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stern fällt mit Sexismus-Titel auf neuen historischen Kiosk-Minusrekord, auch Focus und Spiegel unter Soll

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In den USA hat das Time-Magazine die Frauen, die gegen sexuelle Belästigung aufgestanden sind und ihr Schweigen gebrochen haben, gerade erst zu den "Persons of the Year" ernannt und damit weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. In Deutschland fiel die stern-Ausgabe mit dem Titel "Sexismus im Job? Kenne ich!" nun hingegen auf den schwächsten Einzelverkauf der stern-Historie. Nur 141.582 griffen im Einzelhandel zu.

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Erstmals verkaufte sich ein stern in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen und bei anderen Pressehändlern weniger als 150.000 mal. Nur 141.582 Exemplare wechselten den Besitzer im Einzelhandel – ein neuer historischer Minusrekord. Passiert ist das mit dem eigentlich aktuellen Aufreger-Thema zur #MeToo-Debatte. “Sexismus im Job? Kenne ich!” titelte das Magazin und schrieb darunter: “Warum die Debatte jetzt weitergehen muss: Frauen aus ganz Deutschland brechen ihr Schweigen”. Interessiert hat das wichtige Thema leider nur wenige potenzielle stern-Käufer. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt im Einzelverkauf liegt derzeit bei 172.700 Exemplaren, der 3-Monats-Durchschnitt bei 165.700. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, wechselte der stern 46/2017 genau 544.821 mal den Besitzer, davon 22.849 mal als ePaper.

Der Focus landete mit seiner Ausgabe 46 prozentual gesehen sogar noch deutlicher unter seinem Normalniveau. Nur 48.939 Einzelverkäufe verzeichnet die IVW für das Heft mit dem Titel “Sehnsucht nach Stille – Warum wir in einer Welt des Lärms leiden und wie Körper und Seele neue Kraft gewinnen”. Das ist gleichzeitig der schwächste Focus-Einzelverkauf seit einem Vierteljahr. Der 12-Monats-Durchschnitt liegt beim Focus derzeit bei 64.000, der 3-Monats-Durchschnitt bei 62.300. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: 407.804, darunter 34.601 ePaper.

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Am nächsten kam in dieser Cover-Check-Woche noch Der Spiegel seinem Normalniveau. Doch auch er verfehlte es recht deutlich. Der Titel “xing lai! (Aufwachen!) Warum China schon jetzt Weltmacht Nr.1 ist – ein Weckruf für den Westen” erreichte 189.285 Einzelverkäufe und damit auch rund 4.200 mehr als eine Woche zuvor. Wirklich zufrieden können die Macher damit dennoch nicht sein, denn die Durchschnittszahlen der jüngsten 12 Monate (207.000) und der jüngsten drei Monate (205.900) wurden recht deutlich verfehlt. Insgesamt verkaufte sich Der Spiegel 46/2017 genau 745.858 mal – 65.427 mal als ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. na ja wenn man der Hälfte aller potentiellen Käufer vor den Kopf stößt, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Verkaufszahlen in den Keller gehen

    es ist doch immer das selbe, ach die armen Frauen und ach die bösen Männer,
    benachteiligt und von Gewalt udn Mord betroffen sind in unserer Gesellschaft nur Frauen und Mädchen

    80% aller Mordopfer sind Männer und nicht Frauen

    in Argentienin so die Medien wurden in einem Jahr 275 Frauen ermordet und das wäre doch der Beweis dass Frauen in der Gesellschaft benachteiligt wären und eben Menschen 2ter Klasse, aber ich habe im Gegensatz zu den Medien nachgesehen wie viele Menschen in dem Land insgesamt ermordet wurden – es waren über 2150, na wenn man da die Frauen abzieht und dann noch mal ca. 200 Kinder abzieht, dann bleiben 1600 ermordete Männer übrig, so ist auch klar, warum nie die Zahlen zu den Männern angegeben werden, man könnte die Opferrrolle der Frauen wohl kaum aufrecht erhalten

    das selbe bei den Misswahlen vor kurzem in Venezuela, da erzählten die Missanwärterinnen nichts über ihre Körpermaße, sondern über die Opfer unter den Frauen, angeblich wurden 2500 frauen in den letzten 10 jahren in dem Land ermordet, wenn die Miss die zahlen der insgesamt ermodeten Menschen ind em land genannt hätte nämlich das waren 20000 bis 25000, na dann hättäre sie mit ihrer Frauenopferrolle wohl Schiffbruch erlebt, oder will sie mehr Morde an Frauen, weil sie meint Frauen würde man immer übersehen und nie nennen

    in Mexiko werden im Verhältnis zu anderen Ländern sehr viele Frauen ermordet, aber in Mexiko werden angeblich 14 mal so viele Männer wie Frauen ermordet

    Beschneidung an Mädchen nicht erlaubt, bei Buben sehr wohl (gibt es da nicht im Grundgesetz die Regeln, Religionsfreiheit und Anrecht auf körperliche Unversehrtheit??), Nachtarbeit nur für Frauen mit erhöhtem Krebsrisiko verbunden, für Frauen wird auch wesentlich mehr Geld im Bereich Gesundheitswesen und in der Vorsorge und Forschung ausgegeben – Folge Männer sterben um 6 Jahre im Schnitt eher als Frauen gehen aber in 3 Ländern später als Frauen in Pension

    in Kriegseinsätzen werden nur Männer als Kanonenfutter verheizt, aber die Frauen wären doch angeblich die ersten Opfer des Krieges, na sonst geht es gut oder??

    Benachteiligung trifft in unserer Gesellschaft in erster Linie Männer und nicht Frauen – das ist das Tabuthema in unserer Gesellschaft und nicht Gewalt an Frauen

    Tabu ist etwas worüber man nicht spricht – aber jer´der speziell die Medien sprechen bzw schreiben über Gewalt an Frauen und Mädchen – sie (die Medien) verheimlichen aber alle Gewalt, die Männer erleiden

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