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Umfrage: Viele Bürger halten „Fake News“ für problematisch, Vertrauen in öffentliche Medien deutlich höher als in private

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat Bürger zum Thema "Fake News" befragt

Das Meinungsforschungs-Institut YouGov hat eine eine umfassende Untersuchung über so genannte „Fake News“ durchgeführt. Bei der Befragung kam heraus, dass rund die Hälfte der Bundesbürger „Fake News“ für eine Gefahr für die Demokratie halten. Öffentlich-rechtlichen Medien genießen ein deutlich höheres Vertrauen als Privatmedien.

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Öffentlich-rechtlichen Medien wird laut der Befragung ein ähnlich hohes Vertrauen entgegengebracht wie wie Gewerkschaften oder der Bundesregierung. Das höchste Vertrauen genießt die Polizei, knapp gefolgt vom Bundesverfassungsgericht. Privatmedien rangieren beim Vertrauen in etwa auf dem Niveau von politischen Parteien.
https://twitter.com/YouGov_DE/status/895535629764841473
Bei den einzelnen Mediengattungen liegen dann freilich Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine (gedruckte Ausgaben!) in Sachen Vertrauen zusammen mit öffentlich-rechtlichen TV-Sendern vorne. Weit unten im Vertrauens-Index landen die Angebote von Boulevardmedien, und zwar sowohl Print als auch Online-Ausgaben. Das geringste Vertrauen genießen Soziale Medien und von diesen hat Twitter die schlechtesten Werte. Der Kurznachrichtendienst landet in Sachen Vertrauen noch hinter YouTube und Facebook.
Boulevardmedien und Journalismus-ferne Angebote werden in der Umfrage als besonders anfällig für „Fake News“ wahrgenommen. 38 Prozent der Befragten glauben, dass“Fake News“ auch im aktuellen Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen.
Bei der Frage, was gegen „Fake News“ hilft, sehen die Befragten den klassischen Journalismus, den öffentlichen Rundfunk, die Sozialen Netzwerke und die Nutzer selbst in der Pflicht. Staatliches Engagement (Stichwort: Netzwerkdurchsetzungsgesetz), wird weitgehend kritisch betrachtet. Auf die Frage, wie sie selbst die Echtheit von Meldungen prüfen, gab rund ein Drittel der Befragten an, schon einmal nach weiteren Quellen für eine Meldung gesucht zu haben. Ein Viertel gab an, schon einmal Absender und Impressum eines Nachrichten-Absenders geprüft zu haben. Der Austausch mit Freunden und Bekannten zur Verifikation von Meldungen wird von der Mehrheit der Befragten als „nicht hilfreich“ bewertet, aber trotzdem praktiziert.
Für die Befragung hat YouGov 2.000 wahlberechtigte Deutsche aus dem eigenen Online-Panel befragt. Die Befragung war bevölkerungsrepräsentativ für Wahlberechtigte in Deutschland.
Hier gibt es nähere Infos zur Umfrage und man kann sich die detaillierten Ergebnisse runterladen.

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