugees” hat entscheidend mitgeholfen, dass sich Deutschland menschlich verhält. Reichelt hat mit diesem mutigen Kurs gelegentliche, populistische Versuchungen in anderen Medien neutralisiert. Fast alle sind der Bild-Linie im Wesentlichen gefolgt.

    Man kann nur ahnen, wie viele Flüchtlinge durch die humanitäre Haltung von Reichelt & Co. indirekt gerettet worden sind. Wie vielen Kriegsopfer ein Weg in ein neues Leben geöffnet wurde. Winterbauer hat völlig recht mit seiner Einschätzung: Nur derjenige kann als Journalist moralisch konsequent urteilen kann, der “wie ein Soldat” selbst erlebt hat, was Überleben und Sterben im Schützengraben bedeutet, wenn einem niemand mehr hilft. Reichelt hat es erlebt. (Ich übrigens auch).

    Eine gute Personalentscheidung.

    1. Das ist doch wohl eine Scherz. Moralisch konsequent urteilen kann man nur, wenn Krieg war? Ich glaube nicht, dass sie wissen, was Moral ist.
      Die Missachtung der Rechte des eigenen Volkes ist dann wohl zu vernachlässigen, indem Nicht-Staatsbürger in großem Maßstab ungeprüft ins Land kamen und die Sicherheit bedrohen?
      Das der Westen den Krieg dorthin getragen hat und damit die Flucht erst notwendig gemacht hat, sollte man auch erwähnen.
      Schön, dass ihr im Krieg wart, wünscht man sich das für die Menschen, damit alle moralisch urteilen können?
      Moralisch ist, wenn die Menschen nicht aus ihrem Land getrieben werden und ich muss nicht im Krieg gewesen sein, um sagen zu könne, dass Krieg falsch ist.
      Krieg hat mit Moral nichts zu tun, beides schließt sich gegenseitig aus.

      1. „Die Missachtung der Rechte des eigenen Volkes“? Das müssen Sie erklären! Aber um es Ihnen gleich vorwegzunehmen, falls Ihre Argumentation in diese Richtung gehen sollte: 13 Prozent sind meiner Rechnung nach NICHT das Volk!

  4. Ein Transatlantiker und Russenhasser at it´s best – ob die Bild heutzutage so etwas immernoch braucht ?

    Na jedenfalls muss ich mir keine großen Sorgen machen um den weiteren, evtl. sogar beschleunigten Abstieg der Bild-Zeitung !

    Ergo…… gute Personalentscheidung !

  5. Dieser Pressesoldat, der es ganz normal findet, Arsch-und-Tittenfotos neben Vergewaltigungsberichten zu platzieren, hat also geschrieben, die Bundesregierung habe einen „Deal” ausgehandelt, demzufolge Syrien-Flüchtlinge an der türkischen Grenze zu erschießen seien?

    Und Meister Winterbauer nennt das „harte Worte, die dahin gehen, wo es weh tut”?

    Ich glaub’, ich bin im Tollhaus.

  6. Also: alle Politiker der Bundesregierung und deren Parteien ab in den Krieg, Merkel und die komische Verteidigungsministerin von der Leyen voran, und vor allen Dingen aber die Bosse der Kriegswaffenproduzenten und deren Schreibers & Co, samt dem Waffenexportausschuss und dem schwarzen Kofferträger Kohls, der sich heute Finanzminister nennt.
    Und Reichelt führt diese Truppe in die Schützengräben.
    Das wär mal’ne Maßnahme.
    Schlimm, solche Leute bestimmen die Gehirnwäsche in Deutschland im 21. Jahrhundert, aber was will man von Denkmustern mit 4 Buchstaben erwarten?

  7. Dieser Julian Reichelt ist eine glanzlose Type ohne Klasse und Charisma.
    Ich erinnere mich an unerträgliche Talkshowauftritte dieses Herrn, wo er anderen
    Gästen aggressiv ins Wort fiel und zu hyperventilieren begann, wenn man seiner neoliberalen, transatlantischen Denkweise etwas entgegensetzte.
    Dieser Mann passt in die neue Zeit der glanzlosen Figuren in den Medien und der Politik.
    Früher hatten die Chefradakteure bei Bild wenigstens noch äußerlich und oberflächlich betrachtet Klasse und sicherlich auch Prinzipien. Hiervon kann bei Herrn Reichelt definitiv keine Rede sein. Sofern man den Auflagenrückgang noch etwas hinauszögern möchte, sollte ihm zumindest Talkshowauftrittsverbot erteilt werden.

    1. ja, ja lieber herr sturz, im altland hatte man noch führer der richtigen klasse und mit charisma.

      sorry, damit kann neuland noch nicht dienen. sie können jedoch beruhigt sein, herr reichelt hat prinzipien; vielleicht nicht die ihren.

      geben sie dem installierten oberaffen einfach noch ein wenig zeit. rund acht jahre wurde bekanntlich am amphitheatrum novum gebaut….

      kann ihnen somit hoffnungen machen, in ein paar jahren werden sie den silberrücken vor sich haben, den sie sich soooo sehr herbeisehnen.

  8. Wenn das Soldatische so entscheidend ist – warum werden dann Friedensverträge eher nicht durch Soldaten erreicht? Sollte es doch noch auf mehr ankommen in der Welt? Das klingt doch alles eher nach Angeberei und Selbstüberhöhung, abgesehen davon, dass es schon noch was anderes ist, als Berichterstatter ach so toll “soldatisch” zu sein oder tatsächlich als Kombattant. Am Ende bleibt dann nur, wenn auch sehr lautstark (und überaggressiv-beleidigend auf Twitter:): “Ich mit meiner tollen Kriegserfahrung bin nicht so ein Warmduscher wie ihr.” Auch nur “Mein…ist größer.” Bescheiden, wenn auch erst mal in der Medienwelt ziemlich ausreichend.

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