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Die Quoten sind wieder da! Fast 8 Millionen sehen Friederike-“Brennpunkt”, “Get the F*ck out of my House” stürzt unter 10%

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ProSieben-Show "Get the F*ck out of my House"

Nach einer Pause von über einer Woche haben AGF und GfK am Freitagmorgen erstmals wieder pünktlich Einschaltquoten geliefert. Die Daten der vorigen sieben Tage hatte man bereits am Donnerstagabend nachgereicht. Tagessieger der ersten frischen Quoten ist der "Brennpunkt" zum "Orkan Friederike": 7,97 Mio. (23,5%) schalteten ihn im Ersten um 20.15 Uhr ein. Danach übernahm "Der Bergdoktor" die knappe Führung vor "Nord bei Nordwest". Im jungen Publikum gewann RTL mit "GZSZ" und "Der Lehrer", ProSieben fiel mit "Get the F*ck out of my House" unter sein Normalniveau.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Friederike-Specials und Nachrichten mit erhöhtem Zuschaueraufkommen

Das Interesse der Deutschen an der Berichterstattung rund um den Sturm war nicht nur in den sozialen Netzwerken zu spüren, sondern auch im guten, alten Fernsehen. So sahen das entsprechende “ZDF spezial” um 19.25 Uhr schon 4,72 Mio. (16,4%), die 19-Uhr-“heute”-Sendung davor 4,93 Mio. (17,8%). Richtig nach oben schossen die Zahlen dann ab 20 Uhr im Ersten: 6,06 Mio. (18,5%) schalteten die “Tagesschau” ein, sogar 7,97 Mio. (23,5%) danach den “Brennpunkt”. Damit sorgte der Sturm für die beste “Brennpunkt”-Zuschauerzahl seit der Präsidentschaftswahl in Frankreich im vergangenen Mai. Damals sahen sogar 8,82 Mio. den “Brennpunkt”, allerdings am Sonntagabend zwischen “Tagesschau” und “Tatort”.

2. “Bergdoktor” gewinnt knapp gegen “Nord bei Nordwest”

Die eigentliche Prime Time startete im Ersten und im ZDF nahezu gleichzeitig um 20.27 Uhr bzw. 20.26 Uhr. Beide Sender hatten ja Friederike-Specials gezeigt, sodass sich der Start der eigentlichen 20.15-Uhr-Filme um etwas mehr als 10 Minuten verzögerte. Die meisten Zuschauer sammelte dann “Der Bergdoktor”-90-Minüter ein, den im ZDF 6,96 Mio. (21,1%) einschalteten. Der neueste “Nord bei Nordwest”-Krimi des Ersten liegt aber nicht weit dahinter, war mit 6,67 Mio. und 20,2% ebenfalls ein großer Erfolg. Zuschauerzahl und Marktanteil sind sogar neue Rekorde für die Krimireihe.

3. RTL erfolgreich mit “Lehrer”, “Magda” und dem Neuling “Beste Schwestern”, ProSieben sackt mit “Get the F*ck out of my House” unter die 10%-Marke

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Einen erfolgreichen Tag erlebte RTL am Donnerstag. Den Tagessieg holte sich bei den 14- bis 49-Jährigen die Vorabend-Soap “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” mit 1,90 Mio. jungen Zuschauern und 19,7%. Auch in der Prime Time lag der Sender klar vor der Konkurrenz: “Der Lehrer” erreichte um 20.15 Uhr 1,82 Mio. und 16,8%, “Magda macht das schon!” um 21.15 Uhr 1,56 Mio. und 15,2%, Neustart “Beste Schwestern” um 21.45 Uhr immerhin noch 1,35 Mio. und 14,7%. Im Vergleich zur Vorwoche sind das allerdings etwas schwächere Zahlen. Mehr zu den Einschaltquoten vom 11. bis 17. Januar, die nach den massiven technischen Problemen der GfK, über deren Ursache sich die Beteiligten immer noch in Schweigen hüllen, lesen Sie übrigens im Laufe des Tages auf MEEDIA – in einer umfangreichen Analyse.

Doch zurück zu den Zahlen vom Donnerstag. ProSieben fiel dort mit “Get the F*ck out of my House” nach 12,1% bei der Premiere und 10,0% in Woche 2 diesmal unter das Sender-Normalniveau. 870.000 14- bis 49-Jährige sahen noch zu – blasse 8,9%. Sat.1 erreichte unterdessen mit dreimal “Criminal Minds” 9,0%, 7,0% und 6,7%. Insbesondere die beiden Wiederholungen um 21.15 Uhr und 22.15 Uhr warten damit schwach.

