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Facebook verbannt Werbung für Kryptowährungen – Bitcoin stürzt unter 10.000-Dollarmarke

In China wird es doch keine Facebook- Innovationsplattform geben
In China wird es doch keine Facebook- Innovationsplattform geben

Mark Zuckerberg greift durch: Das weltgrößte Social Network, aber auch das Fotonetzwerk Instagram verbannt künftig jede Form von Anzeigen für Kryptowährungen. Man wolle mit dem Schritt "irreführende und trügerische Werbepraktiken" ausschließen, erklärte Facebook in einem begleitenden Blogbeitrag. In seiner Jahresherausforderung hatte sich Konzernchef Zuckerberg noch positiv über die Kryptowährungen zugrunde liegende Blockchain-Technologie geäußert.

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Mit dem Goldrausch kamen die Marktschreier. “Mit Bitcoin reich werden! Jetzt investieren und in ein paar Jahren Millionär sein! Jeder kann es schaffen!” In dieser oder ähnlicher Form sprangen Facebook-Nutzern in den vergangenen Monaten, in denen Bitcoin und andere Kryptowährungen exzessiv haussierten, immer wieder Werbeeinblendungen an.

Dass Anzeigen, die den schnellen Reichtum mit ganz gleich welcher Anlageform versprechen, in den seltensten Fällen seriös sind, versteht sich im Grunde von selbst – doch bei den hochgewetteten Digitalwährungen, die teilweise zu Notierungen von unter einem Dollar bzw. gar im Cent-Bereich gehandelt werden, boomte das fadenscheinige Geschäft mit großen Werbeversprechen in der jüngeren Vergangenheit besonders.

Facebook: “Wollen, dass sich unsere Nutzer nicht vor Betrügereien und Täuschung fürchten müssen”

Damit soll nun auf Facebook und auch dem Fotonetzwerk Instagram Schluss sein. Wie der sechstwertvollste Konzern der Welt gestern in einem Blogbeitrag mitteilte, sind Anzeigen für Finanzprodukte und -dienste, die dauerhaft mit “irreführenden und trügerischen Praktiken” für Kryptowährungen, binäre Optionen (Finanzderivate) und ICOs werben, ab sofort verboten.

“Wir wollen, dass unsere Nutzer auf Facebook durch Anzeigen etwas über neue Produkte und Dienste lernen, ohne dass sie sich vor Betrügereien und Täuschung fürchten müssen”, schreibt Produkt-Management-Direktor Rob Leathern in seinem Blogbeitrag.

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Bitcoin und andere Kryptowährungen im Abwärtssog

Bitcoin und andere Kryptowährungen sind nach den exorbitanten Kurszuwächsen 2017 im Rückwärtsmodus ins neue Börsenjahr gestartet. Bitcoin, die weiter mit Abstand am höchsten kapitalisierte Kryptowährung, liegt etwa seit Jahresbeginn um 30 Prozent im Minus und durchbrach in der Nacht zeitweise die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Dollar wieder nach unten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte sich in seiner Jahresherausforderung durchaus positiv über Kryptowährungen geäußert. “Es gibt Gegentrends – wie Daten-Verschlüsselung und Kryptowährungen –, die die Macht von zentralisierten System nehmen und sie in die Hände der Menschen legen”, schrieb Zuckerberg Anfang Januar in einem Post.

Seitdem kursieren Gerüchte, dass das weltgrößte soziale Netzwerk mittelfristig selbst ein auf der Blockchain-Technologie basierendes Zahlungssystem einführen könnte.

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