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Microsoft: Weil Apples neues MacBook Pro enttäuscht hat, wechseln mehr Nutzer als je zuvor zu Surface-Produkten

Microsoft ist wieder cool: neues Laptop Surface Book im Apple-Look

Der Wow-Effekt ist eindeutig ausgeblieben: Apples neues MacBook Pro mit Touch Bar scheint die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen zu können, wenn man der ersten Nutzer- und Medien-Resonanz trauen darf. Der laue Launch spielt dem Erzrivalen Microsoft in die Karten, der für den November die besten Umsätze seiner Tablet- und Computer-Sparte Surface vermeldet und sich einen Seitenhieb gegen Apple nicht verkneifen kann – die „Enttäuschung über das MacBook Pro“ habe daran ihren Anteil.

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Die Latte lag hoch: Mit dem legendären Slogan „Hello again“, der eine Brücke zum ersten Mac und iMac schlug, kündigte Apple Ende Oktober sein neues MacBook Pro an, das in der Premium-Variante die neue Bedienleiste TouchBar spendiert bekam, mehr nicht. Entsprechend enttäuschend fiel das Echo auf den Launch aus:

Vor allem der direkte Vergleich mit dem ewigen Erzrivalen Microsoft dürfte Apple nicht gefallen. Nicht nur, dass Redmond Cupertino Ende Oktober einen Tag vor der eigenen Keynote mit der Enthüllung des ersten Desktop-Computers Surface Studio die Show gestohlen hat – auch das Weihnachtsgeschäft scheint Microsofts Surface-Sparte dem Mac zu vermiesen.

Microsoft verzeichnet höchste Wechselrate von Mac-Nutzern zu Surface

In einem neuen Blogbeitrag feierte der nach Apple und Alphabet drittwertvollste Konzern der Welt im November nicht nur den größten Monatsumsatz seiner Surface-Produkte, sondern auch gleichzeitig die höchste Wechselrate von Apple-Nutzern zu Surface.

Den Grund dafür lieferte Microsoft auch gleich hämisch mit: „Die Aufregung über die Innovationen von Surface zusammen mit der Enttäuschung des neuen MacBook Pro – besonders unter professionellen Anwendern – führt dazu, dass mehr und mehr Nutzer zu Surface wechseln“, schreibt Microsoft, allerdings ohne Zahlen zu liefern.

Allzeithochs: Microsoft hängt Apple an der Börse ab

Was die neue Spitze in Richtung Apple also tatsächlich in Dollar und Cent bedeutet, bleibt abzuwarten, zumal Apple weiterhin deutlich höhere Umsätze mit seiner Computer- und iPad-Sparte erzielt als Microsoft mit seiner Surface-Unit. Doch der Trend ist für Konzernchef Tim Cook alarmierend: Die Macintosh-Absätze sind seit einem Jahr rückläufig und brachen zuletzt zweistellig weg, während die iPad-Verkäufe sich seit nunmehr drei Jahren im freien Fall befinden.

Dass Erzrivale Microsoft trotz seines späten Einstiegs ins Hardware-Geschäft mit seinen Surface-Tablets, Lapbooks und Desktop-Computern zeitgleich Rekordabsätze einfährt, kann Apple genauso wenig gefallen wie seinen Aktionären.

Die Quittung bekommt Apple seit Längerem an der Wall Street präsentiert: Während Microsoft für seine Innovationsoffensive unter Satya Nadella belohnt wird und von Allzeithoch zu Allzeithoch springt, verharrt Apple, das nach dem Börsenwert noch 120 Milliarden Dollar vor dem Erzrivalen liegt, mit einem deutlichen Abschlag von 16 Prozent seit nunmehr 20 Monaten unter den Rekordkursen vom Frühjahr 2015.

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