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Fake News via Videotext: RBB schreibt CDU-Politiker versehentlich aus dem Bürgermeisterrennen in Großbeeren

CDU-Politiker Uwe Fischer
CDU-Politiker Uwe Fischer

In Großbeeren im Landkreis Teltow-Fläming (Brandenburg) fand am 14. Januar 2018 die Bürgermeisterwahl statt. Doch am Vorabend der Wahl meldete der RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg), dass der CDU-Kandidat Uwe Fischer nicht mehr antritt – eine Falschmeldung, wie sich herausstellte. Der Konservative erhielt 23 Stimmen weniger als der Sieger von der SPD. Fischer will nun juristisch gegen den Sender vorgehen.

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In der kleinen brandenburgischen Gemeinde Großbeeren verbreitete der RBB am Samstagnachmittag versehentlich eine Fake News. Bei einem Videotext-Bericht über die bevorstehende Wahl unterlief dem Sender eine Namensverwechslung. Dort hieß es, der CDU-Kandidat Uwe Fischer würde nicht mehr antreten – gemeint war aber sein Parteikollege Carl Ahlgrimm, der noch amtierende Bürgermeister.

Laut der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) war am Samstagabend niemand mehr erreichbar, der die Meldung hätte korrigieren können. Deshalb berichteten am Morgen noch das Inforadio und Antenne Brandenburg über die Nachricht. Der RBB korrigierte die Falschinformation final am Sonntagnachmittag um 14.39 Uhr mit folgendem Statement: „In Großbeeren tritt, anders als am frühen Morgen gemeldet, der bisherige stellvertretende Bürgermeister Uwe Fischer von der CDU an.“

Fischer sagte der MAZ, er habe in diesem Fall einen Anwalt eingeschaltet. Der CDU-Kreisvorsitzende Danny Eichelbaum äußerte sich ebenfalls gegenüber der Zeitung und sagte: „Gerade bei so einer Wahl muss man ganz genau aufpassen – das kann ein Anfechtungsgrund sein.“

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Im Rahmen der Bürgermeisterwahl kam es zudem noch zu einem weiteren Vorfall: Der noch amtierende Bürgermeister Ahlgrimm erstattete laut MAZ Strafanzeige gegen den Generalsekretär der SPD Brandenburg und Unterbezirksvorsitzenden im Kreis Teltow-Fläming, Erik Stohn. Dieser hatte angeblich in einem Facebook-Post behauptet, Ahlgrimm habe eine früheren Wahltermin angesetzt, um einen der Kandidaten zu bevorzugen.

Bei der Wahl erhielt Fischer 23 Stimmen weniger als sein Konkurrent von der SPD, Tobias Borstel. Da jedoch keiner der Kandidaten im ersten Wahldurchgang eine entscheidende Mehrheit erreichen konnte, kommt es am 28. Januar zu einer Stichwahl. Erst danach ist laut der Landeswahlleitung eine Wahlanfechtung möglich.

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