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Online-Umfrage bei SpOn, FAZ & Co.: 82 Prozent der Opinary-Nutzer sehen Schulz-Effekt als endgültig verpufft an

Mehr Flop als top: 82 Prozent sehen in der Opinary-Umfrage den Schulz-Zug entgleisen

Drei verlorene Landtagswahlen in Folge, schwache Umfrageergebnisse und erste innerparteiliche Zweifel an der Nominierung des Kanzlerkandidaten – ist der Hype um den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz abgeflacht, der oftmals beschworene „Schulz-Effekt“ endgültig verpufft? Das sieht zumindest ein Großteil der Opinary-Nutzer so: 82 Prozent glauben laut einer Online-Umfrage, die u.a. Spiegel Online und FAZ.net durchgeführt haben, dass Schulz seine Partei nicht mehr aus dem Tief holen kann.

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Von den 1.849 Unique Usern , die an der nicht repräsentativen Umfrage teilgenommen haben, sehen 82 Prozent (1.513 Votes) den Schulz-Effekt als endgültig verpufft an. Nur elf Prozent (209 Votes) der Nutzer glauben, dass die Landtagswahlen noch keine bundesweite Aussagekraft haben und Schulz die SPD noch aus dem Tief holen kann.

Die Umfrage, die vom Poll-Start-up Opinary entworfen worden ist, wurde von mehreren Nachrichtenportalen veröffentlicht – darunter Spiegel Online, FAZ.net, Focus Online, Welt.de und Stern.de. Laut der Opinary-Auswertung haben Nutzer ab zehn Jahren teilgenommen. Darunter 1.202 Männer und 647 Frauen.

Vor allem Nord-Deutschland sieht Schulz-Effekt verpuffen

Spätestens nach der verlorenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein dürfte klar sein, dass die Nordlichter von der SPD unter Martin Schulz nicht überzeugt waren – das unterstreicht auch die Opinary-Umfrage. Demnach hält vor allem Schleswig-Holstein, aber auch Mecklenburg-Vorpommern (wo die SPD die meisten Sitze im Landesparlament besitzt) und Sachsen den Schulz-Effekt für passé.

Diesen Eindruck scheinen die meisten Altersgruppen gleichermaßen zu teilen, am stärksten ist der Unmut allerdings in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 30 Prozent. Insgesamt sehen fast zwei Drittel (63 Prozent) der Männer und 37 Prozent der Frauen den Schulz-Zug als abgefahren an.

Ausgerechnet in NRW scheint Schulz nicht (komplett) gescheitert

Trotz der Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen – dieser Urnengang gilt als kleine Bundestagswahl und war aus vielerlei Gründen symbolisch für die SPD – stimmt vor allem NRW der These zu: „Nein, die Landtagswahlen haben noch keine Aussagekraft“; der Schulz-Effekt ist nicht endgültig verpufft. Auch in Thüringen, trotz einer starken CDU, erfährt die These im bundesweiten Vergleich mitunter die höchste Zustimmung. Weniger überraschend ist hingegen die hohe Zustimmung in den Bundesländern Hamburg und Rheinland-Pfalz, die beide von der SPD regiert werden. Geradezu ambivalent scheint hingegen die hohe Zustimmung in Mecklenburg-Vorpommern, wo laut Opinary-Umfrage auch die meisten Schulz-Zug-Zweifler sitzen.

Auch hier scheint das Umfrage-Ergebnis gleichermaßen unter den Altersgruppen aufgeteilt, nur die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen sticht mit 39 Prozent erneut heraus. Dafür war die Beteiligung der Männer (77 Prozent), im Vergleich zu den Schulz-Zweiflern, deutlich höher als bei den Frauen (23 Prozent).
Insgesamt haben 26.296 Nutzer an der Umfrage teilgenommen. Opinary wertete dabei jedoch nur die 1.849 Antworten derjenigen Nutzer aus, die soziodemografischen Kategorien zugeordnet werden konnten.

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