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Schwere Schlappe für Highlight-Chef: Staatsanwaltschaft schmettert Strafanzeige gegen Constantin-Chef ab

Streiten um die richtige Strategie: Bernhard Burgener (li.) und Fred Kogel
Streiten um die richtige Strategie: Bernhard Burgener (li.) und Fred Kogel

Heftige Niederlage für den Präsidenten der schweizerischen Highlight Communications Bernhard Burgener. Er hatte gegen den Constantin Medien-Chef Fred Kogel und seinem Finanzvorstand Arne Anders Strafanzeige gestellt. Der Vorwurf: Verdacht auf Urkundenfälschung. Nun hat die zuständige Staatsanwaltschaft in der Schweiz die Strafanzeige abgeschmettert und lehnt Ermittlungen ab.

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Die Schlammschlacht um die Macht bei der Constantin Medien AG geht in die nächste Runde. Jetzt muss Bernhard Burgener, Präsident der Schweizer Constantin-Tochter Highlight Communications, eine schwere Niederlage einstecken. Er hatte vor wenigen Wochen gegen den Constantin Medien-Chef Fred Kogel und dem Finanzvorstand Arne Anders Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gestellt. Der Vorwurf: Verdacht auf Urkundenfälschung.

Hintergrund der Strafanzeige: Die Highlight Communications hatte Mitte des Jahres eine Generalversammlung (ähnlich einer Hauptversammlung nach deutschem Aktienrecht) angesetzt. Kurz vor der Versammlung hätten Kogel und Anders jedoch dem Verwaltungsrat der Highlight Communications schriftlich mitgeteilt, dass sie über die Stimmrechte von rund 60 Prozent der Aktien an der schweizerischen Constantin-Tochter verfügten. Die beiden Constantin Medien-Manager wollten damit angeblich demonstrieren, dass sie die notwendige Macht besitzen, Verwaltungsräte der schweizerischen Tochter – wie Burgener – abzuwählen, die gegen ihre Strategie sind. Doch die Meldung über die Stimmrechte soll nicht den Tatsachen entsprochen haben, lautet der Vorwurf in der von Hightlight Communications gestellten Strafanzeige.

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Jetzt schmettert die zuständige Staatsanwaltschaft die Strafanzeige gegen Kogel und Anders ab. „Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat die am 28. November 2016 eingegangene Strafanzeige eingehend geprüft. Nach erfolgter Prüfung hat die Staatsanwaltschaft am 9. Dezember 2016 eine Nichtanhandnahmeverfügung erlassen. Dies deshalb, weil der fragliche Straftatbestand eindeutig nicht erfüllt ist“, erklärt ein Sprecher der Ermittlungsbehörde gegenüber MEEDIA. Das Verfahren sei deshalb „in Anwendung von Art. 310 Abs. 1 lit. a der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO) nicht an die Hand zu nehmen. Die Verfügung ist noch nicht rechtskräftig“, heißt es.

Kogel und Burgener sind seit Längerem über die Strategie bei der Constantin Medien uneins. Kogel will sich von der Constantin Film AG trennen und sich auf das Sportgeschäft konzentrieren, Burgener hingegen beabsichtigt, das Münchener Unternehmen als Ganzes zu erhalten. Vor Kurzem erfolgte nun eine weitere Wendung im monatelangen Zoff: Constantin Aufsichtsratschef Dieter Hahn will den zerstrittenen Konzern komplett übernehmen. Für jede Aktie des Münchener Unternehmens bietet er 2,30 Euro, für jedes Highlight-Papier sechs Euro. In der Schweizer Tochterfirma, an der Constantin Medien bereits mit 60,5 Prozent beteiligt ist, ist die Filmsparte gebündelt. Highlight wiederum lehnt das Übernahmeangebot ab.

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Alle Kommentare

  1. Wenn zwei sich streiten… langweilt sich manchmal der dritte.

    Das Thema gibt einfach nicht so viel her, es betrifft zu wenige.

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