4. Vox punktet mit dem “First Avenger” und “Green Lantern”, RTL II versagt mit dem “Frauentausch”

Zu den Gewinnern des Abends gehörte auch noch Vox: 900.000 14- bis 49-Jährige sahen dort “The Return of the First Avenger”, der Marktanteil lag bei stolzen 9,5%. “Green Lantern” erzielte danach ab 22.55 Uhr mit 500.000 jungen Zuschauern sogar 11,6%. Ganz andere Zahlen gab es für den Konkurrenten RTL II: Dort blieb der “Frauentausch” mit 460.000 14- bis 49-Jährigen bei nur 4,4% hängen. Etwas besser, aber auch nicht richtig gut, erging es “Miss Undercover” bei kabel eins: 500.000 junge Zuschauer entsprachen dort um 20.15 Uhr einem halbwegs mittelmäßigen Marktanteil von 5,1%.

5. Sturm drückt die WDR-“Lokalzeit” über die 2-Mio.-Marke, 3sat triumphiert mit “Wunderwerk Penis”

Der Sturm Friederike hat insbesondere die Menschen in Nordrhein-Westfalen beschäftigt. Die “Lokalzeit” des WDR Fernsehens schalteten um 19.30 Uhr 2,18 Mio. Leute ein – grandiose 7,2%. Die Sendung erreichte damit zum ersten Mal seit fast elf Monaten mehr als 2 Mio. Zuschauer. Auch “NDR regional” war im NDR Fernsehen mit 1,78 Mio. und 5,8% extrem stark, “mdr regional” sahen im mdr Fernsehen ab 19 Uhr 930.000 (3,3%) und die “Hessenschau” im hr fernsehen ab 19.30 Uhr 780.000 (2,6%). Um 20.15 Uhr setzte sich 3sat an die Spitze der kleineren Sender: 1,32 Mio. interessierten sich für die Doku “Wunderwerk Penis” – ein für 3sat-Verhältnisse herausragender Marktanteil von 3,9%. Das NDR Fernsehen lockte mit dem “Brennpunkt” und einem “NDR aktuell extra” zum Sturm noch einmal 1,21 Mio. (3,6%) und 1,25 Mio. (3,7%) Seher, im WDR Fernsehen erreichte der “Brennpunkt” um 20.15 Uhr auch nochmal 1,24 Mio. (3,6%).

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Alle Kommentare

  1. Irgendwie bleibt man skeptisch. Wer nichts zum Ausfall erklärt aber dann behauptet, man habe 5.000 Hausbesuche gemacht und die Quoten seien so wie vorher.. ist irgendwie unglaubwürdig. Dass gestern allerdings extrem hohe Zuschauerzahlen zustande kamen ist ja wohl der Aufforderung geschuldet, man solle zuhause bleiben. Vermutlich waren ganze Landstriche nur vor der Glotze gesessen… Vermutlich gibts in großen Ländern wie NRW auch viele TC-Score-Messgeräte… und wer weiß, welche als erste wieder funktionieren.. Auch diese Antwort bleiben sie uns wohl schuldig. Und so akzeptiert man die Quoten notgedrungen… man hat ja keine anderen. Eine ätzende Abhängigkeit, die man beenden sollte. Es gibt ganz sicher andere Möglichkeiten. Gelernt haben wir, dass die Quoten für die Privaten viel wichtiger sind als für die Öffis, die auch ohne Quoten Milliarden verballern können und mit dem Geld – man muss es immer wiederholen – massiv Frauen diskriminieren, massiv “Männer fördern” (70 % Schauspieler, 85 % Regisseure, extrem wenige Entscheider plus Buddy-Strukturen – eine fatale Mischung, die zu dümmlichen Psycho-Frauenrollen, Gagen-Dumping, Honorar-Dumping, Risikoaversion, Machtmißbrauch etc. geführt hat (nachzulesen in der ARD/ZDF_Studie Gender und Fernsehfilm). Übrigens kaufen sie diese tollen und harten Frauentypen und Frauenrollen – natürlich mit unseren Gebührengeldern – u.a. in Dänemark ein und vermarkten sie als “tolle Serien”. Wie wir auch Österreicher + pp extrem finanziell unterstützen (Vorstadtweiber, Schauspieler, die alle kaum Arbeit hätten, wenn sie der ÖR bzw. die deutschen Gebührenzahler nicht “massiv beschäftigen” würde und damit den “geschlossenen, deutschen Markt” für die hier teilweise mit Steuergeldern Ausgebildeten verschulden. Aus welchen Gründen auch immer geben sich unsere Öffis bei den Dänen als “Koproduzenten”, die “mitreden wollen”. Ich sehe keinen einzigen Deutschen bei diesen Produktionen.. außer den “Redakteur”. Wer kann erklären, was das für ein Geschäftsmodell ist?

  2. Bedingt durch den Ausfall ist heute die erste Chance, mitzubekommen, wie die Quoten der Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der Handball-EM in Kroatien aussehen. Die jährlichen Großturniere sind die beste Gelegenheit, Aussagen zu Aufmerksamkeitstrends zu bekommen.
    Ich bin gespannt auf einen Kommentar hierzu nach dem heutigen und den noch ausstehenden Spielen.

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