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ARD zieht erste Funk-Bilanz: nach sechs Wochen über 25 Millionen Views

ARD-Vorsitzende Karola Wille, Funk-Chef Florian hager
ARD-Vorsitzende Karola Wille, Funk-Chef Florian hager

Auf  der ARD-Intendantenkonferenz am Mittwoch in München hat Florian Hager, Programmgeschäftsführer von Funk, dem jungen Digital-Angebot von ARD und ZDF, eine erste Bilanz gezogen. Demnach haben die verschiedenen Funk-Formate seit dem Start am 1. Oktober rund 25 Millionen Views erzeugt und bei YouTube und Facebook 1,27 Mio. Abos. Außerdem will die ARD transparenter werden.

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Die Abos bei Funk darf man dabei freilich nicht als Personen werten, da einzelne Personen auch mehrfach abonnieren können. Die Funk-App wurde rund 100.000 mal heruntergeladen, so Hager. “Die positiven Reaktionen zum Start haben uns natürlich gefreut, uns ist aber auch bewusst, dass wir uns nicht darauf ausruhen dürfen. In den ersten Wochen haben wir gelernt, dass es kein eingängiges Erfolgsrezept für Reichweite im Netz gibt. Wir wollen zusammen mit unseren Nutzern daran arbeiten, unser Angebot zu optimieren sowie auszubauen”, so der Funk-Chef.

Bei der Zahl der Views sollte man auch nicht vergessen, dass Funk vom Start weg über 40 verschiedene Formate anbietet. Wie sich die Abos und Views auf einzelne Formate aufteilen, darüber gab es keine Angaben. Laut Hager sind rund 30 weitere Formate in Vorbereitung.

Studie zu Geschlechterdarstellung in Medien

Die ARD-Intendanten verkündeten nach ihrer Sitzung auch, die bislang umfassendste Studie zur Ermittlung von Geschlechterdarstellungen in deutschen TV- und Kinoproduktionen mit in Auftrag gegeben zu haben. Die Studie wird von den vier großen TV-Senderverbünden ARD, ZDF, ProSiebenSat.1 und RTL  gemeinsam mit den Filmförderern NRW Filmstiftung, FFF Bayern, FFA sowie der MaLisa Stiftung beauftragt und vom Institut für Medienforschung der Universität Rostock durchgeführt. Mit Ergebnissen ist im September 2017 zu rechnen.

Radio-App und Transparenzkonzept
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Die ARD wird ab Mitte 2017 außerdem ihr Hörfunkangebot in einer eigenen Audio-App bündeln. Die App soll vor allem Zugang zu den wortbasierten Angeboten der ARD-Radios und vom Deutschlandradio bieten. “Diese Vielfalt ist einzigartig in Deutschland – so etwas kann kein Streamingdienst bieten”, so die ARD-Vorsitzende, MDR-Intendantin Karola Wille.

Wille rief das Bundestagswahl-Jahr 2017 für die ARD zum Jahr der Information aus: “Die ARD wird den besonderen Ansprüchen im gesamten Programm gerecht werden”, sagte sie auf der Pressekonferenz nach der Intendantentagung. Die ARD arbeitet zudem an einem Transparenzkonzept mit den vier Feldern Basistransparenz, finanzielle, soziale sowie Unternehmenstransparenz. Wille: “Wir werden uns verändern müssen, um das zu bleiben, was wir sind.”

Bis Ende März 2017 will der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof seinen Bericht über die juristischen Rahmenbedingungen für mehr Transparenz der öffentlich-rechtlichen Sender vorlegen. Hintergrund sind Forderungen nach der Offenlegung etwa von Honoraren oder Vertragsdetails bei Sportrechten. Kirchhof stellte bereits jetzt klar: «Was für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefordert wird, muss dann auch für den privaten Anbieter gelten. (…) Das ist, glaube ich, die Grundstruktur des Transparenzthemas.”

(swi/mit Material von dpa)

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Alle Kommentare

  1. Kirchhof stellte bereits jetzt klar: «Was für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefordert wird, muss dann auch für den privaten Anbieter gelten. (…) Das ist, glaube ich, die Grundstruktur des Transparenzthemas.“

    Und was für die privaten Anbieter gilt soll auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelten.
    Und zwar die Kontrolle durch die Landesmedienanstalten.
    Egal ob Programmbeschwerde wegen nicht neutraler Berichterstattung oder Schleichwerbung bei Wetten Dass…?:
    Der öffentlich-rechtliche Rundunk ist ein rechtsfreier Raum in dem selbst Verstöße gegen die Rundfunksstaatsverträge ohne Folgen bleiben.

    Deswegen muß das Privileg der Selbstkontrolle fallen und die müssen die staatsfernen öffentlich-rechtlichen Sendebehörden genauso von den Landesmedienanstalten kontrolliert werden wie es heute schon bei den privaten staatsfernen Medien der Fall ist.

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