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Alphabet-Quartalszahlen: Die Google-Mutter steigert den Umsatz um 24 Prozent, verliert aber wegen Trump Milliarden

Larry Page und Sergey Brin: Das “G” macht auch bei Alphabet weiter die Musik
Larry Page und Sergey Brin: Das "G" macht auch bei Alphabet weiter die Musik

Ernüchterung nach Handelsschluss: Google-Mutter Alphabet hat bei Vorlage ihrer jüngsten Geschäftsbilanz für das abgelaufene Dezember-Quartal leicht die Wall Street-Erwartungen trotz Rekordumsätzen und -gewinnen verfehlt. Im Dreimonatszeitraum zwischen Oktober und Dezember erlöste der wertvollste Internetkonzern bereits 32,3 Milliarden Dollar und konnte dabei einen operativen Gewinn von 7,6 Milliarden Dollar ausweisen, der sich netto jedoch durch die Belastung der Trump-Steuerreform in ein Minus von 3 Milliarden Dollar verwandelte. Die Wall Street schickt die Aktie nachbörslich um 5 Prozent nach unten.

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Super-Showdown nach Handelsschluss: Drei der vier wertvollsten Konzerne präsentieren binnen 30 Minuten ihre Zahlenwerke für das abgelaufene Weihnachtsquartal. Den Auftakt machten zeitgleich der wertvollste und zweitwertvollste Internetkonzern der Welt.

Zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember erlöste Google-Mutter Alphabet vor Abzug von Traffic-Akquisitionskosten bereits 32,32 Milliarden Dollar – ein beachtlicher Zuwachs von 24 Prozent. Nach Abzug von Traffic-Akquisitionskosten erlöste Alphabet 25,9 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzungen der befragten Analysten, die durchschnittlich mit 26,32 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Trumps Steuerreform brockt Alphabet Milliardenverlust ein

Genauso dynamisch fiel der operative Gewinnzuwachs aus: Vor Steuerabzügen verdiente der wertvollste Internetkonzern im vierten Quartal des vergangenen Jahres bereits 7,6 Milliarden Dollar nach 6,63 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum – ein Wachstum von 24 Prozent.

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Nach Bilanzierungsstandard GAAP schrieb Alphabet jedoch Verluste: Durch die Steuerreform der Trump-Administration verbuchte die Google-Mutter eine Steuerbelastung von 11 Milliarden Dollar, die das Konzernergebnis entsprechend verhagelte.  Unter dem Strich verbuchte Alphabet einen Nettoverlust von 3 Milliarden Dollar.  Der Verlust je Aktie nach Bilanzierungsstandard belief sich entsprechend auf 4,35 Dollar je Anteilsschein nach einem Gewinn von 9,7 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal.

Alphabet-Aktie verliert

Die „Anderen Wetten“ (wie die Smart Home-Sparte Nest, das selbstfahrende Auto oder etwa  Project Loon), die Alphabet in der Holding-Struktur nun gesondert ausweist, reduzierten unterdessen leicht ihre Verluste von 1,1 Milliarden auf 916 Millionen Dollar. Positiv: Die Erlöse zogen um 56 Prozent auf inzwischen 409 Millionen Dollar an.

Die Wall Street zeigte sich von der Bilanz überwiegend enttäuscht und schickte die Alphabet-Aktie nachbörslich um 3 Prozent auf 1140 Dollar nach unten.

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