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Apple-Chef Tim Cook: “Mein Neffe soll nicht auf einem Social Network aktiv sein”

Bezieht Stellung: Apple-Chef Tim Cook
Bezieht Stellung: Apple-Chef Tim Cook

Der Gegenwind für Facebook & Co. wird immer schärfer. In den Chor der Social Media-Kritiker stimmte am Wochenende auch Tim Cook ein. Der Apple-Chef erklärte auf einer Podiumsdiskussion in Essex, Großbritannien, dass er seinem Neffen nicht erlauben würde, ein Social Network zu benutzen. Cook sprach sich zudem gegen eine ununterbrochene Verwendung von Tech-Produkten aus und erklärte des Weiteren, programmieren sei wichtiger als eine Fremdsprache zu erlernen.

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Tim Cook erklärte am Harlow College in Esssex, dass er es nicht als Erfolg empfinde, wenn Technologieprodukte wie sie Apple mit dem iPhone & Co. herstellt, dauernd verwendet würden. “Ich glaube nicht an eine Dauernutzung”, schlug der CEO des wertvollsten Unternehmens der Welt eine Technologie-kritische Note an.

Selbst in von Computern begleiteten Kursen wie Graphikdesign sollte die Technologie nicht im Vordergrund stehen, erklärte der 57-Jährige, wie die britische Tageszeitung “The Guardian” berichtet. Es gehe darum, Konzepte zu verstehen und sich darüber auszutauschen, so Cook.

Tim Cook: “Ich möchte nicht, dass mein Neffe auf einem Social Network aktiv ist”

Der Apple-CEO äußerte sich zudem kritisch zur Verwendung von sozialen Netzwerken im Kindes- und Jugendalter. “Ich habe keine Kinder, aber einen Neffen, dem ich gewisse Grenzen aufzeige”, so Cook.

“Es gibt einige Dinge, die ich ihm nicht erlaube; ich möchte zum Beispiel nicht, dass er auf einem Social Network aktiv ist”, erklärte Cook und stimmte damit in den immer größeren Chor der Kritiker aus dem Silicon Valley ein, die ihre Bedenken über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Technologieprodukten wie Smartphones und Social Networks äußerten.

Facebook die “soziale Bestätigungsmaschine”
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Das Gefühl der Social Media-Ernüchterung hat sich im  vergangenen Jahr deutlich verschärft. Vor allem Facebook wird immer mehr  als Zeit- und Produktivitätskiller empfunden, der schleichend maßgeblich unseren Lebensstil verändert hat, wie wissenschaftliche Studien bewiesen: zum Schlechteren.

Ende vergangenen Jahres haben zahlreiche ehemalige Facebook-Mitarbeiter eine Diskussion um die Schattenseiten des Social Networks angestoßen. Den Anfang machte Facebooks erster Präsident Sean Parker, der das weltgrößte Social Network als „eine soziale Bestätigungsmaschine“ bezeichnete, die „Gott weiß was mit den Gehirnen unserer Kinder anrichtet.“

“Tools geschaffen, die die Struktur unserer Gesellschaft auseinanderreißen”

Chamath Palihapitiya, ab 2007 verantwortlicher Manager für das Nutzerwachstum des damals gerade mal drei Jahre alten sozialen Netzwerks, äußerte sich unisono. „Ich denke, wir haben Tools geschaffen, die die Struktur unserer Gesellschaft auseinanderreißen“ , erklärte Palihapitiya, der heute den von ihm gegründeten Wagnisfinanzierer Social Capital verantwortet.

Überraschenderweise gestand Facebook im Dezember selbst in dem Blogeintrag erstmals – wenn auch nur teilweise – ein,  dass die Nutzung des Social Networks unglücklich machen könne. „Wenn Nutzer im Allgemeinen eine Menge Zeit damit verbringen, Informationen passiv zu konsumieren – lesen, aber nicht mit anderen Menschen zu interagieren – geben sie an, sich schlechter zu fühlen als vorher“, schrieben Ginsberg / Burke mit Verweis auf Studien der Universitäten von Michigan, San Diego und Yale.

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