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Machtkampf um Constantin Medien: Schweizer Tochter lehnt Übernahmeangebot von Dieter Hahn ab

Dieter Hahn
Dieter Hahn

Die Kampf um die Macht bei der Constantin Medien AG geht weiter. Die Highlight Communications AG, Tochter der Münchener Constantin Medien AG, lehnt das Übernahmeangebot von Dieter Hahn, Aufsichtsratschef der Constantin Medien, ab. Damit ist ein Ende des monatelangen Streits um die Neuausrichtung des Medienhauses nicht ausgestanden. Der Kurs der Constantin Medien AG gibt bereits wieder nach und liegt weit unter dem unterbreiteten Kaufangebot.

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Der Zank um die weitere Zukunft der Münchener Constantin Medien AG bleibt. Der Verwaltungsrat der Highlight Communications AG unter Führung von Bernhard Burgener lehnt das Übernahmeangebot des Constantin Medien-Aufsichtsratschefs Dieter Hahn ab. Er will das Unternehmen komplett übernehmen und bietet 2,30 Euro für die Aktien der Constantin Medien AG und sechs Euro für alle Anteile der schweizerischen Tochter Highlight Communications AG.

Trotz des Übernahmeangebots kommt bei den Aktionären der Constantin Medien AG keine Freunde auf. Zwar ist die Notierung gestern auf 2 Euro geschossen, gibt heute aber bereits wieder nach und liegt aktuell mit 1,99 Euro weit unter dem von Hahn anvisierten Übernahmepreis. Der Grund: die Highlight Communications hat keine Absicht, in das Angebot einzuwilligen. Denn laut Burgener erfüllt Hahn, einst Vertrauter des verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch, nicht die gesetzlichen Anforderungen für ein Übernahmeangebot: „Weder ist ersichtlich, dass er einen Finanzierungsnachweis erbringen kann, noch knüpft er sein Angebot an seriöse Voraussetzungen“, erklärt Highlight.

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Hahn und Burgener sind erbitterte Feinde und über die künftige Ausrichtung des Medienkonzerns uneins. Hahn und Constantin Medien-Vorstandschef Fred Kogel wollen die Filmsparte mit der Constantin Film AG verkaufen. Burgener und eine befreundete Aktionärsgruppe sind strikt dagegen. Sie wollen das Unternehmen als Ganzes erhalten. Erst jüngst hatte Burgener eine Strafanzeige gegen Kogel und den Finanzvorstand gestellt.

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