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Läuft bei denen: Wie adidas und BVG mit “Ick hab meen Ticket im Schuh” einen PR-Scoop fürs Mobile Ticketing landen

Wer ihn trägt, kann in Berlin kostenlos U-Bahn fahren
Wer ihn trägt, kann in Berlin kostenlos U-Bahn fahren

Ein kultiger Sneaker, das Design der Sitzbezüge der Bahn – so wird ein Schuh draus, zumindest für die Berliner Verkehrsbetriebe, den Sportbekleidungskonzern Adidas und Jung von Matt. Adidas kooperiert für ein neues Modell eines Freizeitschuhs mit den Berliner Verkehrsbetrieben. Der besondere Promotion-Kick: Wer den Schuh trägt, fährt kostenlos. Eine innovative PR-Aktion, die nicht allen gefällt.

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Die Entwickler aus dem fränkischen Herzogenaurach arbeiten mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zusammen, um einen Schuh mit dem Namen EQT-Support 93/Berlin auf den Markt zu bringen. Und nein, dies ist kein Marketing-Gag. Der Gag daran ist höchstens das Muster: die BVG-Sitzbezüge als Designvorlage. Die Idee stammt aus der BVG-Marketingabteilung – Design- und Produktidee kommen von Jung von Matt.

Ein Jahr fahren, wenn der Schuh am Fuß ist

Das Modell gibt’s vom kommenden Dienstag an für 180 Euro in zwei Läden in Berlin. Zum Vergleich: Die Jahreskarte für Berlin, die allerdings auch in der S-Bahn und in Regionalzügen gilt, kostet 728 Euro. Damit ist der Schuh für einen Schnäppchenpreis zu haben.

Innovativ daran: Die BVG gehen beim Mobile Ticketing neue Wege und haben in die Zunge die elektronische Fahrkarte eingearbeitet, die dann als BVG-Jahreskarte gilt (aber: Diese gilt ausschließlich in BVG-Bussen und Straßenbahnen sowie in der U-Bahn, nicht in der S-Bahn oder dem Regionalverkehr). BVG-Chefin Sigrid Nikutta freut sich über den Einfall ihrer Marketingabteilung und sagte der Berliner Morgenpost: “Toll, dass die BVG, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, nun selbst zum Kultobjekt wird.”

Kritik kommt von Jens Wieseke vom Berliner Fahrgastverband Igeb. Er sagte der Morgenpost: “Hier wird der Verbundgedanke für einen billigen Marketing-Gag ad absurdum geführt”. Dazu liegt der Preis erheblich über den Sozialtickets, für das Sozialhilfeempfänger noch 27,50 Euro im Monat, (330 Euro im Jahr) zahlen müssten.

Natürlich gilt am Ende: Die Schuhe müssen tatsächlich am Fuß getragen werden, um das Ticket nutzen zu können. Und die Aufmerksamkeit in den Sozialen Medien dürften den BVG in diesem Fall so oder so gewiss sein…

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