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„Armselig, kein Talent, wird rausfliegen!“ – Donald Trump geht auf Vanity Fair-Chefredakteur los

Donald Trump, Vanity Fair-Chefredakteur Graydon Carter

Die großen US-Medien und der designierte US-Präsident Donald Trump werden wohl keine Freunde mehr. Für aktuellen Ärger bei „The Donald“ sorgt ein böses Editorial des Vanity Fair-Chefredakteurs Graydon Carter, der alle möglichen Charakterschwächen und Fehltritte Trumps auflistet. Trump reagiert wie gewohnt: mit einem sauren Tweet.

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Graydon Carter, Chefredakteur der US-Ausgabe der Vanity Fair, hat sein aktuelles Editorial dem gewählten nächsten US-Präsidenten Donald Trump gewidmet. Carter hat sich dafür den Song „Only in America“ von Jay & The Americans zum Vorbild genommen der die USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten preist, in dem auch ein armer Mann alles erreichen kann.

Die Carter-Version von „Only in America“ ist nun gänzlich auf Donald Trump gemünzt: „Nur in Amerika könnte ein Mannm der damit prahlt, Frauen gegen ihren Willen zu begrapschen und zu küssen, 53 Prozent der Stimmen der weißen Frauen gewinnen“, lautet eine Strophe.

Oder auch: „Nur in Amerika könnte ein Mann, der eine Ausgabe von Hitlers Reden auf dem Nachttisch liegen hat, die zweitgrößte jüdische Bevölkerung der Welt regieren.“

Oder auch: „Nur in Amerika könnte ein Mann, der es vermieden hat zu dienen – mit der Ausrede nerviger Knochensporne an seinem Fuß, die ihn irgendwie aber nicht daran hinderten, Tennis zu spielen – und der Kriegshelden und deren Familien beleidigt hat, Oberbefehlshaber der größten Militärmacht der Welt werden.“

Die Liste von Carter ist noch viel länger. Am Ende heißt es: „Erzähl mir nicht, Amerika ist nicht länger ein Land der Möglichkeiten.“ Das hat Trump offensichtlich geärgert und er tat, was er in solchen Fällen zu tun pflegt. Er twitterte:

„Hat sich irgendwer die wirklich armseligen Zahlen der Vanity Fair angeschaut. Ganz runter, großer Ärger, tot! Graydon Carter, kein Talent, wird rausfliegen!“

Die Vanity Fair hat sogar das Grill-Restaurant im New Yorker Trump Tower als das „möglicherweise schlechteste Restaurant in America“ bezeichnet. Im Text heißt es: „Die Faszination von Trumps Restaurant, wie von dem Kandidaten, ist, dass es wie eine billige Version von Reichtum wirkt.“ Nein, Trump und die Vanity Fair werden wohl keine Freunde mehr.

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