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Telekom-Chef Höttges über Digitalisierungsmängel: „Politiker sind keine Weltmeister im Probleme lösen“

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Telekom-Chef Timotheus Höttges hat die trägen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung satt und geht dabei vor allem mit der Politik in die Kritik. „Politiker sind Weltmeister im Beobachten, aber keine Weltmeister im Probleme lösen“, sagte der CEO des größten deutschen Telekommunikationskonzerns während eines Auftrittes beim DLD in München.

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Die Menschen würden sich bei der Telekom beschweren, weshalb bislang nicht mehr in die digitale Infrastruktur investiert worden sei. Dabei sei es die Politik, die seinen Konzern seit 20 Jahren durch Regulierungen an Investitionen und Innovationen hindere, so Höttges weiter. Entscheidungen wie die Marktöffnung seien dabei noch die falschen gewesen, weil sie nicht für mehr Wettbewerb gesorgt hätten: „Unsere Wettbewerber werden nicht anfangen, in ihre eigene Infrastruktur zu investieren, wenn es günstiger ist, unsere Infrastruktur zu benutzen.“ Höttges forderte deshalb, den Wettbewerb weiter zu deregulieren.

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Es sei daher an der Zeit, endlich zu handeln und den Wettbewerb zu deregulieren. Höttges warb außerdem für Investitionen in den Ausbau des Mobilfunknetzes. 5G zeichne sich nicht nur durch mehr Geschwindigkeit und eine höhere Netzabdeckung aus, sondern besitze auch andere Vorteile: Technische Geräte aus dem Gesundheitssektor etwa ließen sich so mit geringerem Energieverbrauch und geringerer Verzögerung an das Internet anbinden.

Auch zum Thema Netzneutralität äußerte sich Höttges: Es sei „Blödsinn, E-Mails in drei Millisekunden“ zu übermitteln. Stattdessen müsse die Datenübertragung in anderen Bereichen optimiert werden, so sollten beispielsweise mit dem Internet verbundene Autos einen bevorzugten Zugang erhalten, um ein möglichst reibungsloses Funktionieren zu gewährleisten.

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