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Neues Netz-Format Continuum: Wie TinyRiot! und Zoomin.TV Musikshows im Fernsehen Konkurrenz machen

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Ob Supertalent oder The Voice of Germany - die Medienindustrie versucht mit immer neuen Musik-Shows im Fernsehen, junge Künstler bekannt zu machen und Geld an ihnen zu verdienen. Jetzt experimentiert TinyRiot!“, niederländische Digitalmarke des RTL-Inhalteproduzenten FremantleMedia und die Medienfirma Zoomin.TV mit einem neuen Musik-Format - allerdings im Netz. Die beiden Gesellschaften wollen damit den Erfolg von TV-Produktionen in den sozialen Medien wiederholen - und dies gleich weltweit.

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Sie heißen Sami, Sheffo, Joey und Jayden – als Musiker sind sie bereits auf dem Online-Kanal You Tube Stars in den Niederlanden, Italien, USA und Australien. Seit Anfang Dezember wagen die vier jungen Web-Talente gemeinsam ein ungewöhnliches Experiment. Sie wollen „zusammen außergewöhnliche Popmusik komponieren, um ihre Fanbases zu begeistern und online zu vereinen.“ Dazu haben sie den Online-Musik-Channel Continuum gegründet. Jeder Musiker lädt hierzu einen Split-Screen hoch, wodurch die Newcomer virtuell gemeinsam singen können.

Umgesetzt wird das Digital-Wagnis von dem niederländischen Medienunternehmen Zoomin.TV, Teil der schwedischen Modern Times Group, und Tiny Riot!, der niederländischen Digitalmarke des RTL-Produzenten FremantleMedia. Ziel seien 400.000 Abonnenten, erst dann wollen die vier Web-Künstler gemeinsam ihre erste Live-Performance auf der Bühne zeigen. Schaffen sie es nicht, wird die Band-Gründung abgeblasen.

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Bislang ist die Zukunft des Web-Projekts noch ungewiss. In den ersten drei Wochen sei die Resonanz hierauf noch verhalten, heißt es. Derzeit haben sich lediglich 7.000 Abonnenten gefunden. Martin Wittmacher, Geschäftsführer für die Region Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Zoomin.TV, ist dennoch zuversichtlich, dass die Abo-Zahlen in den nächsten Monaten deutlich anziehen. Das finanzielle Risiko jedenfalls ist für die Firmen begrenzt. Denn große Marketing-Budgets setzen Zoomin.TV und TinyRiot! nicht ein, um das Musikprojekt zu vermarkten. Sie schielen vielmehr auf die mehr als 1,5 Millionen Fans, die die vier Musiker weltweit vereinen.

Das Web-Projekt ist eine neue Art für die Musik- und Medienindustrie, bislang eher unbekannte Künstler über den sozialen Medien wie YouTube bekannter zu machen und an ihnen langfristig zu verdienen. Bislang dienen hierzu im Fernsehen Musikshows wie „Das Supertalent” auf RTL oder „The Voice of Germany“ auf Pro Sieben oder Sat 1. Jetzt versucht die Gütersloher Bertelsmann SE über Freemantle ihr Glück auch im Netz. „Die GenerationZ schaut noch Fernsehen, aber nicht mehr über das TV-Gerät. Soziale Medien spielen die herausragende Rolle. Informationsanbieter müssen diese Medien bedienen und entsprechende Investments tätigen“, meint der Zoomin.TV-Manager gegenüber MEEDIA.

Von dem Vorstoß profitieren die Werbeindustrie und damit zugleich auch die Anbieter der Werbeflächen. Denn durch das Digitalexperiment erreichen vor allem Werbetreibende – beispielsweise durch vorgeschaltete Spots – passgenau ihre Zielgruppe. „Je nutzwertiger und informativer der Content ist, desto eher akzeptiert die Generation Z auch den Brand hinter dem Sponsoring“, beschreibt der Geschäftsführer von Zoomin.TV die Vorteile. Zoomin.TV produziert mehr als 400 Nachrichten und Videos täglich und vertreibt diese weltweit mit einer Reichweite von 2,5 Millionen Zuschauern monatlich. Zu den Abnehmern der Videos gehört unter anderem Spiegel Online.

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