Partner von:
Anzeige

US-Professor erklärt: Wer zuviel Facebook & Co. nutzt, schadet seiner Karriere

zeitschriften-social-media.jpg

Facebook, Twitter & Co. als Karriere-Turbo? Von wegen! Der New Yorker Informatik-Professor Cal Newport widerspricht allen Digital-Experten, die seit Jahren predigen, dass eine aktiv gepflegte Social-Media-Präsenz und ein umfangreiches Selbstbranding in den entsprechenden Netzwerken den persönlichen Erfolg befeuern. Der Wissenschaftler sagt: „Jeder 16-Jährige mit einem Smartphone kann einen Hashtag erfinden oder einen Viral-Artikel teilen“. Was wirklich zähle, sei die eigene Kompetenz.

Anzeige
Anzeige

In der New York Times erklärt Newport, warum er es für einen Irrglauben hält, dass man eine Tätigkeit, die wenig bis gar keine Kompetenzen verlange, wie Social-Media, nur oft- und lang genug ausüben muss, damit sie positiv auf die eigenen Karriere-Chancen abstrahlt. Rein marktwirtschaftlich betrachtet werde vor allem dann etwas als wertvoll und teuer empfunden, wenn es selten und qualitativ hochwertig ist. Das trifft seiner Meinung nach nicht auf Facebook & Co. zu.

In einer Welt, in der sich immer mehr Menschen immer schneller von kurzen Web-Videos und Facebook-Postings ablenken lassen, gewinne derjenige, der in der Lage ist, sich über einen längeren Zeitraum konzentriert mit einem komplexen Problem zu beschäftigen.

Sein Karriere-Ratschlag hat der Wissenschaftler Steve Martin entliehen: „Sei einfach so gut, dass sie Dich nicht ignorieren können“. Oder anders: Qualität setzt sich immer durch und wird irgendwann als solche auch wahrgenommen. Man muss nur hart genug arbeiten – aber nicht unbedingt bei Facebook und Twitter.

Anzeige

Mit diesem Aussagen argumentiert Newport gegen die landläufige Meinung, dass man heutzutage in seiner Branche und dem dazugehörigen Job-Markt nur sichtbar ist, wenn man begeistert und sicher durch das Social-Web navigiert. Immerhin verspricht eine aktive Nutzung ein besseres und größeres Netzwerk und ein Plus an Ego-Marketing.

Der Wissenschaftler meint jedoch, dass eine massive Social-Media-Nutzung einem zwar das Gefühl vermittle sein eigenes kleines Medienimperium zu sein, aber auch für einen stetig hohen Stresslevel sorgt. Er empfiehlt einen kompletten Social-Media-Ausstieg, denn zu viele Aktivitäten bei Twitter, Facebook oder Instagram würden die „Karriere verletzen“.

Newports abschließender Rat lautet ganz pathetisch: „Wenn es Dir wirklich wichtig ist, eine gewisse Wirkkraft und Wahrnehmung in der Welt zu erreichen, dann schaltet Eure Smartphones aus, schließt die Browserfenster, rollt die Hemdsärmel auf und fangt an zu arbeiten.“

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Facebook ist wirklich ein zwiespältiges Medium, einmal, um zu Netzwerken und dann auch ganz allgemein, um zu kommunizieren. Privates und Berufliches mischt sich da zu sehr und ist auch selbst mit der Kategoriersierung von Freundesgruppen nur schwer auseinanderzuhalten. Für ein professionelles Selbstmarketing im Netz sind denke ich XING oder LinkedIn, zusammen mit einer eigenen Homepage oder einem Blog mal der Anfang. Selbstmarketing ist allerdings unumgänglich, auch wenn es einem streckenweise selbst geckenhaft erscheinen mag. Was nutzt denn die harte Arbeit, wenn sie niemand sieht?

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia