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Quartalsbilanz: Zalando setzt bereits mehr als 1 Milliarde Euro um – und vertreibt künftig Kosmetik

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Das Wachstum geht weiter: Der Online-Modeversender Zalando kann für das abgelaufene dritte Quartal Erlöse jenseits der Milliardenmarke verbuchen. Das Berliner Internet-Unternehmen wächst weiterhin um fast 30 Prozent, operiert aber weiter nur an der Gewinnschwelle, weil Zalando weiter massiv expandiert. Im kommenden Jahr soll das Angebot weiter im Beauty-Segment ausgebaut werden – von Kosmetik- über Hautpflegeprodukte bis zu Parfüm. Anleger reagieren zunächst wenig begeistert.

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Eine Woche ist es her, dass Zalando bei 45 Euro neue Rekordhochs aufstellte, die den Berlinern einen Börsenwert von bereits 11 Milliarden Euro bescherte. Seit dem Börsengang vor rund drei Jahren hat der 2008 gegründete Online-Versender von Mode damit Aktionären mehr als eine Kursverdopplung beschert.

Heute jedoch dürfte Besitzern von Zalando der Glücksschrei eher im Halse stecken geblieben sein: Zeitweise brachen die Anteilsscheine um fünf Prozent ein, am Ende des Xetra-Handels blieb ein Minus von knapp vier Prozent.

Das Wachstum kostet: Zalando verdient praktisch kein Geld

Grund für den scharfen Ausverkauf war die vorläufige Geschäftsbilanz für das September-Quartal, die teilweise unter den Markerwartungen ausfiel. So stellte Zalando für den Bilanzzeitraum von Anfang Juli bis Ende September zwar einen Umsatz von 1,064 bis 1,081 Milliarden Euro in Aussicht, der einem beschleunigten Wachstum von 27,5 bis 29,5 Prozent entspricht.

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„Wir setzen unsere Wachstumsstrategie mit Hochdruck um und gewinnen dabei weiter Marktanteile“, kommentierte Co-CEO Rubin Ritter die Expansionsstrategie. Doch die kostet: So rechnet der 2008 von David Schneider und Robert Gentz mit Investorenkapital von Rocket Internet gegründete Modeversender im dritten Quartal lediglich mit einem bereinigten Konzernergebnis (EBIT)  zwischen minus 5 und plus 5 Millionen Euro; im Vorjahreszeitraum hatte Zalando noch 20 Millionen Euro verdient.

Expansion in das Beauty-Segment

Nach dem Vorbild von Amazon investieren die Berliner das erlöste Kapital weiter in neue Wachstumsfelder. So kündigte Zalando an, ab Frühjahr 2018 ins Beauty-Segment zu expandieren.

„Der Einstieg in den Markt für Beauty-Produkte ist für uns der nächste logische Schritt und spiegelt die Wünsche unserer Kunden wider“, kommentiert Ritter die Expansion, die zunächst nur in Deutschland erfolgen soll. Zalando will im nächsten Jahr eine breite Produktpalette von Kosmetik- über Hautpflegeprodukten bis zu Parfüm anbieten – und dürfte damit Marktführer Douglas angreifen.

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