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Plan von Highlight Communications: Constantin Film und Sport1 sollen wiedervereint werden

Hightlight Entertainment will Constantin Film (“Fack Ju Göhte”) und Sport 1 wieder vereinen
Hightlight Entertainment will Constantin Film ("Fack Ju Göhte") und Sport 1 wieder vereinen

In der deutschen Film- und Medienszene steht die Wiedervereinigung zweier bekannter Marken an. Deutschlands größter Filmproduzent Constantin Film ("Fack Ju Göhte") und der zu Constantin Medien gehörende TV-Sender Sport1 sollen künftig wieder unter einem Dach sein. Der Schweizer Konzern Highlight Communications, der bis zum Sommer noch zu Constantin Medien gehört hatte, will das deutsche Unternehmen jetzt seinerseits komplett übernehmen. Dies teilte Highlight am Montagabend in Pratteln mit.

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Zu Highlight Communications gehört neben Constantin Film zum Beispiel noch der Vermarkter der UEFA-Championsleague namens Team. Zu Constantin Medien wiederum gehört neben Sport1 vor allem die Produktionsgesellschaft Plazamedia.

Im Sommer hatte Constantin Medien die Mehrheit an Highlight aufgeben müssen, da die Schweizer ihr Kapital erhöht hatten. Dies war die Folge eines Machtkampfs zwischen dem Schweizer Medienunternehmer Bernhard Burgener, der an der Spitze von Highlight Communications steht, und dem Statthalter des früheren deutschen Film- und TV-Moguls Leo Kirch, Dieter Hahn, die beide auseinanderbrachte.

Das Schweizer Unternehmen will Constantin Medien für bis zu 151 Millionen Euro komplett übernehmen. Damit macht Burgener ernst – er hatte bereits im September angekündigt, Constantin Medien schlucken zu wollen.

Highlight hält derzeit bereits knapp 30 Prozent der rund 94 Millionen Aktien des deutschen Unternehmens, das unter anderem aus den Trümmern des einstigen und zusammengebrochen Medienimperiums von Leo Kirch sowie dem abgestürzten Neue-Markt-Höhenflieger EM.TV der Brüder Florian und Thomas Haffa hervorgegangen ist. Den restlichen Aktionären werde jetzt 2,30 Euro je Stück geboten.

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Die Aktie zog nach Bekanntgabe der geplanten Highlight-Offerte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um knapp neun Prozent auf 2,258 Euro an. Sollten alle Investoren ihre Anteile anbieten, würde die Übernahme den Schweizern rund 151 Millionen Euro kosten. Um sich das leisten zu können, hat sich Burgener unter anderem die Unterstützung der Familie Studhalter gesichert.

Sollte die Übernahme gelingen, könnten für die zuletzt von einem Machtkampf zwischen Burgener und Hahn gebeutelte Constantin Medien AG ruhigere Zeiten anbrechen. Hahn hatte im Sommer den Vorsitz des Aufsichtsrats niedergelegt und seitdem seine Anteile an dem Unternehmen sukzessive an der Börse verkauft.

Auch Vorstandschef Fred Kogel und alle anderen Aufsichtsräte waren im Sommer aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Hahn und Burgener hatten sich seit fast zwei Jahren hart bekämpft und über die Strategie gestritten./zb/mne/das

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