"Hoffe, dass es Ihnen beim Spiegel nicht gefällt": So wehmütig verabschiedet die SZ Digital-Chef Stefan Plöchinger

Stefan Plöchinger wechselt von der Süddeutschen Zeitung zum Spiegel

Stefan Plöchinger kehrt München den Rücken, um als oberster Produktentwickler die digitale Zukunft des Nachrichtenmagazins Spiegel in Hamburg voranzutreiben. Den Abschied des Digital-Chefs der Süddeutschen Zeitung dokumentieren SZ-Kollegen gerade zu liebevoll unter dem Hashtag #ploechileaks bei Twitter. „Plöchis“ Kollegen wünschen ihm alles Gute. Andere, dass es ihm beim Spiegel nicht gefällt.

„Ich hoffe, dass es Ihnen beim Spiegel nicht gefällt“, wird SZ-Chefredakteur Kurt Kister zitiert. „Dann kommen Sie vielleicht zurück.“  Nach Jahren der Zusammenarbeit siezt man sich in der Führungsspitze der Süddeutschen Zeitung noch. Das ist eine Erkenntnis des Abschieds von Stefan Plöchinger bei der Tageszeitung. Die andere ist, dass er nicht einfach fällt. Dennoch wünschen die Kollegen ihrem nun Ex-Digital-Chef alles Gute für seine Zukunft. Zur Verabschiedung haben sie sich etwas besonders einfallen lassen – unter dem Hashtag #ploechileaks dokumentieren sie ihre Erfahrungen und Begenungen mit dem nahbaren Vorgesetzten. Die liebevollen Tweets reichen von zufälligen Treffen nach Dienstschluss in der Pizzeria bishin zur Beschreibung der Ticks des Chefs.
https://twitter.com/oliverdasgupta/status/936264335218937857
https://twitter.com/oliverdasgupta/status/936296484462612480
https://twitter.com/shilscher/status/936326155862446081
https://twitter.com/valdornis/status/936289961799766016
https://twitter.com/dvg/status/936281841279041536
https://twitter.com/b_obermayer/status/936312994753064960
https://twitter.com/Steinbichlerin/status/936272296565669888
https://twitter.com/kopfzeiler/status/936284111949500421
https://twitter.com/ChristianFuchs_/status/936307733132955648
https://twitter.com/Steinbichlerin/status/936279297530191872
https://twitter.com/LeilaAls/status/936336907071520772
https://twitter.com/arietzschel/status/936255742620962816
https://twitter.com/Christiansn/status/936259320127377409
https://twitter.com/martinlangeder/status/936257315304542209
https://twitter.com/vogeljoh/status/936314661762469889
https://twitter.com/digitalattacke/status/936316940943020032
https://twitter.com/Remrow/status/936302248442855425
https://twitter.com/vogeljoh/status/936287875490045953
https://twitter.com/Manetzberger83/status/936292954041352192
https://twitter.com/oliverdasgupta/status/936320971543400449
 
So schwierig der Abschied an der Isar aussehen mag, genauso schwierig scheint die zukünftige Aufgabe von Stefan Plöchinger an der Elbe. Der Spiegel leidet wie aktuell wohl kaum ein anderes journalistisches Medium unter dem digitalen Wandel. Zu lange vom Print-Erfolg verwöhnt, wird das renommierte Nachrichtenmagazin vom Fortschritt überrollt. Plöchinger gilt als Hoffnungsträger für eine aussichtsreiche digitale Zukunft. Als Leiter der Produktentwicklung muss der Mann, der das Haus aus frühreren Tätigkeiten bereits kennt, das Profil von schon gestarteten und schleppend laufenden Digital-Projekten wie Spiegel Daily richten und andere, wie das Bezahlangebot Spiegel Plus, schärfen und ausbauen. Zumindest der langjährige Spiegel-Reporter und Digital-Pionier Cordt Schnibben scheint die Notwendigkeit frischer Expertise erkannt zu haben, wie er bei #ploechileaks zu erkennen gibt.
https://twitter.com/schnibben/status/936329703488712704
Bleibt abzuwarten, wie der Spiegel seinen neuen Mann begrüßen wird. Ein Tipp: mit Kisten Cola und Fanta sowie Pizza statt Franzbrötchen.