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Medienanstalt verdonnert YouTuber „Flying Uwe“ zu 10.500 Euro Bußgeld wegen Schleichwerbung

Flying Uwe und seine Assistentin

Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MA HSH) macht ernst und verdonnert den Fitness-YouTuber „Flying Uwe“ zu einem Bußgeld von 10.500 Euro, weil er drei Videos nicht als „Dauerwerbesendung“ gekennzeichnet habe. Die MA HSH hat mehrere YouTuber angeschrieben und auf die Werbe- und Sponsoringbestimmungen für YouTube aufmerksam gemacht. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, heißt es dazu von der Medienanstalt.

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„Wer professionell auf YouTube oder ähnlichen Plattformen agiert, muss sich auch an die geltenden Werbebestimmungen halten“, so Lothar Hay, Medienratsvorsitzender der MA HSH. „Flying Uwe“ habe es trotz mehrfacher Hinweise unterlassen, drei YouTube-Videos, in denen er Produkte ausgiebig positiv darstellt, im Bewegtbild als Dauerwerbesendung zu kennzeichnen. Er verstößt laut Medienaufsicht damit gegen § 58 Abs. 3 in Verbindung mit § 7 Abs. 5 des Rundfunkstaatsvertrags (RStV), die besagen: Auch für Telemedien gelten die Werbegrundsätze des RStV, wenn Anbieter fernsehähnliche Inhalte produzieren. Dauerwerbesendungen müssen zu Beginn als solche angekündigt und während ihres gesamten Verlaufs als solche gekennzeichnet werden.

Nach einem Hinweisschreiben der MA HSH im März hatte sich „Flying Uwe“ zusammen mit seiner Assistentin noch lustig über die Medienanstalt gemacht und angekündigt, nun bei jedem veröffentlichten Video die Kennzeichnung „Unterstützt durch Produktplatzierung“ am Anfang und am Ende einzublenden. Mit über einer Million Abonnenten ist Flying Uwe durchaus eine Größe im deutschen YouTube-Markt.

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