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iCar-Pläne: Apple befeuert neue Spekulationen über ein autonomes Auto

iCar-Pläne: Apple-Chef Tim Cook wird konkreter
iCar-Pläne: Apple-Chef Tim Cook wird konkreter Foto: dpa

Es ist seit knapp zwei Jahren ein offenes Geheimnis: Apple hat Auto-Pläne. Im Winter 2015 überraschten die Presseberichte, dass Apple eine geheime Arbeitsgruppe aufgebaut habe, die am "Project Titan" arbeite, wie der Code-Name lautete – an einem Elektroauto, das im kommenden Jahrzehnt einmal autonom fahren soll. In einem Schreiben an die US-Verkehrssicherheitsbehörde bestätigte Apple nun erstmals, die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos voranzutreiben. Ob daraus allerdings am Ende tatsächlich ein iCar resultiert, schien zuletzt immer unklarer.

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Erstmals hat sich Apple selbst zu seinen geheimen Autoplänen zu Wort gemeldet – zumindest verklausuliert. In einem Schreiben an amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde (National Highway Traffic Safety Administration), das auf den 22. November datiert ist, erklärte der Apple-Manager Steve Kenner (Product Integrity), dass der Techkonzern „massiv in die Erforschung von maschinellem Lernen und der Automatisierung investiert und angesichts des Potenzials automatisierter Systeme in vielen Bereichen inklusive des Verkehrs enthusiastisch” ist.

Obwohl Apple mit dem Schreiben nicht direkt die Arbeit an einem Elektroauto bestätigt, befeuert das erste offizielle Statement, in dem die Rede von massiven Investments in ein Autoprojekt ist, die Spekulationen über Apples Auto-Pläne, die sich möglicherweise also doch nicht nur auf Software-Lösungen beschränken.

Schlingerfahrt bei Autoplänen in den letzten Monaten

Danach hatte es nach einer offenkundigen Schlingerfahrt in den letzten Monaten nicht unbedingt mehr ausgesehen. Im September überraschte die New York Times mit einem Paukenschlag: „Apple überdenkt seine Pläne beim selbstfahrenden Auto“, lautete die überraschende Schlagzeile. Apple habe sogar „Dutzenden Mitarbeitern“ in dem Bereich gekündigt, war zu lesen. „Die Job-Kürzungen sind das neuste Anzeichen von Problemen bei Apples Projekt“, schrieb die New York Times.

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Aus „Dutzenden Mitarbeitern“ wurden einen Monat später sogar “Hunderte” Kündigungen oder Versetzungen, wie Bloomberg im Oktober berichtete. “Apple hat seine Auto-Ambitionen drastisch zurückgefahren”, schlagzeilte der Finanzinformationsdienst. Nach einem “unglaublichen Führungsversagen” schien zuletzt gar nicht mehr klar, ob der wertvollste Konzern der Welt noch selbst ein Auto entwickeln wolle oder sich auf die Entwicklung einer Software-Plattform für selbstfahrende Autos beschränke.

Langzeitprojekt selbstfahrendes Auto

Egal, wie Apples Einstieg in den Automobilmarkt am Ende ausfällt – er dürfte in jedem Fall noch einige Jahre auf sich warten lassen. Nachdem das Wall Street Journal vor einem Jahr noch 2019 als möglichen Startzeitpunkt eines Apple-Autos genannt hatte (Bloomberg war ursprünglich vom Jahr 2020 als Launchtermin ausgegangen), berichtete das Premium-Techportal The Information zuletzt nun von einer Verzögerung der Marktreife bis ins Jahr 2021.

Wie das Automobilmagazin Autocar zuletzt berichtet hatte, wird ein Elektroauto nach dem Vorbild von Tesla intern ohnehin nur als Vorläufer zur eigentlichen Revolution betrachtet: dem selbstfahrenden Apple-Auto, das erst in einem Jahrzehnt erwartet wird – 2026. Das NHTSA-Schreiben scheint genau diese Langzeitprojekt anzudeuten.

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Alle Kommentare

  1. So sehr ich persönlich einem Apple-Auto abgeneigt bin, so sehr macht der Schritt von Apple in diese Richtung Sinn.

    Man schaue sich nur mal die Entwicklung der Automobilindustrie in den letzten 30 Jahren an. Inzwischen sind unsere Autos ja von simplen, motorisierten Gefährten auf vier Reifen zu Computern auf Rädern geworden. Zwar ist es löblich, dass in der selben Zeit viele Fortschritte im Bereich Sicherheit gemacht wurden, trotzdem finde ich es doch sehr bedenklich, dass man außer Reifen wechseln kaum mehr selber etwas an seinem Auto machen kann.
    Insofern ist Apple mit seiner computerorientierten Geschichte (leider) sehr nah am Automobilmarkt dran.

    Allerdings graust es mir doch sehr, wenn so eine kundenunfreundliche Firma wie Apple ins Autogeschäft einsteigt. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass man für ein Apple-Auto Reifen günstig online kaufen kann? Auf http://www.oponeo.de/ und Konsorten wird man garantiert keine Ersatzteile für sein Auto finden. Stattdessen geht es in die zertifizierte Apple-Werkstatt, wo man für 200 Euro einen neuen (ganz toll designten) Reifen kaufen und ihn für nur 150 Euro wechseln lassen kann.

    Mobilität gerne weiterhin ohne Apple.

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