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Reporterpreis 2017: Spiegel-Geschichte “Die Schulz Story” als beste Reportage ausgezeichnet

Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer (li.) hatte die Idee, Autor Markus Feldenkirchen recherchierte “Die Schulz Story”
Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer (li.) hatte die Idee, Autor Markus Feldenkirchen recherchierte "Die Schulz Story"

Am Montagabend wurde in Berlin zum neunten Mal der Reporterpreis verliehen; als beste Reportage 2017 wurde dabei Markus Feldenkirchens Geschichte "Die Schulz Story" über den ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz im Spiegel ausgezeichnet. Ingesamt haben vier Spiegel-Texte gewonnen. Zeit Online und Die Zeit konnten fünfmal punkten.

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Über 150 Tage lang hatte Markus Feldenkirchen, politischer Autor im Hauptstadtbüro des Spiegel, den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz während seiner Wahlkampftour begleitet. Für das daraus entstandene Porträt, das einen Spitzenpolitiker zwischen Siegeswillen und Selbstzweifeln zeigt, wurde Feldenkirchen beim Deutschen Reporterpreis 2017 für die beste Reportage ausgezeichnet. In seiner Laudatio am Montagabend in Berlin bezeichnete Juror Sascha Lobo “Die Schulz Story” als “die beste Reportage unter lauter großen Reportagen”.

Aus 1612 Einsendungen wurden 112 Texte und Projekte nominiert und schließlich in zwölf Kategorien vergeben.

In der neu geschaffenen Kategorie “Hauptstadt-Preis” wurden zwei weitere Spiegel-Geschichten ausgezeichnet. Britta Stuff berichtete im September 2017 über die Lücke, die der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Hintze nach seinem Tod im November 2016 hinterließ. “Was bleibt von einem Leben in der Politik?”, fragte sie. Ullrich Fichtner, André Geicke, Matthias Geyer und Andreas Wassermann erhielten den Preis für ihren Spiegel-Artikel über den Flughafen BER: “Wie Deutschland am Bau eines Flughafens scheiterte”.

Als beste “Wissenschaftsreportage” 2017 wurde Björn Stephans Text “Armer Hund!” in der Zeit ausgezeichnet. Darin fragt er: “Verformte Schädel, schwache Herzen, krumme Hüften – was hat der Mensch aus seinem besten Freund gemacht?”

Mohamed Amjahid, Daniel Müller, Yassin Musharbash, Holger Stark und Fritz Zimmermann haben in der Kategorie “Investigation”. Sie rekonstruierten für die Zeit den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt: “Ein Anschlag ist zu erwarten”.

In der Kategorie “Essay” gewann Philipp Oehmke. Im Dezember 2016 erschien im Spiegel sein Essay über “Das PC-Monster”.

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Als beste “Datenjournalismus-Reportage” wurde die Zeit-Geschichte “Stadt, Land, Vorurteil” über den Graben zwischen Stadt- und Landbevölkerung von Sascha Venohr, Christian Bangel, Philip Faigle, Flavio Gortana, Andreas Loos, Fabian Mohr, Julia Speckmeier und Julian Stahnke ausgezeichnet.

In der Rubrik “Interview” hat Zeit-Online-Redakteur Steffen Dobbert für sein Gespräch “Sie werden mich für immer hassen” mit dem britischen Rechtspopulisten Nigel Farage gewonnen.

Beste “Freie Reporterin” wurde Emilia Smechowski für ihren Text “Der Anpasser” über Paul Ziemiak, den Chef der Jungen Union im SZ-Magazin.

Der Tagesanzeiger konnte in der Kategorie “Multimedia” punkten: Dort gewannen Dominik Osswald, Kaspar Manz, Marc Brupbacher, Olivier Christe, Christian Mülhauser und Urs Wyss für ihr Projekt “In eisigen Tiefen. Expedition in einen Gletscher”.

Der stellvertretende Kultur-Ressortleiter Hanno Rauterberg der Zeit gewann den Reportagepreis in der Kategorie “Kulturkritik” mit dem Beitrag “Tanz der Tugendwächter”, in dem er er sich kritisch mit politisch korrekter Kunst auseinandersetzt.

Bestes “Web-Video” wurde das VR-Projekt “Was wollten Sie in Berlin?!” von Michael Ginsburg, Martin Heller und Christiane Wittenbecher.

Peter Schwarz gewann in der Kategorie “Lokalreportage”. Sein Text “Der Verlorene” erschien im Zeitungsverlag Waiblingen.

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